02. Februar 2015 / 14:35 Uhr

VfB Lübeck: Drittliga-Aufstieg wäre (noch) zu teuer

VfB Lübeck: Drittliga-Aufstieg wäre (noch) zu teuer

Peter-Wulf Dietrich
SPORTBUZZER-Nutzer
VfB-Vorstand Andreas Popien war bei einer Tagung für künftige Drittliga-Klubs in Frankfurt am Main. USER-BEITRAG
VfB-Vorstand Andreas Popien war bei einer Tagung für künftige Drittliga-Klubs in Frankfurt am Main. © objectivo/Kugel
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"Es erscheint wenig sinnvoll, uns mit der Dritten Liga für die kommende Saison zu befassen", sagt Vorstand Popien.

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Den Flug hat Andreas Popien selbst bezahlt, um die schmale Kasse des Regionalligisten VfB Lübeck nicht zu belasten. Das Vorstandsmitglied war vorgestern zu einer Tagung für angehende Drittliga-Klubs beim Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt/Main.

„Es scheint im Moment wenig sinnvoll, uns mit der Dritten Liga in der kommenden Saison zu befassen“, sagte Popien. Der VfB, Zehnter in der Nordstaffel, hatte vom DFB Bewerbungsunterlagen bekommen. Rund 20 000 Euro müssten die Grün-Weißen investieren, nur um die Lizenz für diese Klasse (Frist: 2. März) zu beantragen. Die sportliche Garantie zum Aufstieg hätte man aber längst noch nicht.

Die fünfstündige Sitzung beim DFB war jedoch nicht vergebens. „Wir sind jetzt viel schlauer“, sagte Popien. „Aber die Lizenzierung würde für uns einen Riesenaufwand bedeuten.“ Den wirtschaftlichen Teil (Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2014, Planungsrechnung pro Monat bis 30. Juni 2015, Etat 2015/16) könnte der VfB stemmen. Die Unterlagen müssten von einem Wirtschaftsprüfer begutachtet werden. Die Kosten allein dafür betragen 10 000 bis 15 000 Euro.

Die Lohmühle entspricht dem Standard. Allerdings müssten die Strahler der Flutlichtanlage und die Beschallungsanlage überprüft werden. Das würde noch einmal 5000 Euro verschlingen. Der DFB verlangt außerdem neben dem Geschäftsstellenleiter (Florian Möller) weitere hauptamtliche Personen für die Bereiche Finanzen und Medien.

Das ist aber nicht alles: Im ersten Drittliga-Jahr dürfte der VfB noch ohne Rasenheizung spielen. Aber danach ist sie Pflicht. Kosten: zwischen 500 000 Euro und einer Million Euro. In den Gesprächen erfuhr der Groß Grönauer weitere Zahlen. Der durchschnittliche Etat der Drittligisten beträgt neun Millionen Euro, der des VfB liegt bei 810 000 Euro. In Liga drei geben die Klubs pro Jahr 3,4 Millionen Euro an Gehältern aus, beim VfB sind es gerade mal 260 000 Euro. „Der Schritt von der vierten in die dritte Liga ist erheblich“, stellte Popien fest.

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