05. März 2021 / 18:50 Uhr

Die wichtigsten Antworten zur Teilnahme des VfL Potsdam an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga

Die wichtigsten Antworten zur Teilnahme des VfL Potsdam an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
14 Mannschaften nehmen an der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga teil.
14 Mannschaften nehmen an der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga teil. © Julius Frick (Foto), Detlev Scheerbarth (Grafik)
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Wann geht es los, wie viele Teams sind dabei, welche Voraussetzungen gibt es? Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Qualifikationsspielen zur 2. Handball-Bundesliga.

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Der VfL Potsdam darf weiter vom Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga träumen: Der Verein hat bis vergangenen Montag fristgerecht sein Interesse an der Teilnahme bei den Aufstiegsspielen beim Deutschen Handballbund (DHB) hinterlegt. Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen dazu:

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Welche Bedingungen muss der VfL Potsdam zur Teilnahme erfüllen? Bis vergangenen Montag (15.30 Uhr) mussten die Vereine ihr Interesse an der Aufstiegsrunde anmelden. Bis zum 31. März (15.30 Uhr) hat der Verein nun Zeit, die erforderlichen Lizenzierungsunterlagen beim Ligaverband HBL einzureichen. Dazu zählen beispielsweise der Nachweis der Wirtschaftlichkeit oder Bankbürgschaften. „Ich glaube nicht, dass da noch viele Vereine rausfallen werden“, sagt Axel Bornemann, der Sportliche Leiter des VfL Potsdam.

14 Teams für zwei Aufstiegsplätze

Welche Vereine sind dabei? 14 Mannschaften aus den vier verschiedenen Drittliga-Staffeln, die sich um zwei Aufstiegsplätze bewerben: Neben dem VfL Potsdam der HC Empor Rostock, Eintracht Hildesheim, MTV Braunschweig (alle Staffel Nord-Ost), TuS Vinnhorst, TuS Spenge, VfL Eintracht Hagen (alle Staffel Nord-West), HSG Hanau, TuS 04 KL-Dansenberg, HSG Krefeld Niederrhein (alle Staffel Mitte), HC Oppenweiler/Backnang, TSB Heilbronn-Horkheim, VfL Pfullingen und TV Willstätt (alle Staffel Süd).

Warum nimmt der VfL teil? „Wir haben tierisch Bock auf die Aufstiegsrunde, wir wollen einfach wieder spielen“, sagt Bornemann, der zudem auf die Zielstellung Aufstieg, die der Verein schon vor der Saison ausgegeben hatte, verweist. „Wir wissen, dass das ein sehr ambitioniertes Ziel ist, daran wollen wir weiterhin festhalten“, sagt Bornemann. Der VfL lag nach fünf Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz (vier Siege, eine Niederlage). Außerdem habe der Verein eine Verpflichtung gegenüber seinen Partnern, Zuschauern und Spielern.

Wie stehen die Aufstiegschancen? „Das ist sehr schwierig einzuschätzen“, sagt Bornemann mit Blick auf die Corona-Zwangspause. „Die Mannschaften haben in den letzten dreieinhalb Monaten kein Spiel mehr gemacht und in den vergangenen zwölf nur eine Hand voll. Für mich sind deshalb alle Favoriten, ich will kein Team unter den Deckmantel der Leichtigkeit stecken“, erklärt er. Mit Empor Rostock (Nord-Ost) nimmt nur ein aktueller Tabellenführer der vier Staffeln teil, allerdings sind die Tabellen nach wenigen Spieltagen noch nicht sonderlich aussagekräftig.

Welcher Modus ist angedacht? Das steht bislang noch nicht fest. „Die Spielkommission 3. Liga wird einen Vorschlag unterbreiten, der vom Vorstand des Deutschen Handballbundes beschlossen werden muss“, hieß es auf SPORTBUZZER-Anfrage vom DHB. Am Montagabend schalten sich Vertreter aller 14 Vereine und des DHB in einer Videokonferenz zusammen und beraten sich. Manche Vereine haben schon eigene Vorschläge erarbeitet. „Wir möchten an dieser Diskussion nicht teilnehmen, der DHB hat da ganz viel Erfahrung“, sagt Bornemann. Er hat allerdings Präferenzen: „Ich finde schon, dass das Ziel sein muss, so viele Spiele wie möglich zu absolvieren, um das Momentum Glück und Tagesform maximal zu minimieren. Und wir wollen auch die Mannschaften im Süden sportlich kennenlernen.“

VfL für Turnier-Blase bereit

Ist ein zentrales Turnier angedacht? Laut DHB-Auskunft ist das „nicht vorgesehen“. Bornemann will „gar nichts ausschließen“. „Wenn am Ende ein Turnier in einer Blase die einzige Möglichkeit ist, dann sind wir bereit dafür“, sagt der Sportliche Leiter des VfL.

Wann geht die Aufstiegsrunde los? Auch das wird bei der Videokonferenz erst final besprochen, laut DHB sollen die Spiele aber „ab April“ stattfinden. „Der DHB hat vorgegeben, dass allen Vereinen mindestens drei Wochen vollumfängliches Training vor dem Start der Aufstiegsrunde zur Verfügung stehen“, sagt Bornemann.

Gibt es aktuell Corona-Testungen? Die Spieler des VfL werden zweimal wöchentlich per Schnelltest getestet, die Kosten trägt der Verein. Der DHB hat ein Testkonzept erarbeitet. „Hygiene- und Testkonzept sollen einen Spielbetrieb wieder ermöglichen, die Entscheidung trifft am Ende das wie bei anderen Corona-Fragen jeweils zuständige lokale Gesundheitsamt“, heißt es vom DHB.