26. Februar 2020 / 13:11 Uhr

VfB/Ski-Club Peine verliert seinen polnischen Spitzenspieler

VfB/Ski-Club Peine verliert seinen polnischen Spitzenspieler

Christian Meyer
Peiner Allgemeine Zeitung
Krzysztof Jakowczuk schmettert im Sprung den Federball. Der Pole spielt künftig nicht mehr für den VfB/SC Peine.
Krzysztof Jakowczuk schmettert im Sprung den Federball. Der Pole spielt künftig nicht mehr für den VfB/SC Peine. © Ralf Büchler
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Do widnezia i dziękuję, auf Wiedersehen und danke! Der polnische Spitzenspieler Krzysztof Jakowczuk wird kommende Saison nicht mehr für die Badminton-Asse vom Zweitliga-Rückkehrer VfB/Ski-Club Peine aufschlagen. Der Verein möchte vermehrt auf Spieler aus der Region setzen. 

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Nach der Verpflichtung von Erstliga-Spieler Lucas Bednorsch aus Wittorf haben sich die Peiner dazu entschieden, die Zusammenarbeit mit dem Sport-Studenten aus Warschau zu beenden – mit Bauchschmerzen.

Denn: „Krysztof ist ein super Typ, super hilfsbereit. Er war voll integriert“, lobt VfB/SC-Kapitän Lucas Gredner. Der Pole habe keine Star-Allüren gezeigt und wie selbstverständlich auch bei Auf- und Abbau geholfen und sogar mal Trainingspläne für seine Peiner Kollegen geschrieben. Finanzielle Gründe habe die Trennung nicht, betont Gredner, obwohl der polnische Spitzenspieler für die Regionalliga-Spiele extra per Flugzeug oder Bahn anreiste. Doch: „Der Aufwand der hinter seinen Einsätzen steckt, ist nicht das, was wir eigentlich wollen“, sagt Gredner. Der VfB/Ski-Club wolle gerne eine Mannschaft mit regionalen, deutschen Spielern betreiben. Und nachdem die Zusage von Lucas Bednorsch kam, habe man reagieren müssen. Die Trennung von Krzysztof Jakowczuk sei eine Entscheidung für die anderen Teammitglieder gewesen, die zwar ebenfalls zum Aufstieg beitrugen, aber künftig keinen Platz im Team mehr gefunden hätten.

Mehr regionales Badminton

Lucas Gredner freut sich aber, dass Jakowczuk sich um seine Zukunft keine Sorgen machen muss. „Er hat Angebote aus Polen, Tschechien und der Schweiz. Und das Gute für ihn ist, in vielen europäischen Ligen ist es erlaubt, parallel zu spielen. In Deutschland geht das nicht.“

Auch Peines Trainer Heiner Brandes bedauert die Trennung. Denn: „Krzysztof war ein sehr, sehr angenehmer Zeitgenosse, etwas ruhiger. Deshalb passte er auch so gut in die Mannschaft.“ Mit der famosen Einzel-Bilanz von 11:0-Siegen und 22:0-Sätzen trug der Pole entscheidend zum Aufstieg bei. „Er wäre auch in der 2. Liga für den einen oder anderen Punkt gut gewesen“, ist sich Brandes sicher.

VfB/SC-Kapitän Lucas Gredner ist optimistisch, dass das auch Neuzugang Lucas Bednorsch gelingt, der zudem ein bärenstarker Doppelspieler ist. „In Summe sind wir so sicherlich sogar etwas stärker.“

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