09. März 2020 / 22:25 Uhr

VfB Stuttgart verspielt Heimsieg gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld - Gomez-Tor reicht nicht

VfB Stuttgart verspielt Heimsieg gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld - Gomez-Tor reicht nicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Das sechste Saisontor von Mario Gomez reichte nicht zum VfB-Heimsieg im Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld.
Das sechste Saisontor von Mario Gomez reichte nicht zum VfB-Heimsieg im Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld. © imago images/Pressefoto Baumann
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Der VfB Stuttgart hat es nicht geschafft, im Zweitliga-Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld eine 1:0-Führung ins Ziel zu retten. Kurz nach der Auswechslung von Torschütze Mario Gomez konnte das beste Auswärtsteam der Liga die zweite Niederlage auf fremdem Platz noch abwenden.

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Das Spitzenspiel der 2. Bundesliga zwischen dem VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld am Montagabend vor 54 302 Zuschauern endete 1:1-unentschieden. Beinahe genauso wichtig wie das Ergebnis war die Zuschauerzahl dieser Partie. Der Grund: Es könnte das vorerst letzte Spiel im deutschen Profifußball gewesen sein, das mit Fans im Stadion ausgetragen wurde. Die aktuelle Coronavirus-Krise könnte in den kommenden Wochen zu vielen sogenannten Geisterspielen führen.

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Durch den Punktgewinn schob sich der VfB Stuttgart wieder am Hamburger SV vorbei auf den zweiten Platz. Den Abstand nach vorn konnten die Schwaben jedoch nicht verkürzen, Bielefeld bleibt mit sechs Punkten Vorsprung klarer Aufstiegsfavorit.

Der frühere Nationalspieler Holger Badstuber kehrte bei den Schwaben in die Startelf zurück. Für den Verteidiger war die Heimpartie gleichbedeutend mit dem ersten Pflichtspieleinsatz in diesem Jahr. Nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich verdrängte Badstuber Atakan Karazor auf die Ersatzbank. Im Vergleich zum jüngsten 0:2 bei der SpVgg Greuther Fürth spielten diesmal auch die beiden Stürmer Mario Gomez und Nicólas González von Beginn an.

Gomez und González sorgen für mehr VfB-Offensivpower

Die neue Offensivpower machte sich von Beginn an bemerkbar, denn anstelle des besten Auswärtsteams der 2. Liga sorgte das beste Heimteam zunächst für mehr Gefahr. Bereits in der dritten Minute landete eine Flanke von Daniel Didavi über Umwege bei Gomez, der jedoch den eigenen Mann traf. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften allerdings größtenteils, wenngleich die Hausherren etwas mehr Engagement in der Offensive an den Tag legten.

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Wie dringend der VfB diesen Heimsieg wollte und brauchte, wurde nach der Pause deutlich. Bei einer Niederlage wäre der Tabellenführer aus Ostwestfalen auf neun Punkte Vorsprung davon gezogen. Das wollten die Stuttgarter unbedingt verhindern und erhöhten den Druck in der zweiten Halbzeit. Dafür wurden sie durch einen Gomez-Treffer (53.) belohnt. Eine maßgenaue Flanke von González erreichte den Goalgetter, der freistehend zu seinem sechsten Saisontor einköpfen konnte.

Der VfB versäumte es jedoch, auf das zweite Tor zu drängen - auch Trainer Pellegrino Matarazzo wähnte sich offensichtlich in Sicherheit und wechselte den vermeintlichen Siegtorschützen nach 73 Minuten aus. Nur drei Minuten später schlug die Arminia zu. Joker Cebio Soukou kam auf Höhe des linken Pfostens an den Ball und fackelte nicht lange. Sein strammer Flachschuss zappelte im Netz - der Ausgleich für die Gäste. Dabei sollte es letztlich auch bleiben, wenngleich in der Schlussphase Bielefeld sogar näher am Auswärtssieg als Stuttgart am Heimerfolg war.

Kein kurzfristiges Geisterspiel aus sicherheitsrelevanten Aspekten

Trotz der Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn, wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen, fand das Spiel mit Publikum statt. Insbesondere aus sicherheitsrelevanten Aspekten war davon abgesehen worden, die Zuschauer kurzfristig auszuschließen, wie die Stadt Stuttgart und der VfB mitgeteilt hatten.

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