20. August 2018 / 13:46 Uhr

VfL-Kapitän Guilavogui: "...dann sagen die Leute, Wolfsburg landet wieder in der Relegation"

VfL-Kapitän Guilavogui: "...dann sagen die Leute, Wolfsburg landet wieder in der Relegation"

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der neue Leitwolf des VfL: Josuha Guilavogui.
Der neue Leitwolf des VfL: Josuha Guilavogui. © Boris Baschin
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Als neuer Kapitän des VfL Wolfsburg nimmt Josuha Guilavogui nun auch offiziell die Rolle ein, die er schon vorher inne hatte: Als Anführer betont er, wie wichtig das Selbstvertrauen vor der anstehenden Bundesliga-Saison ist – und erfüllte sich mit dem Auftaktsieg in Elversberg auch einen ersten kleinen Wunsch.

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Das erste Pflichtspiel, die erste Pokalrunde – logisch, dass die Wolfsburger Profis diesen ersten Härtetest vor dem Bundesligastart am Wochenende für sich entscheiden wollten. Doch ein Spieler des VfL hatte sich im Vorfeld noch mal besonders einen Kopf gemacht: Josuha Guilavogui, der neue Kapitän. „Ich habe gedacht: Hoffentlich gewinne ich das erste Spiel mit der Binde“, verriet der Franzose nach Schlusspfiff – „Gottseidank haben wir das geschafft!“ Mit 1:0 wurde Regionalligist SV Elversberg bezwungen – ein angemessenes Antrittsgeschenk.

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Eines, das für den 28-Jährigen („Man weiß, im Pokal gibt es keine einfachen Spiele") nicht selbstverständlich war. Aber auch eines, das dem VfL in der aktuellen Phase ganz gut tat. „Es war auch Kopfsache. Wir wussten, dass wir hart gearbeitet haben, und wenn wir verloren hätten, hätten die Leute wahrscheinlich gesagt: Wolfsburg ist nicht gut vorbereitet – und sie landen wieder in der Relegation“, sagte Guilavogui.

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So aber sei der erste Sieg im ersten Spiel auch als Zeichen an die Bundesliga zu sehen: Mit dem VfL Wolfsburg ist wieder zu rechnen. „Das Selbstvertrauen macht den großen Unterschied. Und nach den Siegen gegen Ajax, Neapel und Elversberg ist es jetzt da“, meinte der neue Leitwolf. Das sei schon mal ein Anfang, im Vergleich zur letzten Spielzeit, als die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia kaum mal eine Reihe an Spielen in Folge gewinnen konnte. Darum geht es freilich auch ihm.



Die Kapitäne des VfL Wolfsburg seit dem Bundesliga-Aufstieg 1997:

Josuha Guilavogui ist seit dieser Saison VfL-Kapitän Zur Galerie
Josuha Guilavogui ist seit dieser Saison VfL-Kapitän ©

Guilavogui findet: „Der Trainer hat Recht wenn er sagt: Wir müssen jetzt lernen, die Spiele zu gewinnen – und nicht nur schön zu spielen.“ Gegen Elversberg war es aus diversen Gründen spielerisch zwar über weite Strecken ein überschaubarer Vortrag, das sah auch der Kapitän so („Wir wollten mehr machen, aber das war nicht einfach.“), aber am Ende wird es im Fußball ja auch als Klasse (wahlweise auch Dusel) angesehen, solche Spiele für sich zu entscheiden. „Das Spiel hat keinen Spaß gemacht, aber am Ende haben wir gewonnen – und das ist das Wichtigste“, so Guilavogui.

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"Eine große Klappe – wie immer"

Und: Noch sei die Mannschaft ja auch noch nicht hundert Prozent fit. „Wir wollen ein aggressives Offensivspiel, wir brauchen noch ein paar Wochen. Jetzt wollen wir auch gegen Schalke, gegen eine CL-Mannschaft, gewinnen.“ So klingt die Ansprache eines Kapitäns. Auf dem Platz musste er sich dafür jedenfalls nicht großartig verändern, wie Guilavogui lachend erklärte: „In Elversberg hatte ich eine große Klappe – wie immer.“

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