26. März 2017 / 21:04 Uhr

VfL-Profi Jung optimistisch: Diese Saison will er noch ran

VfL-Profi Jung optimistisch: Diese Saison will er noch ran

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
VfL Wolfsburg Sebastian Jung
Hofft auf ein schnelles Comeback bei den Profis: VfLer Sebastian Jung. © Imago
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Über ein Jahr ist es inzwischen her, dass VfL-Profi Sebastian Jung sein letztes Pflichtspiel für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten bestritten hat – am 17. Februar 2016 im Champions-League-Achtelfinale bei KAA Gent. Nach seinem Kreuzbandriss, den sich der Rechtsverteidiger in dieser Partie zugezogen hatte, der Risswunde an der Narbe sowie den muskulären Problemen, die ihn zuletzt plagten, will der 26-Jährige nun endlich angreifen. Sein Ziel: In dieser Saison noch mindestens ein Erstliga-Spiel bestreiten.

„Vor dem Trainerwechsel zu Andries Jonker hatte ich mir eine Muskelverhärtung zugezogen, aber wollte unbedingt unter dem neuen Coach mittrainieren. Anscheinend habe ich die Verhärtung nicht richtig auskuriert und mir dann noch einen Zerrung im Adduktorenbereich geholt“, sagte Jung, der in seiner Karriere schon mit etlichen Verletzungen zu kämpfen hatte. Muskelfaser- und Muskelbündelriss, Mittelhandbruch und Wadenprobleme: Die Liste ist lang.

Am bittersten war es im Winter-Trainingslager in La Manga. Dort riss beim Fußball-Tennis unglücklich die Narbe am Knie wieder auf. „Mit dem Knie ist alles in Ordnung. Die Risswunde hat mich echt zurückgeworfen. Das hat mich am meisten geärgert. Eine Muskelverletzung kann immer mal passieren, aber die jüngste kam zu einem unpassenden Zeitpunkt.“, sagte Wolfsburgs Nummer 24.

Seit Anfang vergangener Woche ist Jung wieder im Mannschaftstraining – und wirkt optimistisch wie lange nicht. „Ich will in dieser Saison unbedingt noch mal in der Bundesliga spielen. Dafür kämpfe ich, das spornt mich an“, so der Abwehrmann. Am Wochenende soll er beim Regionalliga-Team aushelfen und Spielpraxis sammeln. Und dann will er schnell zurück zu den Profis. „Es ist wichtig für mich überhaupt wieder dabei zu sein. Im Kader zu stehen, würde mich riesig freuen, aber letztlich entscheidet der Trainer“, weiß Jung und fügt hinzu: „Ansprüche zu stellen, wäre unrealistisch. Wenn ich ein paar Minuten spielen kann, bin ich sehr glücklich.“

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Von Neu-Coach Andries Jonker hat Jung einen super Eindruck gewonnen, auch wenn er erst wenige Tage unter dem Niederländer trainieren konnte. „Der Trainer hat schon des öfteren mit mir geredet, da ging es vor allem um die Verletzungen. Er passt sehr auf mich auf, dass ich nicht zu viel mache“, so der VfLer. Vor allem die akribische Arbeit des Niederländers imponiert Jung. „Er ist sehr penibel, aber alle haben Spaß zu trainieren. Manchmal ist es etwas nervig, dass er die Einheiten oft unterbricht, aber ich finde das absolut positiv. So kommt zumindest kein Schlendrian rein“, lobt der Verteidiger.