26. Januar 2019 / 18:32 Uhr

VfB Lübeck: Kaderplanung geht in heiße Phase

VfB Lübeck: Kaderplanung geht in heiße Phase

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Yannick Deichmann weicht Patrick Hobsch gekonnt aus.
Yannick Deichmann weicht Patrick Hobsch gekonnt aus. © Agentur 54°
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Beim Kampf um einen der 23 freien Kaderplätze sind die Testspieler Tom Scheffel und Koray Kacincoglu nicht mehr mit von der Partie.

Die Trainingseinheit, die der VfB Lübeck am Samstagvormittag (26.1.) absolvierte, hatte ein bisschen Symbolcharakter. Denn auf Einladung von Tolga Tanriverdi, Lübecks Mr. Boxing, enterten die Fußballer den Boxring, hatten Spaß beim Faustkampf Mann gegen Mann. Darum geht es aber auch auf dem Fußballplatz. Der Kampf um die Plätze im Kader geht in die Endphase, es geht um nur 23 Tickets für die Reise ins Trainingslager am kommenden Samstag im spanischen Chiclana.

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Schnoor und Co. mit hohen Anforderungen

Lange hatte der Klub es offen gelassen, wie viele Spieler mit nach Andalusien reisen werden, jetzt zog Sportdirektor Stefan Schnoor einen Schlussstrich. „Wir werden 23 Spieler mitnehmen“, sagte er. „Da bleiben dann einige zuhause – aber jeder hat und hatte die Chance sich anzubieten. Wir spielen nun mal Leistungsfußball und da gelten dann entsprechende Gesetze.“ Dabei steht noch nicht einmal genau fest, wie viele Kandidaten um die 23 Plätze kämpfen. Vier Testspieler hatten zuletzt ihre Visitenkarten bei den Grün-Weißen abgegeben – zwei von ihnen sagte der VfB gestern ab. Tom Scheffel, der Ex-Chemnitzer bekommt ebenso wenig einen Vertrag, wie Koray Kacinoglu (zuletzt Rödinghausen). Schnoor. „Wir haben uns gegen sie entschieden und ihnen das mitgeteilt.“

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Nutzt Noah Plume seine Chance?

Noah Plume dagegen, der 22-Jährige Defensivallrounder, bekommt noch eine weitere Chance. „Er hat bisher nur 45 Minuten beim 1:4 in Bielefeld gespielt, wir wollen ihn noch einmal am Mittwoch im Test gegen Mecklenburg Schwerin sehen“, erklärte der Sportdirektor. Plume war nach 100 Regionalligaspielen für Havelse zu Drittligist Lotte gewechselt, hatte dort nur einen 69-Minuten-Einsatz und stand seit dem 13. August 2018 nicht mehr im Kader der Sportfreunde.

Gewinner des „Castings“ war Innenverteidiger Dongsu Kim. Der VfB will ihn verpflichten, der Südkoreaner möchte gern zur Lohmühle kommen. Jetzt sind die Funktionäre am Zug. Schnoor. „Das ist ein internationaler Transfer, Kim hat zuletzt in Japan gespielt. Da muss einiges bedacht und gecheckt werden.“ Bis Donnerstag hat der VfB Zeit, den Deal unter Dach und Fach zu bringen, am 1. Februar ist das Transferfenster geschlossen.

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Wer sitzt im VfB-Flieger nach Spanien?

Sollten Kim und Plume beide zu den Grün-Weißen stoßen, würden nach dem Abgang von Leon Dippert zu NO-Regionalligist Optik Rathenow und unter Einberechnung des Toptalents Lucas Will 28 Spieler um die 23 Chiclana-Tickets kämpfen – die drei Torhüter Benjamin Gommert, Kevin Tittel und Malte Schuchardt sind gesetzt, bleiben 20 freie Plätze im Flieger, der am Samstag um 14.30 Uhr in Fühlsbüttel in Richtung Jerez abhebt.

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Aleksandar Nogovic und Daniel Franziskus im Sparring. ©

Besonders eng wird es für die Stürmer. Fabio Parduhn wurde nach langer Verletzung bereits gesagt, dass er nicht dabei sein wird und in der U23 Spielpraxis sammeln soll. „Das hat er sehr vernünftig aufgenommen“, sagt Schnoor. „Der Junge ist klar im Kopf, er wird seine Chance bei uns noch bekommen, wir sehen da großes Potenzial.“ Ganz vorn im Stürmer-Ranking ist Toptorschütze Daniel Franziskus. Trainer Rolf Landerl: „Er hat sich einen kleinen Bonus erspielt.“ Und noch etwas deutet Landerl an: „Wer mit nach Spanien fliegt, ist natürlich auch im Kampf um einen Kaderplatz für die Rückrunde weit vorn.“ Es gibt also ausreichend Gründe für jeden Spieler, in der kommenden Woche nochmal Vollgas zu geben.

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