12. November 2019 / 08:30 Uhr

Siege des VfL Wolfsburg nur mit Mehmedi? „Das ist was für Statistiker“

Siege des VfL Wolfsburg nur mit Mehmedi? „Das ist was für Statistiker“

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ohne Admir Mehmedi kann der VfL Wolfsburg in dieser Saison scheinbar nicht gewinnen.
Möchte in Frankfurt wieder für den VfL spielen: Admir Mehmedi hatte zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel pausieren müssen. © Peter Steffen/dpa
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Die Nicht-Nationalspieler des VfL Wolfsburg dürfen nach dem 0:2 gegen Bayer Leverkusen Kraft tanken, denn die Fußball-Bundesliga macht Länderspielpause. Und nach der könnten beim VfL einige Langzeitverletzte wieder eine Option für den Kader sein.

Sieben Spiele in Folge hat der VfL nicht mehr gewonnen, den letzten Sieg hat es am 6. Oktober beim 1:0 gegen Union Berlin gegeben. Mit Admir Mehmedi in der Startelf – mit dem Spieler, der in der Offensive viel unterwegs ist. Ein Schleicher, der für die gegnerische Abwehr schwer zu packen ist. Einer, der dem behäbigen Offensivspiel des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gerade jetzt richtig gut täte.

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Möglicherweise kann der Nationalspieler der Schweiz nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel am übernächsten Samstag, wenn der VfL bei Eintracht Frankfurt ran muss, wieder dabei sein. „Das ist das Ziel“, sagt Mehmedi, mit dem der VfL in dieser Saison noch nie verlor:

Vier Siege, drei Remis, keine Niederlage, 15 Punkte – das ist die beeindruckende Bilanz mit ihm, ohne ihn gab’s in zehn Spielen nur einen Sieg, fünf Remis und gar vier Niederlagen. „Das ist was für die Statistiker“, sagt er leicht schmunzelnd und kommt auf die Zeit ohne ihn zu sprechen: „Der Block nach der letzten Länderspielpause war nicht so erfolgreich wie erhofft für uns.“ Warum nicht? Das sei schwer zu beantworten, hänge mit vielen Faktoren zusammen. Mehmedi betont: „Wichtig ist das Momentum, dass das mal wieder auf unsere Seite kippt. Aber das muss man sich wieder erarbeiten. So wie zu Saisonbeginn, da haben wir uns die Siege auch erarbeitet.“

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Fussball, Bundesliga, VfL Wolfsburg-Bayer Leverkusen,  Saison 2019/20, 11. Spieltag, 10.11.2019 Zur Galerie
Fussball, Bundesliga, VfL Wolfsburg-Bayer Leverkusen, Saison 2019/20, 11. Spieltag, 10.11.2019 ©

Er selbst fieberte in den vergangenen Wochen entweder auf der Tribüne oder vorm TV mit. Mitte Oktober hatte sich Mehmedi gegen Irland am rechten hinteren Oberschenkel einen Muskelfaserriss zugezogen. „Das Zuschauen ist mir sehr, sehr schwergefallen. Gerade in Situationen, in denen es nicht so läuft, möchte man gern helfen, aber man kann nicht. Für einen Fußballer ist es das Schlimmste, wenn man die Kollegen leiden sieht und nicht helfen kann. Aber nun bin ich ja wieder gesund.“

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Die anstehenden EM-Qualifikationsspiele mit der Schweiz gegen Georgien und Gibraltar lässt er sausen (Kevin Mbabu und Renato Steffen sind dagegen dabei), stattdessen machte Wolfsburgs Nummer 14 am Montagvormittag alles mit im VfL-Mannschaftstraining – anschließend ballerte er noch ein paar Bälle aufs Tor, bevor er sich kurz mit Trainer Oliver Glasner unterhielt. Es ging um seinen Genesungsprozess, darum, dass er jetzt wieder vollkommen fit werden möchte und es keinen Rückschlag mehr gibt, so dass Glasner schon in Frankfurt wieder auf ihn bauen kann. Ein Spiel, in dem das Kämpferische zunächst Priorität haben muss, fordert Mehmedi: „Wir müssen wieder über die Basics kommen, damit wir uns stabilisieren. Alles andere wird dann Schritt für Schritt kommen.“

Mit Mehmedis Rückkehr erhofft sich Trainer Oliver Glasner mehr Schwung in der VfL-Offensive, die in elf Liga-Spielen erst elf Tore erzielen konnte. Nach dem Tabellenvorletzten Köln (zehn Tore) und zusammen mit dem Letzten Paderborn hat der VfL die schwächste Offensive der Liga – ein Problem. Außerdem gab’s in den vergangenen vier Spielen 14 Gegentore. Mehmedi: „Wir hatten in der vergangenen Saison auch eine Phase, in der es schwierig war für uns – wir wussten, dass solch eine schwierige Phase kommt.“ Trotzdem: „Jetzt Alarm zu schlagen, wäre fehl am Platz.“

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