12. September 2020 / 20:03 Uhr

Trainer-Comeback in Grasdorf: Mario Vukosavic kommt zurück an die Leine

Trainer-Comeback in Grasdorf: Mario Vukosavic kommt zurück an die Leine

Matthias Abromeit
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mario Vukosavic ist zurück beim VfL Grasdorf und darf wieder an der Linie stehen.
Mario Vukosavic ist zurück beim VfL Grasdorf und darf wieder an der Linie stehen. © deisterpics/Stefan Zwing
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Die Basketball-Landesligisten vom VfL Grasdorf haben einen neuen Trainer: Mario Vukosavic, der bereits 14 Jahre VfL-Trainer war, hat sich im Duell gegen Martin Herholz durchgesetzt, der die Mannschaft bereits trainierte und sogar bei Testspielen an der Linie stand. Die Entscheidung fiel in einer Mannschaftsabstimmung. 

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Der VfL Grasdorf hat sein Luxusproblem gelöst. Nachdem noch vor wenigen Wochen die Trainerstelle des Landesligisten vakant war, hatten in der Folge gleich zwei Kandidaten Interesse gezeigt. Nun hat sich der Klub für Mario Vukosavic entschieden, der bis 2017 für 14 Jahre VfL-Coach gewesen war. Mit ihm auf der Bank geht es am Wochenende um die ersten Landesliga-Punkte.

Auch Martin Herholz, der einst den TSV Luthe bis in die Oberliga führte, hatte Interesse an dem Job gezeigt. „Training und ein Testspiel hatte er schon mitgemacht“, sagt Teamsprecher Daniel Wohlfahrt. Doch auch Vukosavic, der seinen Trainerjob in Grasdorf vor dreieinhalb Jahren hinschmiss, eine Auszeit brauchte und später beim TSV Barsinghausen anheuerte, war wieder im Rennen. Vukosavic hatte nach der Zeit in Barsinghausen das Jahr genutzt, um seinen B-Trainerschein zu machen. Damit wären auch Regionalligateams für ihn möglich gewesen. „Aber ich muss den Trainerjob auch immer mit Arbeit und Familie vereinbaren können“, sagt er. Daher kämen nur höherklassige Teams in Hannover in Frage. „Und da gibt es nun einmal nicht sehr viele“, sagt Vukosavic.

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So blieb er zunächst ohne Trainerstelle – bis Wohlfahrt auch den ehemaligen Übungsleiter der Laatzener anrief. Nach Tests, dem Beschnuppern und Vukosavics Erkenntnis, dass ein Trainerjob im Wohnort auch mit einem Landesligateam Spaß bringen kann, hatten die Spieler die Wahl. „Wir haben abgestimmt, wer Trainer werden soll“, sagt Wohlfahrt.

Potenzial habe der VfL-Kader – da waren sich sogar beide Basketballlehrer einig. „Das Team hat doch schon vergangene Saison lange um den Aufstieg mitgespielt und zusammengefunden“, sagt der neue Trainer. Nun soll seine Mannschaft wieder oben mitspielen. Den regulären Absteiger TK Hannover sowie den freiwilligen Absteiger VfL Hameln sieht er als Hauptgegner im Kampf um die vorderen Positionen der Landesliga.

Einen Gegner aus der Zehnerstaffel kann Vukosavic möglicherweise ganz streichen. Der TSV Luthe hat alle seine Spiele bis zu den Herbstferien abgesagt. Die Angst vor Corona ist bei vielen Spielern zu groß. Da ist der Kader derjenigen TSV-Akteure, die spielen wollten, zu klein geworden. „Wir werden schauen und bis zu den Herbstferien abwarten, ob sich an der Situation etwas ändert, und dann entscheiden, ob wir ganz zurückziehen“, sagt Luthes Teamsprecher Sven Krüger. Auch VfL-Rivale TKH tritt zunächst kürzer und hat seine drei Partien vor den Ferien verlegt.

VfL verzichtet freiwillig auf Zuschauerunterstützung

„Wir wollen aber spielen, unser erster Gegner aus Celle genauso“, sagt Wohlfahrt. Das Hygienekonzept des Verbandes haben die Grasdorfer noch angepasst und werden zunächst freiwillig ganz auf die Zuschauer verzichten. „Ich persönlich glaube nicht, dass die Situation im November grundlegend anders sein wird. Da muss ich jetzt nicht Spiele verlegen, später noch einmal planen und dann den doppelten Planungsaufwand haben“, sagt Wohlfahrt.

Erst am 19. September steigt Regionsligist BC Springe in den Wettbewerb ein. In der Bezirksklasse Ost spielt der VfL Grasdorf II am Sonntag beim SV Hambühren, in der Staffel Süd ist der VfL III spielfrei, weil Gegner TK Hannover IV zurückgezogen hatte.