25. Juli 2021 / 22:41 Uhr

Stuttgart-Sportdirektor Sven Mislintat: 30 Millionen Euro für Sasa Kalajdzic "würden nicht reichen"

Stuttgart-Sportdirektor Sven Mislintat: 30 Millionen Euro für Sasa Kalajdzic "würden nicht reichen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sven Mislintat (r.) ruft für Stürmer Sasa Kalajdzic mehr als 30 Millionen Euro Ablöse auf.
Sven Mislintat (r.) ruft für Stürmer Sasa Kalajdzic mehr als 30 Millionen Euro Ablöse auf. © IMAGO/Sportfoto Rudel
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Verlässt Sasa Kalajdzic den VfB Stuttgart und wagt den nächsten Schritt? VfB-Sportdirektor Sven Mislintat sieht seinen Verein aufgrund einer finanziell stabilen Lage in der komfortablen Lage, selbst bei stattlichen Offerten für den Österreicher nein sagen zu können.

Sven Mislintat hofft auf einen Verbleib von Mittelstürmer Sasa Kalajdzic beim VfB Stuttgart - allerdings sei der Österreicher bei entsprechenden Angeboten wie alle anderen Spieler der Schwaben nicht unverkäuflich. "Es ist nicht jederzeit möglich, sondern nur mit unserer Zustimmung, daher: nein", sagte der Sportdirektor des VfB in einem Interview mit dem Sportmagazin Kicker auf eine Frage, ob er Sorge vor Abgängen wie etwa von Kalajdzic habe, der unter anderem mit dem FC Liverpool und auch AC Mailand in Verbindung gebracht wurde.

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Der 24 Jahre alte Österreicher war 2019 für 1,75 Millionen Euro von Admira Wacker Mödling zum VfB gewechselt und hat sich seither zu einem der besten Stürmer im deutschen Fußball entwickelt. In der Bundesliga gelangen ihm in der zurückliegenden Saison 16 Tore in 33 Einsätzen, sechs weitere Treffer legte er für seine Teamkollegen auf. Sein Marktwert stieg laut transfermarkt.de auf 22 Millionen Euro. Mislintat verwies bei Verkaufsüberlegungen auf die 38,6 Millionen Euro, die der VfB bereits erwirtschaften konnte - unter anderem mit den Verkäufen von Torwart Gregor Kobel an Borussia Dortmund (15 Mio.) und Stürmer Nicolas Gonzalez an den AC Florenz (23 Mio.). "Das war das Wichtigste, um den Verein wirtschaftlich zu gesunden, und bedeutet: Schutz unserer Mitarbeiter, Schutz der Gehälter unserer Mitarbeiter und Spieler, Erhalt der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit", sagte der frühere BVB-Scout.

Mislintat: Stuttgart muss "nicht mehr verkaufen"

Der VfB müsse "nicht mehr verkaufen", stellte der 48-Jährige klar. "Wir haben unser Wunschziel so gut wie erreicht – mit zwei Spielern. Damit war nicht unbedingt zu rechnen", sagte er mit Blick auf Kobel und Gonzalez. Die Stuttgarter hätten indes "alle Möglichkeiten dieser Welt, Nein zu sagen", deshalb sei man auch in der Lage, für verbliebene Spieler wie Kalajdzic in der Lage, Schmerzgrenzen hochzusetzen. Die einzige natürliche Frist für Verkäufe sei der 31. August, der Transferschluss. "Für uns stellen sich bis dahin immer die Fragen: Was haben wir für einen Spieler? Was für einen Wert hat er? Wie schwer können wir ihn ersetzen? Können wir ihn durch das, was uns angeboten wird, ersetzen? Und können wir uns damit als Klub weiterentwickeln? Wenn ziemlich viele Jas dabei herauskommen, können wir darüber nachdenken, zu verkaufen", sagte er.

Für Kalajdzic ruft der VfB aufgrund seiner finanziell komfortablen Lage stolze Preise auf. Sollte ein Klub etwa 30 Millionen Euro Ablöse für den Angreifer bieten, würde Mislintat ablehnen - erst recht kurz vor Schluss. "Zu einem so späten Zeitpunkt Ersatz zu bekommen, ist sehr schwer bis unmöglich. Und: 30 Millionen würden nicht reichen", so Mislintat auf die konkrete Nachfrage des Kicker. Kalajdzic selbst hatte einen Abgang in diesem Sommer zuletzt nicht ausgeschlossen, sich aber "entspannt" gezeigt.