18. Dezember 2019 / 19:12 Uhr

VfL-Frauen: Nationalspielerin verlängert Vertrag, Lerch blickt schon Richtung Februar

VfL-Frauen: Nationalspielerin verlängert Vertrag, Lerch blickt schon Richtung Februar

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Stephan Lerch und Joelle Wedemeyer
Stephan Lerch und Joelle Wedemeyer © Boris Baschin
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Joelle Wedemeyer hat ihren Vertrag bei den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg um ein Jahr verlängert. Trainer Stephan Lerch blickt derweil schon einmal auf die zweiten Saisonhälfte, die im Februar beginnt.

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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben eine starke Hinrunde in der Frauen-Bundesliga gespielt: Nach 13 Spielen (zwei davon gehörten bereits zur Rückrunde) steht der Double-Gewinner mit einer Punkteausbeute von 37 Zählern auf dem ersten Tabellenplatz. Trainer Stephan Lerch blickt jetzt bereits auf den zweiten Teil der Saison, der mit dem Top-Spiel am 16. Februar bei Verfolger Hoffenheim beginnt: „Dann zählt es! Da geht es dann um Alles oder Nichts. Lässt du Punkte liegen, kann das entscheidend sein.“

Ein Szenario, das der VfL zu gut kennt, denn vergangene Saison verspielten die Wolfsburgerinnen zwischenzeitlich einen Punktevorsprung von sieben Zählern auf den FC Bayern. Am Ende fing sich der VfL wieder und holte die Meisterschaft mit vier Punkten Vorsprung.

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Jetzt ist die Ausgangslage noch etwas besser als vor einem Jahr: Mit 58:4 Toren stellt die Lerch-Mannschaft die beste Offensive und Defensive der Liga. Pernille Harder dominiert mit 18 Toren die Torjägerinnen-Liste vor Nicole Billa (Hoffenheim, 14 Tore) und Lara Prasnikar (Potsdam, 13 Tore).

Anders als vor einem Jahr sind diesmal nicht die Münchnerinnen (31 Punkte) die Wolfsburg-Jägerinnen, sondern 1899 Hoffenheim (34 Punkte). Lerch: „Wir sprechen hier auch nur von drei Punkten. Hoffenheim hat jetzt auch keine dreifache Belastung. Wenn sie alles reinlegen und einen guten Tag haben, kann es gefährlich werden“, weiß Lerch, der auch die Bayern nicht abschreibt. FCB-Coach Jens Scheuer habe „einen Kader zur Verfügung, der definitiv den Anspruch und die Möglichkeiten hat, langfristig oben mitzuspielen.“

Dass es zum Auftakt nach der Winterpause ausgerechnet nach Hoffenheim geht, kann eine große Rolle spielen. Lerch: „Wenn du da nicht gut aus den Startlöchern kommst, kannst du dir schon ein bisschen mehr Druck aufdrücken. Ich glaube aber nicht, dass das der Fall sein wird.“ Trotzdem mahnt Lerch: „In der Rückrunde müssen wir noch eine Schippe drauflegen, gerade in der Defensive. Ich möchte dass wir dort noch stabiler, aktiver und aggressiver werden. Daran werden wir arbeiten.“

Es bleibe „spannend und herausfordernd.“ Und das liege auch daran, dass die Liga diese Saison noch unberechenbarer scheint als noch in den Jahren zuvor. Mannschaften wie Freiburg und Frankfurt strauchelten, Leverkusen siegte unter anderem gegen Favoriten wie Bayern und Essen und ist immer für einen Streich gut. Lerch: „Wir müssen vom Kopf her ruhig bleiben und die gute Ausgangslage, die wir uns erarbeitet haben, nutzen. Jetzt atmen wir aber erstmal durch und freuen uns über die tolle Hinrunde!“

Und über eine Vertragsverlängerung: Joelle Wedemeyer (Kontrakt lief am Saisonende aus) bleibt bis 2021. „Sie identifiziert sich hundertprozentig mit dem VfL“, freut sich Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der Wolfsburger Frauen. „Umso glücklicher sind wir, sie weiterhin bei uns an Bord zu wissen!“

2011 war die 23-jährige Abwehrspielerin vom MTV Wolfenbüttel zum VfL gewechselt, seit 2013 gehört sie dem Kader der ersten Mannschaft an. Insgesamt zehn Titel gewann sie bereits mit den VfL-Frauen, mit der U20-Auswahl des DFB wurde sie 2014 Weltmeisterin. In dieser Saison machte die Verteidigerin noch einmal einen Schritt nach vorn, kam vor allem auf der defensiven Außenposition häufiger zum Einsatz als in den Spielzeiten davor. Das sei, so Wedemeyer „ausschlaggebend“ für die Vertragsverlängerung gewesen.

Was aus Sicht der Nationalspielerin (ein A-Länderspiel) hinzukommt: „Der VfL ist ein Top-Verein im europäischen Frauenfußball. Ich fühle mich sehr wohl in Wolfsburg, auch weil ich meine Familie und meine Freunde hier habe“, außerdem sei ihr „Ehrgeiz, mich weiterzuentwickeln, ebenso groß wie mein Hunger auf weitere Titel.“ Wichtig aus Sicht das VfL: „Sie hat die Konkurrenzsituation in unserem Team immer positiv angenommen“, so Kellermann, „und ist daran gewachsen.“

Auslaufende Verträge am Saisonende haben jetzt noch Sara Gunnarsdottir, Kristine Minde und Claudia Neto, bei denen die Tendenz Richtung Abschied geht, sowie Noelle Maritz, Hedvig Lindahl, Zsanett Jakabfi und Jana Burmeister.

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