08. Mai 2019 / 17:53 Uhr

VfL-Ass Pia-Sophie Wolter macht Patientin im Klinikum sprachlos

VfL-Ass Pia-Sophie Wolter macht Patientin im Klinikum sprachlos

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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"Ich bin sprachlos!": VfL-Fan Lucie Lemke, über die der Sportbuzzer berichtet hatte, bekam im Klinikum olfsburg besuch von Vfl-Spielerin Pia-Sophie Wolter. © Jürgen Braun
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Das war berührend! Ein querschnittgelähmter VfL-Fan bekam im Wolfsburger Klinikum Besuch und einen Anruf von Wolfsburger Fußballerinnen und war zutiefst gerührt. "Ich bin sprachlos", sagt Lucie Lemke (76), als Pia-Sophie Wolter, die am Sonntag das entscheidende Tor zur Meisterschaft für Wolfsburgs Bundesliga-Fußballerinnen geschossen hatte, sie einfach mal in die Arme nahm.

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Und plötzlich ruft Champions-League-Heldin Martina Müller an

Was für ein aufregender Mittag für die Rentnerin, die seit drei Jahren querschnittsgelähmt ist! Der Frauenfußball des VfL Wolfsburg ist ihr größtes Hobby neben Handarbeiten. Sie verfolgt das Geschehen rund um die Fußballerinnen, bat im Klinikum das Pflegepersonal, die großflächigen Berichterstattungen der Wolfsburger Allgemeinen über Pokalsieg und Titelgewinn an die Wand zu heften. Die WAZ und der SPORTBUZZER berichteten über diese kleine grün-weiße Wand im Krankenzimmer - und das Echo kam prompt. Kaum, dass der Artikel online war, wünschte Offensivspielerin Zsanett Jakabfi via Facebook "Gute Besserung", Nationalmannschaftskapitänin Alexandra Popp wünschte Gleiches mit der Hoffnung: "Auf dass wir uns bald im Stadion wiedersehen". Und es meldete sich Martina Müller, eine Lieblingsspielerin von Lemke. Die langjährige VfL-Toptorjägerin fragte beim SPORTBUZZER nach, wie man dier Dame eine Freude machen könnte. Sie wird ihr noch etwas Persönliches zukommen lassen. Am Mittwochmittag rief die Schützin des Siegtores zum ersten Wolfsburger Champions-League-Titel erst mal persönlich an. Das war auch schon eine dicke Überraschung, die Lemke fast die Tränen ins Gesicht trieb. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", entfuhr es ihr mehrfach. Zwischendurch unterhielten sich die beiden aber durchaus angeregt.

Foto: Boris Baschin, Fußball, Frauen, Bundesliga, VfL Wolfsburg, FC Bayern München, Saisonbeginn, Saison 2013/14, VfL Stadion, 07.09.2013, 1:1,
VfL-Ikone: Martina Müller (am Ball). © Boris Baschin
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Pia-Sophie Wolter bringt ein Trikot mit

Lemke strahlte noch nach Müllers Anruf, da klopfte es an der Tür. Und mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht marschierte Pia-Sophie Wolter ans Krankenbett. Lemke seufzte "Ach",und war wieder sprachlos. Dann umarmte sie die Fußballerin, die ihr ein von der Mannschaft unterzeichnetes Trikot mitgebracht hatte. Lemke erzählte, dass sie früher Handball beim VfL gespielt habe, die VfL-Frauen "einfach ganz toll" finde und deren Wohl und Wehe, so gut es gehe, immer verfolge. Früher habe es einen ganzen Zirkel um sie gegeben, der sich regelmäßig zu den Frauenfußball-Spielen getroffen habe. Wolter berichtete ihr, dass sie selbst auch mal zehn Jahre Handball gespielt habe. "Dass Sie mich besuchen kommen, das ist einfach wunderbar", sagte Lemke. Die Fußballerin tat es mehr als gern. Morgens hatte man den Bericht über die grün-weiße Wand in den Büros der Fußballerinnen gelesen, die Idee entstand, ob man da nicht etwas machen sollte. Man wollte, informierte sich beim Autor des ersten Artikels, wie man die Patientin erreicht. Wolter sagte sofort zu, fuhr zwischen zwei Trainingseinheiten zum Krankenhaus und machte eine Patientin glücklich.

Lucie Lemke, die grün-weiße Wand im Klinikum und der Besuch von Pia-Sophie Wolter

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Das Trikot wurde fest gedrückt

Das Trikot drückte die Patientin fest an sich. "Das bekommt einen Ehrenplatz, aber erst einmal nehme ich es mit nach Hannover". Dort wartet auf Wolfsburgerin, die seit drei Jahren in einem Pflegeheim in Bad Harzburg lebt, jetzt eine Operation. Nicht nur die VfL-Frauen drücken ihr die Daumen, dass sie die gut übersteht. Um dann, das wünschte ihr Wolter zum Abschied "nächste Saison mal wieder live zu einem Spiel von uns zu kommen". Lemke war gerührt, die Fußballerin berührte der Besuch auch. "Wir freuen uns immer, wenn wir Fans Freude machen." Der Besuch hallte bei Lemke noch lange nach. "Das tut mir richtig gut, dass so etwas passiert, gibt mir zusätzlich Kraft", sagte sie. Wolter: "Wenn so ein Besuch einem Menschen hilft, dann bestätigt einen das auch. Das ist schön."

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