01. September 2019 / 19:01 Uhr

VfB Lübeck: Hebischs Premierentor sichert Sieg beim HSC Hannover

VfB Lübeck: Hebischs Premierentor sichert Sieg beim HSC Hannover

Clemens Behr
Ahmet Arslan mit dem 1:0-Führungstor für den VfB Lübeck bei HSC Hannover.
Ahmet Arslan mit dem 1:0-Führungstor für den VfB Lübeck bei HSC Hannover. © Agentur 54°
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Mit 2:1 gewann der VfB Lübeck sein Auswärtsspiel bei Aufsteiger Hannoverscher SC. Ahmet Arslan und Nicolas Hebisch erzielten die Tore gegen das Tabellenschlusslicht, das den Gästen lange Paroli bot.

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Der VfB kam gegen den Liganeuling gut ins Spiel. Vor allem Florian Riedel wusste auf seiner rechten Seite zu überzeugen. In der 7. Minute leitete er mit einem langen Diagonalball auf Ahmet Arslan die erste VfB-Gelegenheit ein. Nach einer knappen Viertelstunde fand Riedel im Strafraum Nicolas Hebisch, der heute für den zuletzt gesetzten aber glücklosen Patrick Hobsch in der Startelf stand. Hebischs Kopfball aus kurzer Distanz konnte Hannover Schlussmann Sascha Algermissen allerdings noch parieren. Wenige Minuten später legte Marcel Schelle im Sechzehner für den aufgerückten Riedel auf, dessen Abschluss aber im letzten Moment geblockt wurde.

Ahmet Arslan macht den Unterschied

Im Anschluss kamen die Gastgeber besser in die Partie, immer wieder zu Kontergelegenheiten und nach 40 Minuten zur bis dato gefährlichsten Toraktion des Spiels. Eine lange Flanke rauschte durch den VfB-Strafraum und wurde am zweiten Pfosten nur knapp über den Querbalken gelenkt. Die Lübecker schüttelten sich einmal kurz und gingen kurz danach verdient in Führung. Riedel sah den durchstartenden Arslan, der den Steilpass gut verarbeitete, HSC-Torhüter Algermissen umkurvte und zum 1:0 einschob (42.). Es war bereits das siebte Saisontor des 25-Jährigen, den Landerl als „Unterschiedsspieler“ bezeichnet. „Es ist ganz klar, dass man sich freut einen Spieler wie Ahmo in seinen Reihen zu haben. Jede Mannschaft braucht solche Spieler.“

Lippert-Fehler macht Spiel spannend

Der VfB kam gut aus der Pause und schnell zur nächsten großen Chance, doch Schelles lascher Querpass fand im Strafraum keinen Abnehmer. Eine Situation, die Landerl nach der Begegnung ärgerte. „In solchen Situationen, in denen du mit drei Mann aufs Tor zuläufst und der letzte Ball nicht kommt, musst du den Deckel drauf machen. Dann leidest du nicht.“ Das tat der VfB dann aber ab der 57. Minute. Innenverteidiger Sören Lippert grätschte im Strafraum gegen Yannik Bahns ins Leere, der Björn Masur bediente – 1:1.

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VfB Lübeck zeigt Reaktion auf Ausgleich

Die Grün-Weißen begannen zu schwimmen, der HSC ging auf das zweite Tor. Ein Abschluss aus der zweiten Reihe knallte an die Unterkante der Latte und sprang nur kurz vor der Linie auf. Lukas Raeder musste sich in der 67. lang machen, um einen weiteren Schuss aus der Distanz zur Ecke zu lenken. Erst dann begann der VfB sich wieder zu wehren. „Es war ein unnötiges Gegentor, aber wichtig war die Reaktion der Mannschaft, dass wir nicht nur noch mit den Köpfen geschüttelt haben, und das Ding noch mal rumgerissen haben“, so Riedel nach dem Spiel.

Tor-Debütant Hebisch entscheidet Spiel

Spätestens mit der Gelb-Roten Karte kippte das Spiel wieder zu Gunsten der Lübecker. Björn Lambach musste nach einem Ellbogenschlag gegen Sven Mende vom Platz. Der VfB nutzte in der Folge die sich bietenden Räume. Riedel mit sehr viel Platz auf dem rechten Flügel, flankte maßgenau auf Hebisch, der per Kopf zur erneuten Führung traf (76.). „Ich hätte mich heute gerne früher belohnt. Am Ende bin ich aber einfach nur froh, dass wir das hier gewinnen konnten und ich auch noch Einen über die Linie bekommen habe“, freute sich der Siegtorschütze nach dem Spiel. „Ich hatte das Gefühl gehabt, dass das heute mal sein Tag sein könnte. Er hat gut trainiert die letzten Wochen“, lobte Landerl seinen Angreifer, dem das erste Liga-Tor im VfB-Dress gelang.

Wolfsburg-Niederlage motiviert VfB Lübeck

Mit dem 2:1-Sieg konnte seine Elf die Niederlage vom vergangenen Mittwoch gegen den VfL Wolfsburg vergessen machen, auch weil die Wölfe ihr Spiel gegen Hannover 96 II mit 0:3 verloren. „Wir haben schon in der Halbzeit erfahren, wie es in Wolfsburg steht. Das war natürlich nochmal eine zusätzliche Motivation“, verriet Riedel, der mit zwei Assists zum Matchwinner avancierte. „Er ist einer der Spieler, die es ganz einfach nicht akzeptieren wollen hier nur ein Unentschieden zu holen. Diese Einstellung brauchen wir von jedem Einzelnen“, so Landerl.

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Tore: Ahmet Arslan (42.), Nicolas Hebisch (76.) / Björn Masur (57.)

VfB Lübeck: Lukas Raeder – Tommy Grupe, Daniel Halke, Sören Lippert (Patrick Hobsch, 70.), Florian Riedel, Kresimir Matovina – Ryan Malone, Sven Mende, Marcel Schelle (Dennis Hoins, 64.) – Ahmet Arslan, Nicolas Hebisch (Lucas Will, 80.).