08. September 2019 / 18:40 Uhr

Chef-Suche beim VfB Stuttgart: Jürgen Klinsmann versöhnlich - Thomas Berthold motzt: "Provinztheater"

Chef-Suche beim VfB Stuttgart: Jürgen Klinsmann versöhnlich - Thomas Berthold motzt: "Provinztheater"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klinsmann gibt sich nach der Absage an den VfB Stuttgart versöhnlich. Thomas Berthold motzt dagegen.
Jürgen Klinsmann gibt sich nach der Absage an den VfB Stuttgart versöhnlich. Thomas Berthold motzt dagegen. © imago images / DeFodi
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Die Suche nach geeigneten Führungskräften hält den VfB Stuttgart weiter auf Trab. Jürgen Klinsmann macht die Tür nach seiner Absage wieder auf. Thomas Berthold schimpft über die jüngsten Vorgänge. Und auch Guido Buchwald will mitmischen.

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In der zweiten Halbzeit kickten Jürgen Klinsmann und Thomas Hitzlsperger gemeinsam in einem Team. Der Einsatz für den guten Zweck brachte den früheren Weltmeister mit dem VfB-Sportvorstand zusammen. Dass Klinsmann dem VfB Stuttgart auch aufgrund der aktuellen Führungskonstellation erst vor wenigen Tagen abgesagt hatte, änderte daran am Sonntag in Geislingen nichts. Gut gelaunt verzichtete Klinsmann am Rande eines Benefizspiels in seiner ehemaligen Fußball-Heimat nach den gescheiterten Gesprächen mit dem VfB auf Kritik - ganz anders als Ex-Nationalspieler Thomas Berthold, der die Suche der Schwaben nach neuen Führungskräften als „Provinztheater“ bezeichnete.

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Klinsmann hält es für möglich, irgendwann einen Posten beim Zweitligisten zu übernehmen. „Die Tür bleibt immer offen. Ich bin VfB-Fan“, sagte er und wies auch auf die Schnelllebigkeit des Fußball-Geschäfts hin: „Wer weiß, wie die Konstellation später mal ist, aber im Moment passt es nicht.“ Der Wahl-Amerikaner hatte mit dem Gedanken gespielt, den neu geschaffenen Posten des Vorstandsvorsitzenden zu übernehmen. Die Gespräche waren jedoch nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen, das Werben des Klubs war seinem Empfinden nach nicht groß genug. VfB-Aufsichtsratschef Bernd Gaiser fand Klinsmanns Entscheidung bedauerlich und dessen Aussagen nicht nachvollziehbar. „Ich will da niemanden angehen“, sagte Klinsmann jetzt versöhnlich.

Klinsmann & Co. kicken für den guten Zweck

Bei der Rückkehr zu dem Verein, für den er einst schon in der Jugend spielte, stand für den Ex-Stürmer ein anderes Thema im Fokus. Gemeinsam mit zahlreichen Altstars wie Berthold, Guido Buchwald, Cacau und Gerald Asamoah sammelte er mit seinem Auftritt Geld für ein neues Kinderhaus in Geislingen. Eine Halbzeit lief er im weißblauen Trikot für das Team Schwaben auf und schoss zwei Tore. In der zweiten Hälfte trug er das schwarze Outfit des Team Welt, das im Regen vor rund 3000 Zuschauern 7:6 gewann.

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Abseits des Rasens war jedoch seine Absage an seinen Herzensklub und die Zukunft des VfB omnipräsent. Die Führungskonstellation wird sich Mitte Dezember mit der Wahl eines neuen Präsidenten wieder ändern. In das Rennen um die Nachfolge des zurückgetretenen Wolfgang Dietrich könnte auch Klinsmann-Fürsprecher Buchwald einsteigen. Der 58-Jährige kann sich eine Kandidatur vorstellen, hat darüber nach eigenen Worten aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September. „Vielleicht kann man ein paar Dinge besser machen. Das Dringendeste ist, zu vereinen“, sagte der Weltmeister von 1990.

Berthold: "Ich bin kein Grüß-Gott-August"

Ob Buchwald im Falle des Erfolgs dann doch Klinsmann einbinden würde? „Das ist sehr weit hergeholt“, behauptete er: „Im Moment spielt der Jürgen keine Rolle.“ Wie Buchwald bedauerte auch Berthold, dass Klinsmann und der VfB nicht zusammengekommen sind. Berthold will in den Aufsichtsrat, aus dem Buchwald im Februar zurückgetreten war. Der frühere Verteidiger forderte aber erneut mehr sportliche Kompetenz in den Führungsgremien und übte scharfe Kritik. „Ich bin kein Grüß-Gott-August, der einen freien Platz im Aufsichtsrat anwärmt. Entweder ist man in der Lage, was gemeinsam zu entscheiden mit Leuten, die was vom Geschäft verstehen, oder eben nicht.“ Vorstandsvorsitzender wolle er aber nicht werden.

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