07. November 2021 / 19:44 Uhr

VfB Lübeck II schießt Eutin 08 mit 6:1 ab, Ben Bäßler erzielt Dreierpack

VfB Lübeck II schießt Eutin 08 mit 6:1 ab, Ben Bäßler erzielt Dreierpack

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
VfB Lübecks Ben Bäßler war gegen Eutin 08 der Man of the Match.
VfB Lübecks Ben Bäßler war gegen Eutin 08 der Man of the Match. © Agentur 54°
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Die Lübecker verstärkten sich mit vier Regionalligaspielern. Eutin erwischte einen gebrauchten Tag.

Ben Bäßler war der überragende Mann am Sonntag beim 6:1-Sieg des VfB Lübeck II im Oberliga-Duell gegen Eutin 08. Der Offensivspieler schnürte vor 80 Besuchern auf dem Lohmühlen-Nebenplatz einen Dreierpack und bereitete ein Tor vor.

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Bäßler war neben Fynn Kleeschätzky, Kani War Uzun und Robin Krolikowski einer von insgesamt vier Regionalliga-Leihgaben bei den Lübeckern. In der vierten Liga kam der 19-jährige und 1,90 m große Angreifer in dieser Saison erst zu einem Kurzeinsatz (eine Minute) beim Heider SV (2:0). Der Dreierpack sollte ihm Selbstvertrauen geben. „Bäßler hat auf der linken Seite stark aufgezogen. Wir haben ihn defensiv nicht in den Griff bekommen“, sagte Eutins Trainer Dennis Jaacks nachher.

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Vom eigenen U23-Coach Lars Hopp gab es ein Sonderlob. „Es freut mich, dass der Knoten bei Ben endlich geplatzt ist. Er hat die letzten Wochen hart gearbeitet“, erzählte der 45-Jährige. Sein Gegenüber sprach von einer verdienten Niederlage und einem gebrauchten Tag für die überforderten Ostholsteiner. „Es war nichts von dem zu erkennen, was letzte Woche noch gut war. Bis zum 1:0 war es ein ausgeglichenes Spiel“, resümierte Jaacks.

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Rosenstädter gaben sich früh auf

Das Schicksal nahm seinen Lauf mit einem bösen Schnitzer von Sören Lepin. Nachdem der Eutiner Abwehrchef als letzter Mann auf seifigem Boden ausgerutscht war, war der Weg für Yasin Varol frei. Der Lübecker Noch-A-Jugendliche („Er ist fleißig und bodenständig“, so Hopp) gehört ab sofort fest zum Kader der Zweiten und schob locker zur Führung (14.) ein. „Das war schon ein bitterer Auftakt“, konstatierte der 08-Coach und ergänzte: „Bei uns gingen zu früh die Köpfe herunter, wofür ich keine Erklärung habe. Uns sind weitere Patzer unterlaufen. Wir waren zu behäbig, waren immer zu spät und sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen. Uns sind einfach zu viele individuelle Fehler unterlaufen. Es fehlte die Spritzigkeit. Der VfB hat sich in der Folge gut eingespielt.“

Tagawa wurde vom VfB Lübeck komplett aus dem Spiel genommen

Vor allem Uzun bekamen die in rot spielenden Gäste unter den Augen von VfB-Sportdirektor Rocco Leeser nicht in den Griff. Der Stürmer ließ sich immer wieder fallen und hatte zu viel Bewegungsradius. Bäßler erhöhte per Doppelschlag (29., 34.), ehe er für Uzun (45. +1) zum 4:0-Pausenstand auflegte. Nachdem Bäßler (60.) nach dem Seitenwechsel erhöhte, gelang Tim Schüler (61.) postwendend der Ehrentreffer für die Ostholsteiner. Ein Beleg dafür, dass die Gäste einen gebrauchten Tag erwischten, war Shojun Tagawa. Der Japaner, der in der Vorwoche noch einen Galaauftritt beim 4:1 gegen den FC Dornbreite zeigte, war an alter Wirkungsstätte komplett abgemeldet. Der Offensivspieler kam nicht in eine Eins-gegen-Eins-Situation.

Dippert feiert Comeback

Erfreulich ist, dass Leon Dippert sein Comeback nach langer Verletzungspause feierte. Der Ex-VfBer wurde in der 76. Minute eingewechselt. Die einseitige Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Kurz darauf erzielte der eingewechselte Minou Tsimba-Eggers (80.) den 6:1-Endstand. „Die Jungs haben gut kombiniert und eine richtig gute Qualität gezeigt“, freute sich Hopp, „das war ein guter Tag, an dem viele Dinge geklappt haben. Hinten haben wir wenig anbrennen lassen, wo Kleeschätzky eine Bank ist.“ Die Lübecker verbesserten sich dank des vierten Sieges, zugleich der höchste in der laufenden Spielzeit, auf den dritten Tabellenplatz.

Keeper Barkmann nicht gefordert

Einen ruhigen Nachmittag erlebte VfB-Torwart Christopher Barkmann, der seine gute Leistung aus der Vorwoche beim SV Preußen Reinfeld (0:0) bestätigen konnte. In der ersten Halbzeit hielt er einen Flachschuss, als es noch 1:0 stand. Der 18-Jährige machte einen ruhigen und sicheren Eindruck. Außer bei einer Szene, als er unter Druck angespielt wurde. In der zweiten Halbzeit blieb er zweimal Sieger im Eins gegen Eins. Beim Gegentor war Barkmann chancenlos.

VfB Lübeck II: Barkmann – Lahu (59. Ahmadi), Meyer, Kleeschätzky (59. Urbanski), Melo – Jetz, Freitag, Krolikowski (59. Tsimba-Eggers), Bäßler (66. Gyamenah) – Uzun, Varol (83. Erfurth).

Eutin 08: Wulf – Fatlum Zymberi, Lepin, Jakubenko – Hill (76. Dippert), Schrake (72. Fatlind Zymberi), L. Schultz (64. Rose), Hermann (64. Rosert) – Schüler (73. Gutzeit), Meins, Tagawa.