09. März 2019 / 21:30 Uhr

VfL Lübeck-Schwartau feiert Sieg beim Abschied von Torge Greve

VfL Lübeck-Schwartau feiert Sieg beim Abschied von Torge Greve

Redaktion Sportbuzzer
Kampf um jeden Ball: Patryk Walczak gegen die Schwartauer Marcus Hansen und Martin Waschul.
Kampf um jeden Ball: Patryk Walczak gegen die Schwartauer Marcus Hansen und Martin Waschul. © Agentur 54°
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Als ein trauriger Abgang für den VfL-Trainer drohte, bewies seine Mannschaft „einmal mehr ihren großartigen Charakter“ und besiegte Nettelstedt im Endspurt 21:20.

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Es hat geklappt: Die Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck-Schwartau haben ihrem Trainer zum Abschied einen Sieg geschenkt. Ein Video von den Feierlichkeiten gibt es hier. Gegen Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke siegte das Team von Torge Greve dank eines fulminanten Schlussspurts noch mit 21:20 (9:11). „Möglichst die ganz normalen Abläufe“ hatte sich Greve vor seinem letzten Spiel gewünscht. Als er dann aber – entgegen der sonstigen Gepflogenheit – bei der Einzelvorstellung der Spieler ebenfalls auf die Mitte des Spielfelds lief, gab es von den 2176 Zuschauern dankbaren, respektvollen, herzlichen Applaus. Der sich nach dem Spiel wiederholte, als die Stimmung euphorisch und melancholisch zugleich war. Galt es doch, Abschied zu nehmen von Greve, der ab heute Trainer des VfL Gummersbach ist, den Erstliga-Dino vor dem Abstieg retten soll.

Die spannende Schlussphase im Video.

VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs („noch ist über die Interimslösung bis zum Sommer nicht entschieden“) und Hallensprecher „HG“ Meyer fanden die passenden Worte, würdigten Greves Arbeit. Für sieben Jahre beim VfL gab’s ein Trikots mit der Nummer 7, dazu ein Poster mit Spielern und „Team hinter dem Team“, ein Glasbild, Blumen. Dazwischen sahen die Zuschauer eine zunächst von den Abwehrreihen samt Torwart bestimmte Partie. Schwartau begann mit einer 5:1-Formation, dahinter parierte Dennis Klockmann schon zu Beginn vier Würfe. Bei der ersten Zwei-Tore-Führung, dem 5:3 durch Steffen Köhler, waren bereits 15 Minuten gespielt – bevor das letzte Spiel von Torge Greve auf der Bank so richtig Fahrt aufnahm.

Mit einer doppelten Unterzahl des VfL, in der Jonas Ottsen zum 6:4 (17.) erhöhte, sich Nettelstedts Dener Jaanimaa mit einer Schauspieleinlage zum Gespött der Zuschauer machte, Klockmann beim 8:8 (23.) mit zwei Paraden die Hansehölle auf Temperatur brachte, der VfL-Angriff aber auch mit Antonio Metzner und Jan Schult weiterhin selten gut vorbereitet zum Abschluss kam.

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Die Folge: ein 9:11 zur Pause, eine Gäste-Führung, die der Erstliga-Absteiger nach Wiederbeginn noch ausbaute. Als beim VfL nur Ottsen den Weg zum Tor suchte, Wurfpech hinzu kam und die Deckung als 6:0-Formation zu viele Rückraumtreffer (Orlowski) zuließ. Zehn Minuten, nur ein VfL-Tor – beim 10:15 (39.) deutete sich eine Vorentscheidung an. Die Aufforderung von Hallensprecher Meyer an die Fans, noch einmal alles zu geben in den letzten Minuten mit Greve, klang wie ein Flehen, dass so die siebenjährige Amtszeit des Trainers doch wohl nicht zuende gehen konnte.

VfL-Trainer Torge Greve bekommt nach dem Spiel eine Bierdusche bei seiner Verabschiedung.
VfL-Trainer Torge Greve bekommt nach dem Spiel eine Bierdusche bei seiner Verabschiedung. © Agentur 54°
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Auch die Spieler dürften das gehört haben. Und dann ging’s los: Angeführt von Markus Hansen, der endlich Druck aus dem linken Rückraum entwickelte und dreimal traf, mit Toren auch von den Außen Damm (aufmerksam auch am eigenen Kreis) und Kretschmer kam der VfL wieder heran, im Tor parierte nun Mallwitz insgesamt fünfmal auf dem Weg zum 19:19 durch Hansen (53.). Und der Keeper mit der Nummer 1 war es auch, der nach Schults 21:20-Führung 15 Sekunden vor Schluss den letzten Ball parierte, danach unter der Jubeltraube des Teams verschwand. Und am Rand jubelte Greve. Ein letztes Mal mit dem VfL.. Christian Schlichting

VfL: Klockmann (1.-43./ 10 Paraden/1 Siebenmeter), Mallwitz (ab 43./6) – Glabisch , Ottsen 4, Podpolinski 1, Hansen 3, Ranke , Waschul 3, Schult 2, Damm 1, Köhler 1, Schrader, Kretschmer 3, Möller 1, Bruhn , Metzner 2
TuS: Tatai, Birlehm – Genz, Walczak 3, Gierak 3/1, Bagaric, Strosack 2, Rakovic, Spohn, Jaanimaa 3, Schade, Orlowski 7, Hövels 1
Zuschauer: 2176
Siebenmeter: 0 – 2/1 Zeitstrafen: 2 – 3
Spielfilm: 2:0 (3.), 5:3 (15.), 7:6 (20.), 8:9 (24.), 9:11 (Hz.), 10:15 (39.), 12:16 (42.), 14:17 (49.), 19:19 (53.), 19:20 (56.), 21:20 (60.)

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