12. September 2021 / 19:24 Uhr

Dank Serdar und Maolida: Hertha BSC siegt beim VfL Bochum und gibt letzten Tabellenplatz ab

Dank Serdar und Maolida: Hertha BSC siegt beim VfL Bochum und gibt letzten Tabellenplatz ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Suat Serdar brachte seine Mannschaft mit einem Doppelpack in Führung. Neuzugang Myziane Maolida sorgte mit seinem ersten Treffer im Hertha-Dress für den Schlusspunkt. 
Suat Serdar brachte seine Mannschaft mit einem Doppelpack in Führung. Neuzugang Myziane Maolida sorgte mit seinem ersten Treffer im Hertha-Dress für den Schlusspunkt.  © IMAGO/Revierfoto/Metodi Popow (Montage)
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Nach dem verkorksten Saisonstart hat Hertha BSC den ersten Sieg eingefahren. Die Berliner gewannen beim VfL Bochum und gaben den letzten Tabellenplatz ab. Matchwinner war Doppel-Torschütze Suat Serdar.

Dank Suat Serdar hat Hertha BSC die ersten Punkte der Bundesliga-Saison eingefahren. Die Berliner, die vor dem vierten Spieltag als einzige Mannschaft noch keinen Zähler auf dem Konto hatten, siegten bei Aufsteiger VfL Bochum 3:1 (2:0) und gaben den letzten Tabellenplatz an die SpVgg Greuther Fürth ab. Serdar war dabei der Matchwinner: Der im Sommer für rund acht Millionen Euro von Schalke 04 verpflichtete Mittelfeldspieler, leitete den Erfolg mit einem Doppelpack (37. und 43.) ein. Der kurz vor Transferverschluss unter Vertrag genommene Myziane Maolida erzielte den dritten Treffer des Hauptstadtklubs (78.).

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Damit dürfte auch Hertha-Trainer Pal Dardai, der nach dem 0:5 beim FC Bayern vor zwei Wochen mehr oder weniger unverhohlen Rücktrittsgedanken geäußert und dafür Kritik von der Klubführung kassiert hatte, wieder sicherer im Sattel sitzen. Für die Bochumer, bei denen am Sonntagabend einzig Simon Zoller ins Schwarze traf (59.), deutet sich nach der dritten Niederlage in der vierten Partie der Saison derweil immer deutlicher eine Spielzeit im Tabellenkeller an. Zumal die nächste Aufgabe nicht einfacher wird: Am kommenden Samstag geht es zu Rekordmeister Bayern.

Dardai hatte seine Startelf für die Begegnung in Bochum kräftig umgebaut und im Vergleich zur Pleite in München gleich sechs Neue aufgeboten. Neben den Zugängen Ishak Belfodil und Marco Richter durften Niklas Klünter, Dennis Jastrzembski, Jordan Torunarigha und Vladimir Darida beginnen. VfL-Trainer Thomas Reis nahm nach dem 1:2 beim 1. FC Köln Ende August zwei Veränderungen vor: Konstantinos Stafylidis startete auf der rechten Abwehrseite und der ehemalige Herthaner Eduard Löwen im Mittelfeld.

In der ersten halben Stunde waren die Bochumer das insgesamt aktivere Team, ließen es aber in den entscheidenden Momenten an Durchlagskraft vermissen. Von den Gästen hatte der Aufsteiger aber eigentlich nichts zu befürchten - zu ideenlos wirkte die Hertha bei ihren Offensivversuchen. In der 37. Minute setzte Serdar dann weniger auf Kreativität als auf Kraft und wurde belohnt. Der viermalige Nationalspieler trieb den Ball nach vorn und schloss mit einem platzierten Schuss zur überraschenden Führung des Hauptstadtklub ab. Und Serdar hatte Gefallen im Toreschießen gefunden. Beim zweiten Treffer half die Innenverteidigung der Platzherren kräftig mit, agierte konfus und Serdar nutzte die Verwirrung zum 2:0.

Im zweiten Durchgang nahm Bochum dann schnell die Aufholjagd auf und begann, die Partie über weite Strecke zu dominieren. Nach einem starken Solo von Gerrit Holtmann warf sich Hertha-Keeper Alexander Schwolow zunächst noch dazwischen, doch Zoller drückte den Abpraller über die Linie. In der Folge erhöhte der VfL den Druck weiter und drängte auf den Ausgleich. Die Berliner zeigten sich beeindruckt, blieben in der Defensive aber stabil. Da es Bochum nicht schaffte, die Überlegenheit in Chancen umzuwandeln, konnten sich die Gäste noch einmal befreien. Der eingewechselte Maolida sorgte schließlich für klare Verhältnisse.