03. Juni 2021 / 18:18 Uhr

VfL-Sommerplan: Wolfsburg denkt über Trainingslager nach

VfL-Sommerplan: Wolfsburg denkt über Trainingslager nach

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das bisher letzte Sommer-Trainingslager: 2019 bereitete sich der VfL im österreichischen Schladming vor.
Das bisher letzte Sommer-Trainingslager: 2019 bereitete sich der VfL im österreichischen Schladming vor. © Boris Baschin
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Der VfL Wolfsburg denkt über ein Sommer-Trainingslager nach. Die Überlegungen laufen bereits. Es kann aber auch sein, dass der Bundesligist wie schon im vergangenen Jahr auf der heimischen Anlage bleibt.

Die Planungen laufen auf Hochtouren: Am Mittwoch hatte der VfL die Verpflichtung von Mark van Bommel als neuen Trainer für die kommende Saison bekannt gegeben, im Hintergrund wird weiter fleißig am Kader gebastelt. Doch nicht nur das: Der Wolfsburger Fußball-Bundesligist macht sich Gedanken über ein Trainingslager im Sommer. Dabei geht es um die Fragen, "ob wir fahren und wenn ja, wann und wohin wir fahren", sagt Sportdirektor Marcel Schäfer.

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Das bisher letzte Sommer-Trainingslager hatte es für die Wolfsburger 2019 gegeben. Nach dem Amtsantritt von Oliver Glasner als VfL-Trainer war die Mannschaft ins österreichische Schladming gefahren, um sich dort auf die Saison vorzubereiten. Ein Jahr zuvor, nach der Rettung in der Relegation gegen Holstein Kiel, war der VfL unter Trainer Bruno Labbadia nicht verreist. Und auch im vergangenen Jahr hatte der VfL wegen der Corona-Pandemie auf ein Sommer-Trainingslager verzichtet und sich stattdessen auf dem heimischen Gelände vorbereitet. So könnte es auch diesmal kommen, denn "die Bedingungen hier sind grandios", betont Schäfer. "Es ist eher selten der Fall, dass man irgendwo hinfährt und dort bessere Bedingungen vorfindet als hier."

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Gleichwohl hat ein Trainingslager immer einen ganz besonderen Charme. Die Mannschaft ist mehrere Tage am Stück unter sich, verbringt auch die Freizeit zusammen - das schweißt zusammen. Dass die Wolfsburger eine Einheit sind, hatten sie in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll gezeigt. Doch besonders durch den Trainerwechsel von Glasner zu van Bommel würde ein Trainingslager in diesem Sommer Sinn machen. So könnte der neue Coach (und seine Assistenten Kevin Hofland und Michael Frontzeck) sein neues Team besser kennenlernen und die Spieler den Niederländer andersrum auch. "Im Trainingslager sitzt man abends auch mal zusammen, dann auch mit dem neuen Trainer", sagt Schäfer aus eigener Erfahrung als Profi. Es sei aber nicht so, "dass wir unbedingt wegfahren müssen".

Ob es ein Trainingslager gibt, ist also noch offen. Sicher ist hingegen, dass van Bommel erstmals mit seiner Mannschaft am 1. Juli beim Trainingsauftakt auf dem Rasen stehen wird. Bereits einige Tage zuvor, wahrscheinlich am 22. oder 23. Juni, wird das neue Trainerteam in Wolfsburg erwartet. Am 28. Juni stehen für Maximilian Arnold und Co. dann die obligatorischen Medizinchecks vor einer Saison und Corona-Tests an, bevor der VfL dann die Vorbereitung aufnimmt.

Bis dahin könnte sich noch etwas im Kader tun. Innenverteidiger Micky van de Ven (FC Volendam) steht vor einem Wechsel nach Wolfsburg. Zudem bekundete der VfL sein Interesse an Kölns Abwehrmann Sebastiaan Bornauw (Manager Jörg Schmadtke: "Ja, wir haben beim 1. FC Köln unser Interesse für Bornauw hinterlegt"). Der Vertrag von John Anthony Brooks könnte zeitnah verlängert werden, Maxence Lacroix (Interesse von RB Leipzig) soll bleiben. Und nun kursiert das Gerücht, dass der VfL ein Auge auf Offensivmann Jordan Larsson (Sohn des Schweden-Stars Henrik Larsson) geworfen haben soll. Nach SPORTBUZZER-Infos soll ein Wechsel des 23-Jährigen aber keine Priorität haben, da der Offensivmann auf derselben Position zu Hause ist wie Maximilian Philipp. Und den will der VfL fest verpflichten, eine Einigung im Bereich von 7 Millionen Euro scheint möglich.