05. April 2019 / 18:40 Uhr

VfL Wolfsburg gegen 96: Polizei stuft Partie als Risikospiel ein

VfL Wolfsburg gegen 96: Polizei stuft Partie als Risikospiel ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Risikospiel: Die Polizei ist mit erhöhter Einsatzstärke bei der Partie VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 vertreten.
Risikospiel: Die Polizei ist mit erhöhter Einsatzstärke bei der Partie VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 vertreten.
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Die Bundesliga-Partie VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 am Samstag (Anpfiff 15:30 Uhr) ist als Risikospiel eingestuft worden. Die Polizei rechnet mit bis zu 2500 Fans aus der Landeshauptstadt und plant mit erhöhter Einsatzstärke. 

Die Planungen für die Bundesliga-Partie zwischen den Fußballern des VfL Wolfsburg und Hannover 96 sind klar: Ziel ist es, die Fans vor, während und nach der als Risikospiel eingestuften Begegnung komplett voneinander zu trennen, sagt Polizeisprecher Henrik von Wahl.

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Aufgrund der räumlichen Nähe geht die Polizei davon aus, dass mehr Gäste-Fans als bei anderen Begegnungen mit dem Auto anreisen. Hintergrund der verschärften Sicherheitsmaßnahmen sei auch, dass Wolfsburger Fans zuletzt in Dortmund und München an Auseinandersetzungen beteiligt waren, so von Wahl.

Rückblick: Das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem VfL (2:0) Ende März wurde von Auseinandersetzungen zwischen beiden Fangruppen überschattet. Dabei zog sich ein Zehnjähriger eine Gehirnerschütterung zu. Der Einsatz sei nötig geworden, weil Dortmunder Fans am Ausgang des Gästeblocks die Anhänger aus Wolfsburg angegriffen hätten, hieß es. Auch ein Polizist wurde im Gemenge verletzt und war nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus nicht mehr dienstfähig.

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Ein Blick in die jüngere Vergangenheit: wunderbare Bilder vom Niedersachsen-Duell zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg

Tarnung ist alles! 96-Fans mit Scream-Maske auf den Rängen. Hannoverliebt, wie das Oberteil offenbart.  Zur Galerie
Tarnung ist alles! 96-Fans mit Scream-Maske auf den Rängen. "Hannoverliebt", wie das Oberteil offenbart.  ©

Vor dem Spiel Bayern München gegen den VfL Anfang März waren in München rund 40 Personen im Bereich des Hauptbahnhofs aneinandergeraten. Ein Fan des VfL wurde bei der Schlägerei leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Vor Ort wurden 16 Beteiligte der Schlägerei vorläufig festgenommen. Im Verlauf des Tages kam es zu fünf weiteren Festnahmen.

In der Vergangenheit hat es auch immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fanlagern aus Wolfsburg und Hannover gegeben. Im September 2017 verprügelte ein Hooligan aus Hannover am Rande der Partie in Wolfsburg einen Fußballfan – wie sich später herausstellte, kam dieser auch aus Hannover.

Im April 2016 verhinderten Beamte der Landes- und Bundespolizei eine geplante Schlägerei von 96- und VfL-Fans am Bahnhof Leinhausen. 50 gewaltbereite Anhänger aus Wolfsburg hatten sich auf der Rückreise vom Auswärtsspiel bei Schalke 04 vermummt und bewaffnet. Die Polizei stoppte sie in letzter Sekunde am Hauptbahnhof in Hannover.

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Im Februar des Jahres 2012 kamen rund 100 Hooligans von Hannover 96 mit dem Zug von einem Auswärtsspiel in Berlin und stiegen am Wolfsburger Hauptbahnhof aus. Dann brannten die gewaltbereiten Fans Pyrotechnik ab und lieferten sich auf dem Bahnhofsvorplatz eine große Schlägerei mit Ultras des VfL Wolfsburg. Zwei junge Männer aus Hildesheim und Hannover wurden später zu Geldstrafen, Stadionverbot und Arrest verurteilt.