11. August 2019 / 19:33 Uhr

VfB Lübeck - FC St. Pauli: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen"

VfB Lübeck - FC St. Pauli: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen"

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Enttäuscht nach dem Pokal-Aus: Tommy Grupe, Ahmet Metin Arslan, Marcel Schelle  und Hendrik Bombek .
Enttäuscht nach dem Pokal-Aus: Tommy Grupe, Ahmet Metin Arslan, Marcel Schelle  und Hendrik Bombek . © Agentur 54°
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Die Stimmen zum Pokalspiel auf der Lübecker Lohmühle

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Trainer Rolf Landerl: „Wir hatten uns vorgenommen, einen Pokalfight zu liefern. Das haben die Jungs toll umgesetzt. Man kann nicht alles verhindern. Trotzdem gehen wir 2:0 in Führung. Kritisieren muss ich, dass wir die Führung zu leicht hergegeben haben. Was dann nach dem 2:3 passiert ist, verdient großen Respekt. Wir haben weiter daran geglaubt und konnten uns gute Chancen herausspielen. Elfmeterschießen ist Glückssache. Es wollte nicht sein. Wir nehmen heute aber eine Riesenportion Selbstvertrauen mit. Unsere Fans waren unglaublich, fair und haben uns nach vorne gepeitscht. Das müssen wir mitnehmen. Für etwas zu arbeiten und zu glauben.

Gästetrainer Jos Luhukay: „Die Lübecker haben einen Riesenkampf als Regionalligist über 120 Minuten gezeigt und uns das Leben unglaublich schwer gemacht. Elfmeterschießen ist immer Glückssache. Ich bin froh, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Das hat viel Energie gekostet. Wir wussten unglaublich viel Fleiß und Engagement zeigen.“

VfB Lübeck - FC St. Pauli: Die besten Bilder

Die Spieler des VfB Lübeck stehen nach der Niederlage vor dem eigenen Fanblock in der Pappelkurve. Zur Galerie
Die Spieler des VfB Lübeck stehen nach der Niederlage vor dem eigenen Fanblock in der Pappelkurve. ©
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Tim Weißmann: „Das ist hart. Mir fehlen die Worte. Wir haben über 120 Minuten einen tollen Fight geliefert. Das war so knapp. Wahnsinn. Wir können stolz sein, was wir geliefert haben. Das tut weh. Es hat alles gestimmt. Wir wollten einen Pokalkrimi machen. Das hat gepasst. Nach dem 3:3 kann man nur denken, dass das nur positiv für uns ausgehen kann. Elfmeterschießen ist Lotterie.“

Kapitän Daniel Halke: „Wir hätten es verdient gehabt, zu gewinnen. Wahnsinn, was hier los war. Riesenrespekt an die Mannschaft und die Fans. Uns haben fünf Minuten Cleverness gefehlt. Die beiden Gegentore zum 1:2 und 2:2 haben wir zu schnell bekommen. Das darf nicht passieren. Da müssen wir ruhiger bleiben. Die Stimmung im Stadion war Gänsehaut pur. Elfmeterschießen ist Lotterie. Ich kann keinem einen Vorwurf machen.“

VfB Lübeck: Einzelkritik zum Pokalfight gegen den FC St. Pauli

Lukas Raeder: Richtig warm wurde die neue Nummer eins des VfB erst in der Schlussphase. Besonders seine Parade in der Nachspielzeit, als er einen Ball mit letzter Kraft über die Latte lenkte war mindestens genau so sehenswert wie wichtig aus Lübecker Sicht. Bei Flankenbällen strahlte er Sicherheit aus.  Zur Galerie
Lukas Raeder: Richtig warm wurde die neue Nummer eins des VfB erst in der Schlussphase. Besonders seine Parade in der Nachspielzeit, als er einen Ball mit letzter Kraft über die Latte lenkte war mindestens genau so sehenswert wie wichtig aus Lübecker Sicht. Bei Flankenbällen strahlte er Sicherheit aus.  ©

Ahmet Arslan: „Ich glaube, dass wir uns nichts vorzuwerfen haben. Wir sind dank einer überragenden Mentalität nach dem 2:3 zurückgekommen. Das tut doppelt weh, so auszuscheiden. Wir hätten es verdient gehabt, eine Runde weiter zu kommen. Ich weiß, dass alle neben hinter stehen. Ich wollte den Ball im Elfmeterschießen unter die Latte hauen, um kein Risiko einzugehen. Das darf mir nicht passieren. Ich bin normalerweise ein sicherer Elfmeterschütze. Unser Sportdirektor Stefan Schnoor und Trainer Rolf Landerl sind gleich zu mir gekommen und haben mich wieder aufgebaut. Egal welcher Zweitligist künftig hier herkommt, der kriegt Probleme gegen uns.“

Sven Mende: „Das war ein überragendes Spiel der gesamten Mannschaft. Alle standen hinter uns. Wir hätten es verdient gehabt, zu gewinnen. Das war ein klarer Elfmeter an mich in der Nachspielzeit. Wir sind aber super zurückgekommen. St. Pauli konnte sich gar nicht befreien. Schade, dass wir das 2:0 nicht länger halten konnten. Beim Elfmeterschießen kann man keinem einen Vorwurf machen. Ganz im Gegenteil: Wir haben ein super Spiel gemacht. Wenn wieder so viele Fans zu unseren Heimspielen kommen, wäre das super. Wir gehen mit Selbstvertrauen aus diesem Pokalspiel.“

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Torwart Lukas Raeder: „Es hat nicht viel gefehlt. Wenn man als Viertligist ins Elfmeterschießen kommt, hat man es verdient, zu gewinnen. Generell hat St. Pauli die individuelle Qualität. Man hat aber gemerkt, welchen Aufwand der Gegner bestreiten musste. Das ist ein Kompliment an uns. Ich bereite mich immer so vor, als ob ich spiele. Das ist mein Job. Der Trainer hat mich vor der Besprechung in der Kabine zu sich geholt und mir mitgeteilt, dass ich spiele. Benjamin Gommert und ich haben ein gutes Verhältnis. Wir verstehen uns gut. Das habe ich schon anders erlebt. Den einen schlecht getretenen Elfmeter hatte ich fast schon. Das ist ärgerlich.“

Ex-Trainer Michael Lorkowski, der früher für beide Klubs tätig war, sagte in der Halbzeitpause: „Das ist ein ausgeglichenes Spiel. Es ist kein Unterschied zu sehen. St. Pauli müsste dominanter sein. Eigentlich ist das erschreckend. Der VfB Lübeck ist extrem zweikampfstark. Sie geben keinen Ball verloren. Das Problem von St. Pauli ist, dass sie keinen Stürmer haben. Das ist ein bisschen dünn. Ich bin gespannt, ob der VfB Lübeck das bis zum Schluss durchhält.“

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