22. Januar 2020 / 16:20 Uhr

VfL-Profi Tisserand warnt vor Hertha-Spiel: "Dürfen das Verteidigen nicht vergessen"

VfL-Profi Tisserand warnt vor Hertha-Spiel: "Dürfen das Verteidigen nicht vergessen"

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Freiburgs Nils Petersen (links) verliert das Kopfballduell gegen Wolfsburgs Marcel Tisserand (Mitte).
Freiburgs Nils Petersen (links) verliert das Kopfballduell gegen Wolfsburgs Marcel Tisserand (Mitte). © imago images/Beautiful Sports
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Beim Rückrunden-Auftakt in Köln war Wolfsburgs Innenverteidiger Marcel Tisserand einer der schwächsten Spieler auf dem Platz. Nun monierte der Kongolse, dass das gemeinschaftliche Verteidigen besser werden müsse.

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Am Anfang der Hinrunde war die Defensive des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg noch das Prunkstück im Kader. Wenige Gegentore, viele Zu-null-Spiele. Mittlerweile hat sich die Situation des VfL verändert. Spätestens seit dem 1:3 beim Rückrunden-Auftakt beim 1. FC Köln am Samstag ist klar, dass sich die Truppe von Trainer Oliver Glasner wieder vermehrt aufs Verteidigen konzentrieren muss.

Das findet auch Innenverteidiger Marcel Tisserand, der vor dem 0:2 einen katastrophalen Fehlpass gespielt hatte. "Natürlich müssen wir hinten einiges besser machen - die Standards oder auch das Spiel im Ballbesitz. Aber es lag nicht nur an der Defensive", meint der Kongolese. "Wir dürfen das Verteidigen nicht vergessen. Da müssen wir vielleicht auch mal auf die Basics zurückgreifen. Wenn wir das gut machen, können wir vorn auch ein Tor schießen."

Die Spieler des VfL Wolfsburg nach dem Auftaktspiel gegen den 1. FC Köln in der Einzelkritik

Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, bei den Gegentoren chancenlos. Note: 4 Zur Galerie
Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, bei den Gegentoren chancenlos. Note: 4 ©

Tisserand erwartet Steigerung

Was er damit meint: In der Hinrunde hatte der VfL zwar oftmals die Gefahr vor dem gegnerischen Tor vermissen lassen, dafür ließ das Team hinten nur wenige Chancen zu - weil der Fokus auf der Defensive lag. Nun erspielen sich die Wolfsburger zwar mehr Möglichkeiten, nutzen diese aber nicht konsequent. Gleichzeitig kommt der Gegner häufiger zum Abschluss. Zum Vergleich: Im Hinspiel (2:1) hatten die Kölner lediglich zwei Torschüsse, am Samstag gleich sieben. Tisserand: "Wir haben die Qualität, um es besser zu machen. Das wissen wir. Wir haben viele Dinge in dieser Woche angesprochen und auch verstanden. Ich denke, wir sind bereit für das Spiel gegen Hertha."

Der Abwehrspieler selbst muss sich nach seinem Patzer am Wochenende Gedanken um seinen Platz in der Defensive machen. Durch die Verpflichtung von Marin Pongracic (kam für 10 Millionen Euro aus Salzburg) hat Glasner nun fünf Innenverteidiger. Bisher genossen John Anthony Brooks und Tisserand sein Vertrauen. Gegen die Hertha dürfte das Duo erneut von Beginn an spielen. Denn: Pongracic ist immer noch nicht bei hundert Prozent, fehlte zudem beim Training am Mittwoch (Schlag auf den Fuß). Deshalb ist es wahrscheinlich, dass er auch gegen die Berliner noch nicht zum Einsatz kommt. Doch beim Spiel in Paderborn dürfte Pongracic erstmals dabei sein - und einen der beiden Startplätze in der Defensive beanspruchen. Darum macht sich Tisserand keine Gedanken: "Ich bin zuversichtlich, dass ich meinen Platz behaupten kann .Bei jedem Spieler können immer mal wieder Fehler passieren - so wie bei mir am Samstag. Das gehört dazu."

Der 27-Jährige hofft sogar, dass ihm der Transfer des Kroaten einen Schub geben kann. "Viele Konkurrenten sind gut, du musst immer bereit sein. Wenn du denkst, dass du auf deiner Position allein bist, wirst du vielleicht etwas arrogant", so Tisserand. "Es war nicht einfach, meinen Platz im Team zu bekommen. Es war jeden Tag ein Kampf - und das ist es auch immer noch. Jetzt muss ich eben wieder etwas mehr machen." Für die kommenden Wochen hat er sich dafür sogar persönliche Ziele gesetzt: "Ich muss den Ball besser behandeln und ich kann definitiv schneller spielen."

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