05. September 2019 / 16:40 Uhr

VfB Stuttgart kanzelt Jürgen Klinsmann ab: Vorwürfe "nicht nachvollziehbar"

VfB Stuttgart kanzelt Jürgen Klinsmann ab: Vorwürfe "nicht nachvollziehbar"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klinsmann wird nicht Vorstandschef beim VfB Stuttgart.
Jürgen Klinsmann wird nicht Vorstandschef beim VfB Stuttgart. © imago images / MaBoSport
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Nach der öffentlichen Absage von Jürgen Klinsmann an den VfB Stuttgart und den darin erhobenen Vorwürfen gegen Zweitligisten hat der Klub nun auf den Ex-Bundestrainer reagiert - mit Befremden und einem Gegen-Angriff.

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Lange Zeit sah es danach aus, dass es zwischen Jürgen Klinsmann und "seinem" VfB Stuttgart zu einer neuerlichen Annäherung und einer zweiten Erfolgsgeschichte kommen könnte. Der ehemalige Bundestrainer war in den vergangenen Monaten als neuer Vorstandsvorsitzender des Zweitligisten im Gespräch - eine Position, die offenbar beiden Parteien zumindest anfangs sehr gut zusagte. Doch aus dem avisierten Engagement des 55-Jährigen an alter Wirkungsstätte wird nichts.

Am Mittwoch hatte Klinsmann dem VfB abgesagt - wegen einer "nicht zielführenden Kommunikation". Der ehemalige Stürmer der Schwaben, der von 1984 bis 1989 beim VfB spielte und dort seine Weltkarriere startete, ging hart mit seinem Ex-Klub ins Gericht. Die Verhandlungen seien "ohne jegliche Dringlichkeit" geführt worden, das habe ihn irritiert: "Dem VfB drücke ich selbstverständlich - wie immer - weiterhin alle Daumen und hoffe, dass er bald wieder in den Regionen spielt, wo er aufgrund seiner Möglichkeiten auch hingehört."

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VfB-Interimschef Gaiser: Aussagen von Jürgen Klinsmann "haben uns überrascht"

Nun hat der VfB auf diese Vorwürfe reagiert - und seinerseits einen Gegen-Angriff in Stellung gebracht. "Die Aussagen von Jürgen Klinsmann, dass die Kommunikation nicht zielführend und ohne jegliche Dringlichkeit seitens des VfB gewesen sein soll, haben uns überrascht und sind nicht nachvollziehbar", sagte Interimspräsident Bernd Gaiser.

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Eigentlich sollte am Samstag im Anschluss an das DFB-Länderspiel gegen die Niederlande, bei dem Klinsmann als Experte von RTL im Einsatz ist, eine weitere Verhandlungsrunde anstehen. Gaiser bedauerte, "dass nach einem ersten konstruktiven Gespräch mit ihm nun keine Vertiefung der Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit stattfinden wird" und erklärte: Klinsmann habe gewusst, "dass wir auch Gespräche mit weiteren Kandidaten führen und der sorgfältige Auswahlprozess für die Position des Vorstandsvorsitzenden längere Zeit in Anspruch nehmen wird".

Klinsmann hatte dem Klub per Mail abgesagt. Als weitere Kandidaten bei Stuttgart gelten der frühere Düsseldorf-Chef Robert Schäfer, der angeblich schon eine Einigung mit dem früheren VfB-Präsidenten Wolfgang Dietrich hatte, Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle, der früher beim VfB arbeitete und Bernhard Heuser, der früher Präsident des FC Basel war. Auch als Option gilt, dass Thomas Hitzlsperger vom Sportvorstand zum Vorstandschef befördert wird. Klinsmanns früherer Teamkollege Guido Buchwald bringt sich derweil als Präsident in Stellung.

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Im Jahr 1987 bestreitet Jürgen Klinsmann (oben links) sein erstes Länderspiel. Das Testspiel gegen Brasilien endet 1:1 unentschieden. © dpa

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