14. August 2019 / 21:04 Uhr

VfB Lübeck stürmt mit 4:0 beim Heider SV an die Regionalliga-Spitze

VfB Lübeck stürmt mit 4:0 beim Heider SV an die Regionalliga-Spitze

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Spitzenreiter! Jubel bei den Lübeckern in Heide.
Spitzenreiter! Jubel bei den Lübeckern in Heide. © Agentur 54°
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Viertes Spiel, vierter Sieg: 4:0 in Heide durch Tore von Ahmet Arslan (2), Kresimir Matovina und Sven Mende

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Vierter Sieg im vierten Spiel: Der VfB Lübeck feierte einen 4:0-Erfolg beim Aufsteiger Heider SV und übernimmt somit die Tabellenführung der Regionalliga Nord.

Landerl lässt routieren

Nur drei Tage nach dem dramatischen DFB-Pokalspiel gegen den FC St. Pauli ließ Trainer Rolf Landerl wie erwartet rotieren. Kapitän Daniel Halke (wie schon am ersten Spieltag beim 3:1 gegen Jeddeloh) und Dennis Hoins waren gar nicht im Kader. „Daniel hat sich eine Pause verdient, weil er im Pokal an die Grenze gegangen ist. Dennis hat muskuläre Wehwehchen nach dem Fight beklagt“, erklärte Trainer Rolf Landerl.

VfB Lübeck: Einzelkritik zum Auswärtssieg beim Heider SV

Lukas Raeder: Zwei Schüsse rauschten knapp an seinem Tor vorbei, auszeichnen konnte er sich über 90 Minuten nicht. In der ersten Hälfte rutschte ihm ein Ball über den Fuß, der im Mittelfeld beim Gegner landete. Machte ansonsten aber einen stabilen Eindruck. Zur Galerie
Lukas Raeder: Zwei Schüsse rauschten knapp an seinem Tor vorbei, auszeichnen konnte er sich über 90 Minuten nicht. In der ersten Hälfte rutschte ihm ein Ball über den Fuß, der im Mittelfeld beim Gegner landete. Machte ansonsten aber einen stabilen Eindruck. ©
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Raeder wird Nummer Eins im Tor, Gommert auf der Bank

Auf der Ersatzbank saßen Tim Weißmann, Yannick Deichmann und Marvin Thiel. Dafür rutschten Dongsu Kim, Sven Mende, Kresimir Matovina sowie die Neuzugänge Sören Lippert und Marcel Schelle (für den Ex-Eichstädter war es der erste Einsatz von Beginn) in die Startelf. Im Tor entschied sich Landerl erneut für Neuzugang Lukas Raeder, der vorerst die Nummer Eins beim Titelkandidaten ist. Dazu sagte Landerl: „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir das so entschieden. Die Entscheidung war nicht einfach. Ein paar Gründe sprechen für Lukas.“

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HSV-Stürmer Gieseler beschäftige VfB-Abwehr

Die Lübecker wollen sich den Pokalfrust von der Seele schießen, die sich im ersten Durchgang vor 2522 Zuschauern im altehrwürdigen Stadion an der Meldorfer Straße aber schwer taten. Die weiter punktlosen Heider versteckten sich nicht. Vor allem der großgewachsene Stürmer Jonah Gieseler beschäftige die neu formierte VfB-Abwehr. So hatten die Dithmarschener auch die erste Möglichkeit. Nachdem Gieseler von der Grundlinie zurück in die Strafraum passte, schoss Alex Hardock in Rücklage über das Tor (5.). Den ersten Weckruf gab es von Ahmet Arslan, der es aus 25 Metern versuchte. Der Abpraller landete direkt vor den Füßen von Stürmer Patrick Hobsch. Doch HSV-Torwart Torben Franzenburg lenkte dessen Nachschuss reaktionsschnell zur dritten Ecke für die Gäste (21.).

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Arslan sorgte für die Erlösung

Danach ließ Gieseler zweimal aufhorchen (27., 28.), ehe Arslan (35.) für die erlösende 1:0-Führung sorgte. Nach einer perfekten Rechtsflanke von Florian Riedel zog „Ahmo“ in der Mitte per Seitfallzieher ab – der Ball trudelte vom linken Innenpfosten ins Tor. Doch die Gastgeber blieben dran. Und wieder war es der agile Gieseler, der für Gefahr sorgte. Sein Schuss ging nur knapp flach rechts vorbei (37.). Die Gäste waren zwar die reifere Mannschaft, ein Unterschied war es bis dahin aber nicht zu erkennen. Wie es HSV-Trainer Sönke Beiroth vorher noch gesagt hatte. Die HSV-Fans waren zufrieden und verabschiedeten Kapitän Quade & Co. mit Applaus in die Pause.

Geduldsspiel gewonnen

„Das war das erwartet schwere Spiel, weil Heide uns am Anfang hoch angelaufen ist. Wir haben das zu langsam hinten gestaltet“, resümierte Landerl. Das sei ein Geduldsspiel gewesen. „Der Sieg ist am Ende verdient.“ Der doppelte Torschütze Arslan meinte: „Heide hat alles reingeworfen. Sie wollten mehr, als in jedem anderen Spiel. Wir haben zu lange gebraucht. Es geht besser, ist aber auch nicht selbstverständlich nach dem Pokal, der bei einigen noch in den Köpfen steckte, und vor dieser Kulisse.“ Nach dem Seitenwechsel setzte sich zunehmend die individuelle Qualität der Grün-Weißen durch.

Der VfB Lübeck feiert den 4:0-Sieg über den Heider SV mit seinen Fans.

250 mitgereiste Fans feierten ihre Mannschaft

Für die Vorentscheidung sorgte Matovina (65.), der nach Vorlage des eingewechselten Deichmann aus zentraler Position ins leere Tor zum 0:2 einschob. Die Kräfte bei den couragierten Heidern ließen jetzt nach und die Gäste bauten das Ergebnis weiter aus. Erst scheiterte Arslan an Schlussmann Franzenburg (72.), ehe der Stürmer (73.) nach erneut guter Deichmann-Vorarbeit erhöhte. Kurz darauf hatte Arslan, der bester Lübecker war, Feierabend. Für ihn feierte Neuzugang Nicolas Hebisch sein Debüt im VfB-Dress. Das 0:4 markierte Mende (88.). „Karneval in Lübeck“ und „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, feierten die rund 250 mitgereisten VfB-Fans. Schon am kommenden Sonnabend geht es weiter, wenn die Zweitligareserve des FC St. Pauli an der Lohmühle (14 Uhr) gastiert.

Statistik zum Spiel

Heider SV: Franzenburg – Neelsen, Quade, Schröder – Hardock (89. Mittelbach), Wansiedler, Hahn, Ehlert, Peters (89. Ay) – Wolf (70. Kieselbach), Gieseler.
VfB Lübeck: Raeder – Riedel, Lippert, Grupe, KIm, Matovina – Mende, Malone, Schelle (59. Deichmann) – Hobsch (65. Parduhn), Arslan (74. Hebisch).
Schiedsrichterin: Susann Kunkel (Hamburg).
Zuschauer: 2522.
Tore: 0:1 Arslan (35.), 0:2 Matovina (65.), 0:3 Arslan (73.), 0:4 Mende (86.).
Gelbe Karte: Fehlanzeige.

VfB Lübeck siegt beim Heider SV

HSV-Coach Sönke Beiroth auf Tuchfühlung mit dem Gästeblock.  Zur Galerie
HSV-Coach Sönke Beiroth auf Tuchfühlung mit dem Gästeblock.  ©
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