10. September 2021 / 14:26 Uhr

VfB/SC-Ziel ist ein Mittelfeldplatz: „Wir haben genügend Qualität“

VfB/SC-Ziel ist ein Mittelfeldplatz: „Wir haben genügend Qualität“

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Lucas Gredner (hinten) und Co. streben in der 2. Bundesliga Nord einen Platz im Mittelfeld an.
Lucas Gredner (hinten) und Co. streben in der 2. Bundesliga Nord einen Platz im Mittelfeld an. © Foto: Ralf Büchler
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Die 2. Bundesliga Nord sei derzeit schwer einschätzbar, sagt der Peiner Badminton-Coach Heiner Brandes. Er ist sich aber sicher, dass seine Mannschaft stark genug ist, um in jedem Spiel etwas mitnehmen zu können.

Mehr Konstanz geht kaum: 1997 übernahm er das Traineramt beim VfB/SC Peine, der damals gerade in die Badminton-Bezirksklasse abgestiegen war – nun geht Heiner Brandes in seine 25. Saison beim VfB/SC. „Es ist kaum zu fassen, wie lange ich schon hier bin“, erklärt der Coach lachend. Seine damalige Verpflichtung erwies sich als Glücksgriff für den Verein, formte er ihn doch zur Nummer 1 in Niedersachsen. Den vorläufigen Höhepunkt der Peiner Erfolgsstory gab es im April 2017, als das Team in die zweite Bundesliga aufstieg. Das Schöne dabei: Etliche Spielerinnen und Spieler wie Lucas und Laura Gredner sowie Lukas und Lisa Behme coachte Brandes bereits in der Jugend. Dadurch habe sich über all die Jahre ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und ein toller Zusammenhalt entwickelt, sagt der 58-Jährige. Und genau deswegen mache die Arbeit mit diesem Team auch immer noch riesigen Spaß, betont Brandes. Mit der PAZ sprach er über...

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…die Zugänge: „Wolf-Dieter Papendorf ist aus Gifhorn zu uns gewechselt. Ich habe ihn schon in der Jugend gecoacht und ihm immer gesagt, dass er eigentlich im falschen Verein ist – jetzt hat er es endlich zu uns nach Peine geschafft. Er ist ein guter Doppel-Spieler und ist für uns eine optimale Ergänzung, weil Lukas Behme arbeitsbedingt nicht mehr so oft dabei sein kann. Zudem kann er auch Mixed spielen. Wolf-Dieter war ein Wunschspieler von mir, da er nicht nur sportlich, sondern auch menschlich super ins Team passt.“

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…die Abgänge: „Leider hat uns Florentine Schöffski verlassen. Sie studiert in Köln und hat sich dem TV Refrath angeschlossen, weil sie dort die Option hat, Bundesliga zu spielen. Ich kann ihre Entscheidung nachvollziehen, da es für sie als Jugend-Nationalspielerin der nächste logische Schritt ist – ihr Weggang tut uns aber weh.“

…die lange Pause durch Corona: „Das ist die große Unbekannte, weil wir momentan nicht genau einordnen können, wie fit wir sind und wo wir leistungsmäßig stehen. Vor kurzem ist Lucas Gredner bei der Deutschen Meisterschaft im Mixed zwar Fünfter geworden, aber man merkte schon, dass die Wettkampfpraxis noch fehlt. Das war auch im Doppel-Wettbewerb zu sehen, als Lucas und Lucas Bednorsch in Runde zwei ausgeschieden sind. Wir haben in den vergangenen Monaten viel und gut trainiert, aber Punktspiele sind eben doch etwas anderes. Deshalb werden wir sicherlich auch etwas Zeit benötigen, um wieder reinzufinden.“

…das Saisonziel: „Wir wollen möglichst früh nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Belegen wir am Ende einen sicheren Mittelfeldplatz, wäre ich zufrieden. Denn in dieser Saison sind wieder Ausländer zugelassen, so dass einige Mannschaften stärker sein werden als noch in der vergangenen Serie. Es ist allerdings schwer, eine Prognose abzugeben, da man nicht weiß, ob die ausländischen Spieler einreisen dürfen und wie fit sie sind. Aber da wir genügend Qualität im Team haben, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir in vielen Spielen zumindest immer einen Punkt mitnehmen können – unabhängig davon, wie der Gegner besetzt ist.“

…das aktuell größte Problem: „Zuletzt haben wir aus den unterschiedlichsten Gründen nicht oft gemeinsam trainieren können – das war schon schade. Es waren häufig nur kleinere Gruppen. Deshalb ist es auch mein Wunsch, dass ich mal wieder über einen längeren Zeitraum mit dem kompletten Team trainieren kann.“


…die beiden Gegner zum Start: „Unser Auftakt-Programm ist schon ziemlich schwer. Insbesondere das erste Spiel gegen den BV Mülheim ist gleich eine Herausforderung, weil das Team starke Damen und einen Ausländer an Position 1 hat – da ist für uns von einer knappen Niederlage bis zu einem knappen Sieg alles drin. Mit einem Punkt könnte ich gut leben, zwei Zähler wären top. Auch Köln wird eine harte Nuss und war schon im vergangenen Jahr sehr unbequem zu bespielen. Letztlich hängt vieles davon ab, in welcher Aufstellung die Kölner und auch die Mülheimer antreten. Auf jeden Fall aber wollen wir in beiden Partien nicht leer ausgehen.“

Zuschauer nach der 3G-Regel zugelassen

Gleich mit zwei Heimspielen startet Badminton-Zweitligist VfB/SC Peine in die neue Saison: Am heutigen Samstag (14 Uhr) trifft der VfB/SC in der Vöhrumer BBS-Halle auf den BV Mülheim, am Sonntag (12 Uhr) geht es an gleicher Stätte gegen den 1. CfB Köln. In beiden Partien hofft der Gastgeber auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung. „Zuschauer sind wieder zugelassen“, freut sich Peines Coach Heiner Brandes. Allerdings gelte die 3G-Regel. Heißt: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test vorweisen, „der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Wir werden alle Leute beim Einlass überprüfen“, sagt Brandes. Zudem sei beim Betreten der Halle eine Maske Pflicht. „Und die darf erst am Sitzplatz abgenommen werden“, erläutert er.

Der Kader des VfB/SC Peine

Zugänge: Wolf-Dieter Papendorf (BV Gifhorn).
Abgänge: Florentine Schöffski (TV Refrath).
Der Kader: Lucas Gredner, Lukas Behme, Lucas Bednorsch, Frank Juchim, Niklas König, Mirco Ewert, Wolf-Dieter Papendorf, Nadine Cordes, Laura Gredner, Larina Tornow, Lisa Behme.*
Trainer:
* Heiner Brandes.
Ziel: Sicherer Mittelfeldplatz.