14. März 2017 / 17:28 Uhr

VfL: Nanu! Didavi muss länger trainieren...

VfL: Nanu! Didavi muss länger trainieren...

Pascal Mäkelburg
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Und jetzt mal aufgepasst: VfL-Trainer Andries Jonker (kl. Bild M.) erklärt Daniel Didavi (r.), was er von ihm bei der Extra-Einheit sehen will. Wolfsburgs Nummer 11 musste heute rund 20 Minuten länger üben.
Und jetzt mal aufgepasst: VfL-Trainer Andries Jonker (kl. Bild M.) erklärt Daniel Didavi (r.), was er von ihm bei der Extra-Einheit sehen will. Wolfsburgs Nummer 11 musste heute rund 20 Minuten länger üben.
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Seine Kollegen waren schon längst in der Kabine, als Daniel Didavi sich mit Trainer Andries Jonker lange unterhielt. Zuvor hatte der VfL-Profi mit der lustigen Haar-Palme-Frisur eine schweißtreibende Extra-Einheit eingelegt. Und das wird auch in den kommenden Tagen und Wochen so bleiben. Das verriet der Coach des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten am Dienstag.

Der neue Co-Trainer Freddie Ljungberg schlug Flanken von der Seite, die Wolfsburgs Nummer 11 verwerten musste. Immer und immer wieder. Jonker und sein Trainerteam schauten derweil zu. Rund 20 Minuten ging das so. Danach war auch für Dida, wie er gerufen wird, das Training zu Ende. Jonker erklärte die Sonder-Einheit so: „Wir versuchen mit Dida einmal am Tag auf dem Platz zu trainieren - und nicht zweimal. Deshalb muss er ein bisschen mehr machen.“

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Es gehe bei Didavi darum, eine gute Balance zwischen Be- und Entlastung hinzubekommen, weil der Ex-Stuttgarter in der Vergangenheit immer wieder mit Knie-Problemen zu kämpfen hatte. Beim Thema Knie schrillen bei Didavi sofort die Alarmglocken, ein Knorpelschaden hätte ihn im Jahr 2012 fast die Karriere gekostet. Aber: Nachdem er sich in dieser Spielzeit einer Meniskus-OP hatte unterziehen müssen und er einen kompletten Neuaufbau für das lädierte linke Knie hinter sich bringen musste, ist Didavi wieder fit. Am Samstag, beim 1:0 in Leipzig, war der 27-Jährige bester Wolfsburger und spielte 82 Minuten lang. So lange hatte er in dieser Saison übrigens noch nicht auf dem Platz gestanden.

Jonker weiß, was er an Didavi hat, gleichwohl weiß er auch, dass er mit dem Offensivmann behutsam umgehen muss. „Ich glaube, dass ihm das gut tut. Es geht darum, dass er auf seine Aufgabe fokussiert ist, dass er versteht, was er machen muss. So, wie wir das jetzt machen, passt es in allen Bereichen - im physischen und im mentalen Bereich“, sagt der VfL-Trainer, bei dem Didavi zum Flügel-Flitzer geworden ist.

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„Auf dem Papier spiele ich jetzt eher über außen“, sagt Didavi. Dabei ist er „eigentlich ein zentraler Spieler“. Doch das ist dem Holländer egal, zumal Didavi im System des neuen VfL-Trainers nicht starr auf außen spielen soll. Dennoch: „Das war am Anfang ein bisschen ungewohnt“, räumt der Spieler ein, „gegen Mainz hat man gesehen, dass ich da noch ein Fremdkörper war“. Aber der Trainer habe viel mit ihm geredet, ihm gesagt, was er von ihm sehen will. Gut: Dida hat es schnell verstanden.