13. März 2022 / 10:38 Uhr

VfB Lübeck U19: Debüt von Interimstrainer Marcello Meyer misslingt

VfB Lübeck U19: Debüt von Interimstrainer Marcello Meyer misslingt

Lisa Wittmaier
Lübecker Nachrichten
Marcello Meyer beim ersten Spiel als Cheftrainer der U19 vom VfB Lübeck gegen FC Eintracht Norderstedt.
Marcello Meyer beim ersten Spiel als Cheftrainer der U19 vom VfB Lübeck gegen FC Eintracht Norderstedt. © Marcel Hansen/hfr
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Der VfB Lübeck verliert das Duell gegen den Tabellenführer knapp mit 2:3. Die letzten vier Spielen muss die U19 unbedingt gewinnen. Meyer glaubt an sein Team.

Nachdem Marcello Meyer vor gut einer Woche die U19 vom VfB Lübeck von Marc Fischer übernommen hat, gab es im ersten Spiel eine knappe 2:3-Niederlage für den Regionalligisten. Dabei lief alles wie geplant - Meyer hatte seine Jungs bestens auf FC Eintracht Norderstedt eingestellt und das Team ging dank eines Eigentores durch Piotr Ziolek nach fünf Minuten in Führung. "Wir haben alles so umgesetzt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir haben hoch gepresst, die Zweikämpfe gewonnen und hatten Norderstedt im Griff. Die sind gar nicht erst zur Entfaltung gekommen", berichtet der Coach. Durch eine Standardsituation kam der Tabellenführer aus Hamburg zum Ausgleichstreffer durch Berat Palak (25.).

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"Ich kann nicht sagen, was passiert ist!"

Nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste aus Lübeck dank eines erneuten Eigentores wieder. Dieses Mal war Visar Mehmeti (51.) der Unglücksrabe auf Seiten der Norderstedter. Der VfB legte sogar zum 3:1 nach, jedoch entschied sich der Schiedsrichter nach einer undurchsichtigen Situation, das Tor nicht zu geben. "Ich kann es bislang immer noch nicht genau sagen, was passiert ist. Norderstedt wollte wechseln, obwohl der Spieler noch nicht bereits war und der Wechsel abgebrochen wurde, sodass das Spiel weiter ging. Beide Mannschaften agierten normal weiter, wir eroberten den Ball und machten das Tor. Danach nahm der Schiedsrichter das Tor zurück", beschreibt Marcello Meyer die Situation.

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Zwei Standardtore entscheiden das Spiel

In den letzten zehn Minuten des Spiels erhöhte der Tabellenführer den Druck und konnte das Spiel durch einen schnellen Doppelpack von Ron Borgmann (83., 85.) drehen. "Auch das zweite Tor ist durch einen Standard gefallen. Das müssen wir einfach besser verteidigen, dann gewinnen wir das Spiel", ärgert sich Meyer über die Entstehung der Tore. Trotzdem ist der Trainer zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir haben gut gespielt, waren von Beginn an fokussiert und on fire. Jeder, der das Spiel gesehen hat, wird bestätigen, dass wir nicht wie ein Tabellenletzter aufgetreten sind. Es war einfach unglücklich."

Strauß sah die gelb-rote Karte, Weiche vor der Brust

Kurz vor Schluss sah Keeper Sjard Strauß, nachdem er einen Konter nur mit einem Foul unterbinden konnte, die Ampelkarte und fehlt im kommenden Spiel gegen SC Weiche Flensburg (20.03, 14 Uhr). "Mit Lasse Thielen haben wir einen sehr guten zweiten Torwart. Durch den Wechsel haben wir keinen Qualitätsverlust", sagt Meyer.

Meyer ist vom Klassenerhalt überzeugt

Mit nur vier geholten Punkten steht der VfB Lübeck aktuell mit dem Rücken zur Wand. Noch verbleiben vier Spiele, die jeweils Endspiele sind, um den Abstieg zu verhindern. Auch weil noch nicht feststeht, wie viele Teams absteigen werden, ist Meyer vom Klassenhalt überzeugt: "Ich glaube fest an das Team und das wir es packen. Wenn du unten stehst, dann läuft es oft gegen einen, so wie heute. Wir glauben an uns und werden den Bock nächste Woche umstoßen. Wenn wir so auftreten wie gegen Norderstedt, werden wir uns auch das notwendige Glück erarbeiten und punkten."