13. August 2018 / 17:17 Uhr

VfL Bergen erkämpft sich ein Remis

VfL Bergen erkämpft sich ein Remis

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
Andreas Möller ballt die Fäuste nach einer Rettungstat.
Andreas Möller ballt die Fäuste nach einer Rettungstat. © Horst Schreiber
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Der Landesligist spielt zum Liga-Auftakt 2:2. Insulaner machen gegen den SV Hafen Rostock einen 0:2-Rückstand wett.

Bergen. Am Ende war kein Vorbeikommen mehr an Andreas Möller. Der Torhüter von SV Hafen Rostock, der viele Jahre beim VfL Bergen kickte, brachte die VfL-Offensivreihe in den Schlussminuten zur Verzweiflung. Dank der zahlreichen Rettungstaten blieb es im Eröffnungsspiel der neuen Landesligasaison gestern beim 2:2 zwischen Bergen und Hafen. „Möller hielt zum Schluss weltklasse“, musste Bergens Trainer Martin Handschug eingestehen.

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Seine Elf hatte die erste Halbzeit verschlafen, ließ dem Aufsteiger aus der Hansestadt zu viel Freiräume und geriet durch zwei Standards ins Hintertreffen. In der 24. Minute verwandelte Spielgestalter Martin Thom einen Freistoß direkt, nur vier Minuten später erhöhte Leon Höhndorf per Strafstoß auf 2:0 für die Gäste. „Natürlich ist es immer doof, einem Rückstand hinterherzulaufen. Das kennen wir noch aus der letzten Saison. Aber das Positive ist, dass meine Mannschaft zurückgekommen ist. Ich bin zufrieden, dass wir nicht verloren haben, finde es aber schade, dass sich die Jungs am Ende nicht mit dem dritten Treffer belohnen konnten“, analysierte Handschug.

Nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Robert Gebeler (59.) tastete sich der VfL zunächst Stück um Stück nach vorn. In der Schlussviertelstunde waren die Hausherren dann drückend überlegen. Der Einsatz wurde belohnt. Ein langer Einwurf von Felix Bergmann segelte über die Rostocker Abwehrreihe hinweg, der zuvor eingewechselte Dennis Kröger nutzte die Gelegenheit und lupfte den Ball über Möller hinweg ins Netz (76.).

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Danach wollte der VfL mehr. Doch der Ex-Bergener im Hafen-Tor vereitelte weitere Großchancen mit starken Paraden. „Der Punkt ist schon okay. Wir müssen vorher das 3:0 machen. So hatten wir Glück, weil der VfL noch fünf, sechs Hochkaräter auf dem Fuß hatte“, meinte Möller. Für ihn war die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte „geil“. „Meine Familie war da. Drei meiner besten Kumpels standen beim Gegner auf dem Platz, mit Dennis hat einer sogar getroffen. Am Sonnabend habe ich Felix (Bergmann/Anm.d.Red.) beim Klassentreffen noch versucht, zu verführen, damit er nicht spielen kann“, witzelte der Keeper.

Beim VfL standen mit David Heine, Matti Pawzik und Hannes Bruch drei Neuzugänge in der Startelf. Für Torhüter Heine verlief das Pflichtspieldebüt äußerst bitter. Zwar war er bei den Gegentoren machtlos, musste aber nach gut einer Stunde ausgewechselt werden, da er sich bei einer Rettungstat einen Finger ausgekugelt hatte. Bruch rieb sich über 90 Minuten für die Mannschaft auf, konnte aber sein Team noch nicht zum Sieg schießen. „Es hat Spaß gemacht, wieder hier auf dem Rasen zu stehen. Ich bin mit der zweiten Halbzeit zufrieden“, meinte der Offensivmann. Auch sein Trainer war mit der Einstellung zufrieden: „Hannes arbeitet viel, seine Physis ist top. Er belebt unser Offensivspiel, nur fehlte ihm heute das Quäntchen Glück, um im Eins-gegen-eins vorbeizukommen.“

Die nächste Chance für ein Bruch-Tor und drei Punkte in der Liga bietet sich dem VfL in zwei Wochen beim VfC Anklam. Zuvor wartet der Pasewalker FV im Landespokal (Anstoß Sa., 14 Uhr).

Bergen: Heine (66. Hornfeldt) – Pawzik, Essner, Thesenvitz, Bergmann, Stolt, Bruch, Gebeler (67. Kröger), Kircher, Vergils, Giesche.
Tore: 0:1 Thom (24.), 0:2 Höhndorf (28./Foulelfmeter), 1:2 Gebeler (59.), 2:2 Kröger (76.).