03. Dezember 2019 / 09:00 Uhr

Vertrag läuft aus: VfL-Frauen droht Gunnarsdottir-Abschied!

Vertrag läuft aus: VfL-Frauen droht Gunnarsdottir-Abschied!

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Abschied am Saisonende? Der Vertrag von Sara Gunnarsdottir (2. v. r.) läuft aus, Ralf Kellermann ist in Sachen Verlängerung skeptisch. 
Abschied am Saisonende? Der Vertrag von Sara Gunnarsdottir (2. v. r.) läuft aus, Ralf Kellermann ist in Sachen Verlängerung skeptisch.  © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg muss sich auf den Abschied einer seiner Top-Spielerinnen einstellen. Der Vertrag von Sara Gunnarsdottir beim Double-Sieger und Bundesliga-Tabellenführer läuft zum Ende der Saison aus - und was eine Verlängerung angeht, ist der Klub "skeptisch".

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Die Hinrunde der Frauenfußball-Bundesliga ist gelaufen, bis zur Winterpause stehen allerdings noch zwei Spiele an, der VfL Wolfsburg gastiert am Sonntag zum Rückrunden-Auftakt beim SC Sand, eine Woche später geht’s im AOK-Stadion gegen den MSV Duisburg. Hinter den Kulissen gehen derweil die Planungen schon über das Saisonende hinaus. Die Verträge von sieben Spielerinnen laufen am Saisonende aus – und schon jetzt scheint klar, dass nicht alle von ihnen über den Sommer hinaus bleiben werden. Dem VfL droht dabei der Verlust von Sara Gunnarsdottir.

Seit 2016 läuft die Isländerin für den VfL auf, wurde zu einer herausragenden Mittelfeldspielerin der Bundesliga und zum Fixpunkt im Wolfsburger Mannschaftsgefüge. Seit Monaten bereits hat der Klub ihre vorzeitige Vertragsverlängerung auf dem Zettel – getan hat sich nichts. Ein Zeichen, dass die 29-Jährige am Saisonende geht? „Wir würden sie sehr gern behalten“, so Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen. „Aber ich bin skeptisch. Wir müssen vielleicht damit rechnen, dass Sara noch einmal anderswo eine neue Herausforderung sucht.“ Mit Claudia Neto hat der VfL eine weitere zentrale Mittelfeldspielerin in seinen Reihen, deren Vertrag nach der Saison ausläuft. Kellermann: „Natürlich schauen wir uns längst um, wir werden vorbereitet sein.“

Deutlich besser sieht es in Sachen Vertragsverlängerung mit Joelle Wedemeyer aus. Die Gespräche laufen, Kellermann rechnet mit einer Einigung mit der Abwehrspielerin. „Da sind wir guter Dinge.“ Auch mit Noelle Maritz laufen Gespräche, hier allerdings ist eine Einigung noch fraglich.

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - FC Bayern München

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Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - FC Bayern München © Roland Hermstein
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Besonders spannend wird es auf der Torwartposition. Der Vertrag von Hedvig Lindahl läuft aus, sie hatte nach der Schulter-OP von Almuth Schult kurzfristig einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben – und länger hätte der VfL mit der Schwedin auch eigentlich nicht geplant. Weil Schult nun Mutter wird und auf unbestimmte Zeit ausfällt, könnte ein neuer Lindahl-Vertrag ein Thema werden. Die 36-Jährige hatte im SPORTBUZZER-Interview Bereitschaft signalisiert, doch mit einer schnellen Entscheidung rechnet Kellermann nicht: „Wir werden schauen müssen, wie wir uns da mittelfristig aufstellen wollen. Klar ist nur, dass Almuth in jedem Fall die Nummer 1 bleibt, unabhängig davon, wann sie wieder spielt.“ Eine Lindahl-Entscheidung noch in diesem Jahr sei darum nicht wahrscheinlich.

Ähnlich sieht der Zeitplan bei Kristine Minde, Jana Burmeister und Zsanett Jakabfi aus, über deren auslaufende Verträge im Februar oder März gesprochen werden soll. „Da spielen“, so Kellermann, „ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle.“

Im Blick hat Kellermann dabei auch immer die Kader-Struktur, die er ein wenig verändern möchte. „Die Spielerinnen, die vielleicht nicht immer in der Startelf stehen und auf ihre Einsatzchancen warten müssen, sollten eher jünger und entwicklungsfähig sein. Das wollen wir stärker berücksichtigen.“

Dazu passt: Aus dem U20-Team, das als VfL II in der 2. Liga spielt, werden vier oder fünf Spielerinnen mit dem Bundesliga-Team ins Wintertrainingslager nach Portugal fahren. „In dieser Mannschaft“, so Kellermann, „sind unter anderem einige dabei, die noch in der U17 spielen könnten und sehr viel Potenzial mitbringen. Unser Ziel ist es, bei den U-Teams weniger auf die Ergebnisse, sondern mehr auf die individuelle Entwicklung zu schauen. Im Trainingslager bietet sich die Möglichkeit dafür.“

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