23. März 2020 / 10:31 Uhr

VfL-Handball: Großprojekt auf Eis gelegt

VfL-Handball: Großprojekt auf Eis gelegt

Jakob Schröder
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Vorerst ausgebremst: Die Planungen des VfL Wolfsburg (am Ball).
Vorerst ausgebremst: Die Planungen des VfL Wolfsburg (am Ball). © Boris Baschin
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Auch im Handballsport ruht aktuell aufgrund der Corona-Krise der Ball. Bei den Oberligaspielerinnen des VfL Wolfsburg zieht das eine ganze Menge Ungewissheiten nach sich. Trainer Oliver Bült hofft auf ein zügiges Signal des Handball-Verbandes, der will sich nun am 8. April zusammensetzen.

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Gesundheit geht vor

Den Trainingsbetrieb hat der VfL Hand in Hand mit der Schließung der Sporthallen eingestellt. Da auch Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen geschlossen sind, gibt es für die Spielerinnen keine Trainingspläne, erklärt Bült: „Ob sie draußen laufen gehen, müssen die Spielerinnen selbst wissen. Wir haben allen nahegelegt, sich fit zu halten. Da muss jede einzelne selbst kreativ werden. Das Wichtigste ist aber, dass die Gesundheit vorgeht.“

Fit halten, schön und gut, aber wofür? Denn ob die Saison zu einem späteren Zeitpunkt weitergespielt wird, annulliert wird oder in irgendeiner anderen Form in die Wertung eingeht, steht noch nicht fest. Sowohl die 1. als auch die 2. Liga haben ihre Saisons bereits beendet – Bült hofft auf die baldige Verbandsentscheidung: „Nur wenn wir wissen, was Sache ist, können wir unsere Planungen für die kommende Saison weiterführen. So gerät da leider alles ins Stocken.“

"Haben schon viele Zusagen gehabt"

Mit einigen wenigen Zu- und Abgängen soll es beim VfL in diesem Sommer nicht getan sein, erklärt Bült: „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten einige große Sachen angeschoben, haben ein großes Projekt vor. Wir haben schon viele Zusagen von Spielerinnen gehabt, aber auch da wissen wir jetzt nicht, wie es weitergeht.“ Probetrainings und persönliche Gespräche sind ausgefallen, auch das Schicksal der Reservemannschaft, die in der Regionsoberliga um den Klassenerhalt spielt, ist ungeklärt.

HVN-Konferenz am 8. April

Antworten darauf könnte es geben, wenn sich die Mitglieder des HVN-Präsidiums am 8. April zu einer Online-Konferenz verabreden. Geplant ist, während des Meetings über verschiedene Szenarien zu beraten. Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof entwickele derzeit mit den Mitgliedern des Spielausschusses verschiedene Maßnahmenvorschläge; auch Entwürfe über Auf- und Abstiegsregelungen, die bei einer vorzeitigen Beendigung der Saison greifen könnten. „Diese vor Mitte bis Ende April zu veröffentlichen, wäre nicht zielführend”, so Präsident Stefan Hüdepohl, „auch wenn wir den Vereinen gerne Planungssicherheit geben würden.”

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Was übrigens genau Wolfsburgs Projekt beinhaltet, da lässt sich der Coach noch nicht in die Karten schauen: „Dazu befindet sich unsere Situation durch das Virus zu sehr in der Schwebe.“ Erst wenn die Entscheidung des Verbands kommt, wird so richtig Schwung in den VfL-Sommer kommen.

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