29. September 2020 / 16:49 Uhr

VfL muss nach Athen: Wolfsburgs Mehmedi wäre St. Gallen lieber gewesen

VfL muss nach Athen: Wolfsburgs Mehmedi wäre St. Gallen lieber gewesen

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hätte St. Gallen lieber als Athen gehabt: Wolfsburgs Schweizer Admir Mehmedi (l.).
Hätte St. Gallen lieber als Athen gehabt: Wolfsburgs Schweizer Admir Mehmedi (l.). © (c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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48 Spiele auf europäischer Bühne hat VfL-Profi Admir Mehmedi in seiner Karriere schon bestritten - kein Akteur des Fußball-Bundesligisten hat mehr internationale Klub-Partien auf dem Buckel. Jetzt geht's nach Athen, aber der Wolfsburger hätte lieber bei einem anderen Verein gespielt.

14 Mal für den FC Zürich, fünfmal für Dynamo Kiew und den SC Freiburg, 17 Mal für Bayer Leverkusen und schon siebenmal für den VfL - in Sachen Europa-Cup-Erfahrung macht Admir Mehmedi beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten so schnell niemand etwas vor. Insgesamt 48 Spiele hat Wolfsburgs Mister Europa schon auf internationaler Bühne bestritten, mit der Partie am Donnerstagabend (20.45 Uhr, live auf Sport1) in der Play-Off-Runde der Europa League bei AEK Athen greift der Spielmacher die Marke von 50 Duellen an. Dabei wäre ihm ein anderer Gegner eigentlich lieber gewesen.

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So viel internationale Erfahrung auf Klub-Ebene wie Mehmedi hat beim VfL niemand. 28 Spiele in der Europa League und 20 in der Champions League hat der Offensiv-Mann bereits auf seinem Konto. Das macht in der Summe 48 Europa-Cup-Partien (zwölf Tore, vier Assists). Damit liegt er im Vergleich mit seinen Teamkollegen deutlich vorn - hinter ihm folgen Renato Steffen (37), Jeffrey Bruma (36), Josuha Guilavogui (33) und Maximilian Arnold (29). Am Donnerstag kommt in Athen Spiel Nummer 49 dazu, im Falle eines Sieges darf Mehmedi in der Gruppenphase auf weitere Einsätze hoffen. Der Weg dorthin wird aber nicht leicht. "Sie sind vor paar Jahren Meister geworden, und Olympiakos Piräus muss man erst mal hinter sich lassen. Athen hat auch Spieler, die international erfahren sind", betont Mehmedi.

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In Athen hat Wolfsburgs Nummer 14 sogar schon mal gespielt - allerdings mit der schweizerischen Nationalmannschaft unter Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld gegen Griechenland. Damals gab's einen 2:1-Sieg. Der würde dem VfL fürs Weiterkommen reichen. Und das ist das Ziel. "Athen hat eine erfahrene Truppe, die abgezockt ist. Uns erwartet ein ziemlich schweres Spiel, aber unser Ziel ist, den letzten Schritt zu machen und uns für die Gruppenphase zu qualifizieren", betont Mehmedi, der am liebsten aber gegen Athens Quali-Gegner St. Gallen gespielt hätte: "Das wäre mir definitiv lieber gewesen, ich habe mich schon gefreut, in der Heimat zu spielen. Zumal ich eine Woche später noch mal in der Schweiz gegen Kroatien spiele."

Doch statt in die Schweiz geht's nach Griechenland. Für den VfL ist es bereits die dritte englische Woche in Folge. "Klar, wenn du nach der schweren Vorbereitung direkt mit englischen Wochen startest, ist es nie einfach. Das spürt man", sagt Mehmedi. "Aber es ist schön, dass wir jeden dritten Tag spielen." Bisher habe die Mannschaft die Belastung ganz gut weggesteckt und die Aufgaben "gut gemeistert". Lediglich in der Liga "haben wir uns gewünscht, den einen oder anderen Punkt mehr zu haben. Aber wir können zufrieden sein", findet Mehmedi.

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Denn seit fünf Pflichtspielen ist Wolfsburg nun ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis). Auch in der vergangenen Saison lief es zu Beginn gut, die erste Pleite ließ lange auf sich warten. Ein Spiegelbild? "Das sind halt Statistiken. Letztes Jahr war letztes Jahr und dieses Jahr ist dieses Jahr. Ich vergleiche eher die Art und Weise, wie wir auftreten. Und die war okay", so Mehmedi.

Doch die Belastung wird nicht weniger, vor allem dann, wenn der VfL die Gruppenphase erreicht. Einige Ausfälle gibt's schon zu beklagen. Mehmedi, der zuletzt selbst öfters angeschlagen war, macht sich um Verletzungen "gar keine Gedanken. Ich fühle mich richtig gut, das ist das Wichtigste." Und sollte der eine oder andere ausfallen, "kommt der nächste, wir haben einen breiten Kader", sagt Mehmedi. Aber ist er breit genug? Zuletzt hatte Trainer Oliver Glasner erneut Verstärkungen gefordert. Mehmedi: „Das müssen andere beurteilen, ich mache ja nicht die Kaderplanung.“

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