20. März 2022 / 20:27 Uhr

VfL Bückeburg spielt gegen TSV Godshorn wie ein Absteiger

VfL Bückeburg spielt gegen TSV Godshorn wie ein Absteiger

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
x-Alexander Bremer
VfL-Torjäger Alexander Bremer (links) verzweifelt, das Angriffsspiel des VfL läuft am Routinier vorbei. © jö
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Gut trainiert - und dann legt der VfL Bückeburg in der Landesliga-Abstiegsrunde ein Gurkenspiel hin. Trainer Torben Brand konstatiert einen "rabenschwarzen Tag". Ein Abwehrspieler fällt dabei kurzfristig aus.

BÜCKEBURG. Gefühlt ist es im Jahnstadion kälter als zehn Grad Celsius gewesen. Das lag nicht nur am ungemütlichen Ostwind, sondern vor allem am Spiel des VfL Bückeburg. Dass der Fußball-Landesligist am Sonnabend sang- und klanglos mit 0:3 gegen den TSV Godshorn verlor, war nicht die wichtigste Nachricht des Tages. Noch intensiver wirkte die Erkenntnis, dass der VfL in dieser Verfassung absteigen wird.

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„Das war allenfalls Bezirksliga“, murmelte ein vorzeitig abwandernder Zuschauer und beschrieb den Auftritt damit perfekt. Trainer Torben Brandt bestätigte: „Das war ein rabenschwarzer Tag.“

Vielleicht war es sogar ein Tag, der den Anfang vom Ende markierte, denn die Leistung der Platzherren war tatsächlich in keiner Form der Landesliga würdig: Vorne eine einzige magere Torchance, im Aufbau kein vernünftiger Spielzug und in der Abwehr blanke Konfusion – auch bei Torwart Josef Werner.

Dass der Platz holprig war, dass Abwehrmann Alexander Kummert kurzfristig ersetzt werden musste, reichte als Begründung für die unterirdische fußballerische Darbietung nicht ansatzweise aus. Mit seinen lang nach vorne gedroschenen Bällen spielte der VfL Bückeburg wie eine zusammengewürfelte Truppe aus der „Wilden Liga“.

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Jan-Malte Schwier war es, der beim Stand von 0:1 die einzige Tormöglichkeit besaß, die aber auch nicht herausgespielt, sondern von ihm herausgesprintet wurde. Dabei war der biedere TSV Godshorn eigentlich ein Gegner, der dem VfL Bückeburg hätte liegen müssen.

Auch die Gäste brachten in der ersten Halbzeit vorne nichts zustande. Für sie ergaben sich aber immerhin einige Schussmöglichkeiten aus der Distanz. Die Bückeburger dagegen betraten den Strafraum des Gegners praktisch gar nicht. Auf den Flügeln passierte nichts, im Zentrum rannte sich Alex Wagener ständig fest, und natürlich lief ein derartiges Spiel auch an Alexander Bremer völlig vorbei.

Wir gewinnen in Bad Pyrmont, wir trainieren in der Woche gut – und dann das

Dass der TSV Godshorn in Führung gehen sollte, war zu Beginn der zweiten Halbzeit zu spüren. Marvin Ibekwe drückte den Ball in der 52. Minute zum 1:0 der Gäste über die Linie. Beim 2:0 sechs Minuten später reichte ein schmuckloser Steckpass von René Buschmann für den anschließenden Heber von Sebastian Böning.

Angesichts der totalen offensiven Hilflosigkeit des VfL Bückeburg war das bereits die Entscheidung. Ibekwes Foulelfmeter in der 86. Minute zum 3:0 der Gäste war dafür nicht mehr nötig. Auch Brandt rätselte hinterher: „Wir gewinnen in Bad Pyrmont, wir trainieren in der Woche gut – und dann das.“

VfL Bückeburg: Werner, Bartke, Bremer, Wagener (71. Vogt), Battaglia, Matz, Jan-Malte Schwier, Voiges (77. Rohrbach), Steinke (62. Steierberg), Kühn, Evers.

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