29. Oktober 2020 / 15:20 Uhr

VfL-Frauen in Bochum gefordert: Zwei Nationalspielerinnen fehlen kurzfristig, Rolfö zurück

VfL-Frauen in Bochum gefordert: Zwei Nationalspielerinnen fehlen kurzfristig, Rolfö zurück

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Darf wieder spielen: Fridolina Rolfö.
Darf wieder spielen: Fridolina Rolfö. © VfL Wolfsburg/Schmelter
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Um ins Achtelfinale des DFB-Pokals einzuziehen, müssen sich die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg am Samstag (14 Uhr) beim Regionalligisten VfL Bochum durchsetzen. Das Team von Trainer Stephan Lerch ist natürlich der Favorit - auch wenn ein Trio fehlt.

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Es stehen einige Veränderungen im Kader an, wenn die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg am Samstag (14 Uhr, live auf dem Youtube-Kanal des VfL) im DFB-Pokal beim Regionalligisten VfL Bochum den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen wollen. Fridolina Rolfö ist nach einer erlittenen Gehirnerschütterung (zog sie sich im Finale der Champions League Ende August zu) wieder einsatzbereit, dafür fehlen mit Torfrau Katarzyna Kiedrzynek und Offensivspielerin Shanice van de Sanden zwei mögliche Startelf-Kandidatinnen. Auch Kapitänin Alexandra Popp klagt weiter über Schmerzen im Fuß (Kapselriss).

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Kiedrzynek im isolierten Training

Alle Nationalspielerinnen sind gesund und verletzungsfrei nach Wolfsburg zurückgekehrt. "Shanice fehlt aus privaten Gründen und ist derzeit auch nicht im Training dabei", erklärte VfL-Coach Stephan Lerch. Bei der polnischen Nationaltorhüterin heißt es: "Sie ist bereits früher von der Nationalmannschaft abgereist, da es dort positive Corona-Tests gab. Sie wurde nicht positiv getestet, auch nach ihrer Rückkehr nicht, ist jetzt aber bis Sonntag erst einmal im isolierten Training." Das sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. In Bochum wird Friederike Abt im Tor stehen und Julia Kassen auf der Bank Platz nehmen.

Die gute Nachricht hingegen: Rolfö ist wieder dabei. "Sie konnte die Zeit intensiv nutzen und steht wieder zur Verfügung", freut sich der Coach. Bei Popp müsse man nach wie vor abwarten, denn die 29-Jährige "klagt weiter über Schmerzen. Wir müssen sie langsam heranführen, das Spiel kommt jetzt zu früh für sie."

Die Partie in Bochum sei eine gute Aufgabe, um nach der Länderspielpause wieder reinzukommen, so Lerch. Dass nur eine B-Elf aufläuft, schließt der 36-Jährige daher aus: "Wir wollen das nutzen, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Wir werden jetzt keine Experimente starten, werden aber natürlich die Belastung in den vergangenen Tagen berücksichtigen. Ich werde aber nicht die volle Rotation vornehmen."

Die Bochumerinnen sind ungeschlagen Tabellenzweiter in der Regionalliga West, haben dazu ein starkes Torverhältnis von 25:3. "Wir konnten nicht wirklich mit Videomaterial arbeiten und mussten uns mit Internet-Daten beschäftigten", so Lerch, der betont: "Wir reden den Gegner nicht klein und unterschätzen ihn auch nicht. Wir sind aber ganz klar der Favorit. Wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen, werden wir souverän gewinnen."

Keine Fans? "Stück weit traurig"

Dass die Partie im Ruhrstadion nun doch ohne Fans stattfindet und man auch in Zukunft wieder auf Atmosphäre im Stadion verzichten muss, bedauert Lerch: "Es macht mich schon ein Stück weit traurig, dass wir erneut an dem Punkt stehen, wo sich die Bundesregierung so zum Handeln veranlasst gefühlt hat." Doch es sei eben auch selbstverständlich, dass dann "in allen Bereichen Anpassungen vorgenommen werden. Es ist nicht so, dass wir gehofft haben, dass bei uns alles normal weitergeht."

Die Fans hätten in den vergangenen Spielen viel ausgemacht, lobte Lerch, doch grundsätzlich gilt jetzt: "Wir sind glücklich und dankbar, dass wir weiter unseren Berufen nachgehen können. Wir hoffen, dass das jetzt erst einmal so bleibt und sich nicht ändert. Wir nehmen es so hin, aber waren vom Kopf her auch darauf vorbereitet, dass es wieder so kommen kann."

Nach Bochum stehen dann mit den Spielen gegen Turbine Potsdam (6. November, 19.15 Uhr) und FC Bayern (15. November, 14 Uhr) für den VfL zwei Kracher in der Liga vor der Tür. Die Münchnerinnen sind mit zwei Punkten Vorsprung vor dem VfL (19 Punkte) Tabellenführer, Potsdam ist mit 16 Zählern Dritter.