29. Juni 2020 / 16:19 Uhr

VfL-Frauen im Tunnel: Klotzen statt feiern für den Double-Traum

VfL-Frauen im Tunnel: Klotzen statt feiern für den Double-Traum

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kurz feiern, mehr nicht: Die VfL-Frauen richten den Fokus nach der Übergabe der Meisterschale direkt auf das Pokalfinale am Samstag.
Kurz feiern, mehr nicht: Die VfL-Frauen richten den Fokus nach der Übergabe der Meisterschale direkt auf das Pokalfinale am Samstag. © Schmelter
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Am Sonntag stand für den VfL Wolfsburg das letzte Spiel in der Frauenfußball-Bundesliga an, zum Abschluss gab's einen 5:0-Sieg - und die Meisterschale. Lange gefeiert wurde nicht, der Fokus liegt direkt auf dem Pokalfinale am Samstag.

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Die Meisterschale durften sie am Sonntag nach dem 5:0 gegen Bayer Leverkusen entgegennehmen, aber es wären nicht die VfL-Frauen, wenn ihnen der eine Titel reichen würde. Daher soll am Samstag (16.45 Uhr) im DFB-Pokalfinale der nächste her, das Double soll perfekt gemacht werden. Damit das gelingt, wurde der Gewinn der sechsten Meisterschaft (vierte in Folge) am Sonntag gar nicht lang gefeiert, schon am Montag bat Trainer Stephan Lerch seine Mädels wieder zum Training auf den Platz.

Meister 2020! Die VfL-Frauen sichern sich den vierten Titel in Folge

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Meister 2020! Die VfL-Frauen sichern sich den vierten Titel in Folge © Getty Images

Den Moment durften Alexandra Popp und Co. am Sonntag zwar genießen, ausgiebig gefeiert wurde allerdings nicht. Nicht nur wegen der Hygiene-Vorschriften in der Corona-Krise, auch weil die VfLerinnen noch nicht am Ziel angekommen sind. Zum siebten Mal in Folge kann Wolfsburg am Samstag den DFB-Pokal gewinnen, es wäre der sechste Triumph in Folge (2014 gewann der 1. FFC Frankfurt). Zum vierten Mal könnte der VfL das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg feiern - Ansporn gibt's für die immer hungrigen und ehrgeizigen Wolfsburgerinnen genug.

Meisterschaft VfL Wolfbsurg

Aber es dürfte nicht so einfach werden wie am Sonntag gegen Fast-Absteiger Leverkusen. Schließlich geht's in Köln gegen Essen. Die SGS hat die abgelaufene Saison mit 37 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz beendet. In der Liga gingen aber beide Partien an den VfL - das Hinspiel endete 5:1, das Rückspiel mit 3:0. Aber der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, da kann eine Mannschaft auch schnell mal für eine Überraschung sorgen. Daher warnt Lerch vor dem nächsten Gegner. "Ich weiß, dass vor allem in der Offensive eine andere Qualität auf dem Platz stehen wird. Daher sollte man das Ergebnis nicht überbewerten. Gerade, was ich in der Offensive gesehen habe, müssen wir noch mal auf den Platz bringen", so der Coach.

Verzichten muss der Trainer gegen Essen aber auf die Dienste von Sara Gunnarsdottir (wechselt wohl zu Lyon) und Kristine Minde (zieht es zurück nach Norwegen). Beide haben keine Freigabe erhalten, um im Endspiel dabei sein zu dürfen (Lerch: "Das tut mir für beide Spielerinnen sehr leid"). Doch Lerch ist sich sicher, dass seine Mannschaft die beiden Verluste kompensieren wird. Wichtig wird sein, Durchschlagskraft zu haben und die Chancen konsequent zu nutzen. Denn, so der VfL-Coach: "Ich denke, dass uns am Samstag ein anderes Spiel erwartet als gegen Leverkusen. Ich denke nicht, dass Essen sich so tief hinten reinstellt. Wobei das auch an uns liegt, wie dominant wir auftreten."