27. August 2019 / 18:15 Uhr

VfL-Neuzugang Rolfö: WG mit Harder, Lust auf Titel

VfL-Neuzugang Rolfö: WG mit Harder, Lust auf Titel

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fridolina Rolfö kam vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg
Fridolina Rolfö kam vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg
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Fridolina Rolfö wechselte vor der Saison vom FC Bayern zu den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg. Nach einer Fußverletzung rückt jetzt ihr Debüt näher.

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Sieben Neuzugänge verpflichtete Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg vor dieser Saison, eine wird zur unfreiwilligen Spätstarterin: Fridolina Rolfö (kam ablösefrei vom FC Bayern) zog sich beim WM-Spiel um Platz drei mit Schweden eine Fußverletzung zu, kann darum jetzt erst so richtig angreifen. „Mir geht es gut soweit“, so die 25-Jährige mit einem Lächeln. Ihr erster Auftritt im VfL-Trikot rückt langsam näher, am 7. September beim DFB-Pokalauftakt gegen den SV Berghofen in Dortmund könnte es soweit sein. Rolfö: "Der Plan ist, dass ich diese Woche das Mannschaftstraining steigere. Dann schauen wir mal.“

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So könnten die VfL-Frauen in der kommenden Saison spielen ©
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Die letzte sportliche Erinnerung an Wolfsburg war für Rolfö eher nicht so toll, mit dem FC Bayern verlor sie im vergangenen September im AOK-Stadion mit 0:6. "Aber das", so lacht sie "wollen wir mal schnell vergessen." Lieber konzentriert sich die schwedische Nationalspielerin auf ihre Rolle im neuen Team. Sie kann auch zentral spielen, aber "ich fühle mich wohler auf links“, so Rolfö, die in Wolfsburg auf gute Bekannte trifft. „In Linköping habe ich schon mit Claudia Neto, Kristine Minde und Pernille Harder zusammengespielt." Und Nationalmannschaftskollegin Nilla Fischer "hat hat mir vorweg schon ein bisschen vom Verein erzählt“.

Besonders intensiv ist der Draht aber gerade zu Harder, denn: „Ich warte immer noch auf eine Wohnung - und da ich sehr gut mit Pernille befreundet bin, wohne ich vorübergehend bei ihr. Wir waren in Schweden schon Nachbarn und haben viel Zeit miteinander verbracht.“ Der Kontakt sei seitdem nie abgebrochen, „aber jetzt sehen wir uns wieder jeden Tag. Auch auf dem Platz kennen wir einander richtig gut, ich weiß genau, was sie mag und umgekehrt genauso. Wir können gut zusammen spielen.“ Und: „Ich bin sehr stolz, dass sie so erfolgreich hier ist und so viele Auszeichnungen bekommen hat. Das hat sie sich so verdient, und es spricht auch für die Qualität des Vereins hier."

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Frauenfussball-Bundesliga, VfL Wolfsburg - SC Sand, Saison 2019/20, 1.Spieltag ©

Ende 2018 hatte sich Rolfö dafür entschieden, ihren Vertrag beim FC Bayern nicht zu verlängern, die Entscheidung für den VfL fiel dann schnell. „Ich hatte ein paar Angebote vorliegen und habe überlegt, was ich mir von meiner Fußballkarriere erhoffe. Und das ist ganz klar: Titel gewinnen." Zwar rüstet auch der FC Bayern ordentlich auf und arbeitet an der Professionalisierung seiner Frauenmannschaft, doch sieht Rolfö die besseren Chancen in der Autostadt: „Der FC Bayern Campus war neu und gut, doch auch hier ist es toll. Es ist zwar kleiner, aber ich habe alles, was ich brauche. Ich wollte den nächsten Schritt machen und finde, dass Wolfsburg noch etwas professioneller und erfolgreicher ist. Hoffentlich kann ich dem VfL mit meinen Fähigkeiten helfen.“ Den Konkurrenzkampf nimmt sie an. Rolfö: „Hier gibt jeder alles. Wir haben hier dieses Jahr einen super Kader - und eine gute Chance, die großen Titel zu gewinnen.“

Was gegen einen Wechsel ins Ausland sprach: Von der Leistungsdichte der Bundesliga ist Rolfö nach wie vor überzeugt. Denn "die deutsche Liga ist immer noch eine der besten Ligen der Welt. Die anderen Länder holen auf, aber in der Bundesliga gibt es nach wie vor mehrere starke Mannschaften. In anderen Ligen ist das noch nicht gegeben“, findet sie. Ihrem Ex-Verein Bayern traut sie diese Saison viel zu. „Sie haben einen sehr starken Kader.“

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