28. August 2022 / 17:26 Uhr

Zweimal Rot und keine Tore in Köln: VfB Stuttgart verspielt Chance auf ersten Saisonsieg

Zweimal Rot und keine Tore in Köln: VfB Stuttgart verspielt Chance auf ersten Saisonsieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der VfB Stuttgart blieb auch gegen den 1. FC Köln sieglos.
Der VfB Stuttgart blieb auch gegen den 1. FC Köln sieglos. © IMAGO/Pressefoto Baumann/Treese (Montage)
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Der VfB Stuttgart hat sich aufgrund zahlreicher ausgelassener Chancen und einer Undiszipliniertheit um den durchaus möglichen ersten Saisonsieg gebracht. So reichte es beim 1. FC Köln am Ende nur zu einem Remis, das eigentlich auch für die Gastgeber zu wenig ist.

Mangelnde Chancenverwertung und eine überflüssige Rote Karte haben den VfB Stuttgart um den lange Zeit möglich erscheinenden ersten Bundesliga-Sieg der Saison gebracht. Beim 0:0 beim 1. FC Köln ließen die Schwaben bis zum Platzverweis für Luca Pfeiffer (56.) zahlreiche gute Möglichkeiten aus und mussten aufgrund der langen numerischen Unterlegenheit am Ende sogar mit der Punkteteilung zufrieden sein. Auch für die Gastgeber ist das Remis eigentlich zu wenig. Die Rheinländer sind nach vier Spielen zwar weiter ungeschlagen, haben aber auch erst einen Dreier auf dem Konto. Bitter für den VfB: Trainer Pellegrino Matarazzo sah von Schiedsrichter Harm Osmers in der 72. Minute die Gelb-Rote-Karte und wird dem Team am kommenden Samstag gegen Schalke 04 fehlen.

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Die Vorbereitung auf die Partie wurde beim VfB weiterhin vom Wechsel-Wirbel um Sasa Kalajdzic begleitet. Wie Matarazzo unmittelbar vor dem Anpfiff bei DAZN erklärte, habe man sich nach einem Gespräch mit dem von den Wolverhampton Wanderers umworbenen Stürmer darauf verständigt, in Köln auf ihn zu verzichten. Kalajdzic habe sich "nicht frei genug im Kopf gefühlt, um heute auf dem Platz performen zu können", erläuterte der Coach, der statt des Österreichers auf Pfeiffer im Angriff setzte. FC-Trainer Steffen Baumgart nahm im Vergleich zum Conference-League-Spiel beim FC Fehervar am vergangenen Donnerstag fünf Veränderungen in seiner Startelf vor.

Für zwei der Neuen nahm die Partie aber schon in den ersten Minuten einen unerfreulichen Verlauf. Innenverteidiger Julian Chabot zog sich bei einem Duell mit Konstantinos Mavropanos eine Kopfverletzung zu, konnte mit einem dicken Verband am Schädel aber weiterspielen. Anders sah es bei Mathias Olesen aus. Für den Luxemburger war aufgrund einer Knöchelverletzung schon nach einer guten Viertelstunde Schluss. Für ihn kam Ondrej Duda in die Partie (17.).

Mit Blick auf das Sportliche sorgte der VfB für die erste Aufregung der Begegnung. Nach schönem Zuspiel von Chris Führich scheiterte Silas aus guter Position am glänzend reagierenden Kölner Torhüter Marvin Schwäbe (22.). Überhaupt wirkten die Stuttgarter im Spiel nach vorn weitaus gefährlicher als die Gastgeber - auch wenn Baumgarts Mannschaft zum Ende des ersten Durchgangs die große Chance zur Führung hatte. Statt den Ball aus rund zehn Metern zu versenken, säbelte der unbedrängte Ex-Nationalspieler Jonas Hector über die Kugel und ließ die Möglichkeit ungenutzt verstreichen (37.). Wenige Sekunden später entschärfte Schwäbe einen weiteren Versuch von Silas (38.). Einen Kopfball von Chabot kratzte Mavropanos von der Linie (45.+2).

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Auch mit Beginn der zweiten Hälfte setzte sich das Duell zwischen Schwäbe und Silas fort, wobei der Kölner Keeper auch in der 48. und 50. Minute das bessere Ende für sich hatte. Nach dem Platzverweis für Pfeiffer, der Timo Hübers im Mittelfeld mit einem eisenharten und überzogenen Einsteigen umgrätschte, verlagerten sich die Vorteile mehr und mehr in Richtung der Platzherren. Allerdings gelang es dem FC kaum einmal, für wirkliche Gefahr zu sorgen. Zu ungenau und ideenlos agierte man im Spiel nach vorn. Bei den Stuttgartern wurden die Nerven offenbar trotzdem immer angespannter. Matarazzo musste nach einem lautstarken Protest gegen eine Entscheidung von Osmers auf die Tribüne. Ohne Cheftrainer auf der VfB-Bank ging die Partie schließlich torlos zu Ende.

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