14. Juli 2019 / 19:32 Uhr

Eklat beim VfB Stuttgart: Mitgliederversammlung abgebrochen

Eklat beim VfB Stuttgart: Mitgliederversammlung abgebrochen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart musste abgebrochen werden.
Die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart musste abgebrochen werden. © dpa
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Chaos beim VfB Stuttgart. Der Bundesliga-Absteiger musste seine Mitgliederversammlung wegen technischer Probleme abbrechen. Zuvor wurde verkündet, dass Stuttgart einen Millionenverlust macht. Mitte September soll die neue Mitgliederversammlung durchgeführt werden.

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Die Führungskrise des VfB Stuttgart um den umstrittenen Präsidenten Wolfgang Dietrich nimmt skurrile Züge an. Kurz vor der auf der Tagesordnung vermerkten Abstimmung über seine Abwahl brach der 70-Jährige die Mitgliederversammlung am Sonntag unter den lautstarken Pfiffen etlicher Anhänger ab - weil die Technik streikte. Zuvor hatten die rund 4500 Anwesenden mehrfach vergeblich versucht, sich mit ihren Handys in ein extra eingerichtetes WLAN des Stuttgarter Stadions einzuloggen, um an Abstimmungen teilnehmen zu können.

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VfB Stuttgart wird neue Mitgliederversammlung wohl im September durchführen

Die VfB-Verantwortlichen bekamen die Probleme nicht in den Griff, wodurch auch nicht über die Abwahl von Dietrich abgestimmt werden konnte. Das sei ein weiterer „schwarzer Tag“ in der Vereinsgeschichte so kurz nach dem Abstieg, sagte Dietrich, dessen Worte in den Pfiffen und Schmähungen des Publikums teilweise kaum zu verstehen waren. „Uns bleibt daher keine andere Wahl, als festzustellen, dass es leider nicht möglich ist, die Veranstaltung ordnungsgemäß fortzuführen.“ Selbstverständlich werde zeitnah eine neue Mitgliederversammlung einberufen.

Frühestens könne eine neue Mitgliederversammlung in drei Wochen einberufen werden, sagte ein VfB-Sprecher am Sonntagabend. Da dieser Termin aber in den Sommerferien Baden-Württembergs liege, wolle man das den Mitgliedern nicht zumuten. „Darum planen wir, die Mitgliederversammlung Mitte September durchzuführen.“

Eine solche Panne hat es in der Historie der Schwaben noch nie gegeben. Die technischen Probleme erregten umso mehr den Unmut der anwesenden Mitglieder, weil durch sie auch die Abstimmung über Dietrichs Zukunft entfiel. In zahlreichen Redebeiträgen hatten sie sich vorab mehrheitlich gegen den in der Kritik stehenden Klubchef ausgesprochen. Für eine Abwahl des 70-Jährigen hätten laut VfB-Satzung mindestens 75 Prozent stimmen müssen.

Teure Transfers - Stuttgart macht Millionenverlust

Finanziell wird der Abstieg der Schwaben nach Rekordinvestitionen teuer. Der VfB hat im Kalenderjahr 2018 einen Verlust in Höhe von 11,7 Millionen Euro gemacht. Von Ausgaben in Höhe von insgesamt 166,1 Millionen Euro wurden allein 84 Millionen Euro in den Kader gesteckt. Zusätzlich wurden etwa 10,8 Millionen Euro an Spielerberater ausgezahlt. Trotz der hohen Transferausgaben stieg Stuttgart zum dritten Mal in die 2. Bundesliga ab.

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"Wir haben kein Geld verbrannt", mahnte Finanzvorstand Stefan Heim trotzdem, sagte aber, das man "bei den Transfers wieder eine höhere Trefferquote" brauche. Die Schwaben hatten vor der vergangenen Saison fast 50 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Der sportliche Erfolg blieb allerdings aus.

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