25. Oktober 2019 / 13:17 Uhr

VfL-Stürmer Weghorst legt gegen Schiri nach: "Der hat keine Ahnung und konnte kein Englisch"

VfL-Stürmer Weghorst legt gegen Schiri nach: "Der hat keine Ahnung und konnte kein Englisch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wout Weghorst (Mitte) war mit der Leistung des Schiedsrichters Sergei Ivanov (r.) nicht einverstanden. 
Wout Weghorst (Mitte) war mit der Leistung des Schiedsrichters Sergei Ivanov (r.) nicht einverstanden.  © Guido Kirchner/dpa
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Die Kritik der VfL-Profis gegen den Schiedsrichter am Donnerstagabend hielt sich in Grenzen - nur Wout Weghorst war nach Abpfiff außer sich. "Es war ein Witz", ärgerte sich der Niederländer.

Es war der große Aufreger am Donnerstagabend beim dritten Europa-League-Spiel des VfL in Gent: Beim Stand von 2:1 für Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hatten die Belgier in der Nachspielzeit noch den Ausgleich geschossen. Roman Yaremchuk ließ die Fans des belgischen Erstligisten jubeln, aber das Kung-Fu-Tor hätte nicht zählen dürfen. Yaremchuk war im Zweikampf mit Marcel Tisserand mit gestrecktem Bein zur Stelle.

Nach Abpfiff ärgerten sich die Wolfsburger über diese Szene, suchten die Fehler aber vor allem bei sich selbst. VfL-Stürmer Wout Weghorst legte noch mal nach. "Der Schiri war überhaupt nicht stark. Der hat gar keine Ahnung. Mit dem konntest du nicht sprechen – der konnte kein Englisch. Es war ein Witz", so der Niederländer.

Die Szene kurz vorm Abpfiff: Nach einer Flanke von links ging Yaremchuk mit dem Fuß auf Kopfhöhe Tisserands zum Ball und bugsierte ihn mit einer Kung-Fu-Bewegung mit links ins Tor. Die Pfeife von Schiedsrichter Sergei Ivanov blieb – stumm, was die VfL-Profis verärgerte. Zu recht verärgerte, doch der schwache Referee, der auch zuvor alles andere als glücklich in seinen Entscheidungen war, ließ nicht mit sich diskutieren. Für Weghorst war die Situation klar: "Das Bein war zum Kopf gestreckt. Es war sehr gefährlich."

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Die Aufstellung ist da: So startet der VfL Wolfsburg ins Europa-League-Spiel bei der KAA Gent

<b>Pavao Pervan</b>: Rettete in der ersten Halbzeit den verunglückten Rückpass von Arnold. War beim Treffer von Roman Yaremchuk chancenlos. - Note: 3.  Zur Galerie
Pavao Pervan: Rettete in der ersten Halbzeit den verunglückten Rückpass von Arnold. War beim Treffer von Roman Yaremchuk chancenlos. - Note: 3.  ©

Für den KKA Gent war Yaremschuk derweil der Held des Spiels - und einen Tag nach dem Duell mit den Niedersachsen hat der Ukrainer seinen Vertrag bis 2023 verlängert. Gegen Wolfsburg hatte er vor seinem Kung-Fu-Tor bereits aus der Distanz für Anschlusstreffer gesorgt. Die Treffer habem den Wert des Stürmers für sein Team unterstrichen - und die UEFA wählte ihn ins "Europa-League-Team der Woche". Für Yaremschuk waren es in dieser Saison bereits die Pflichtspieltore Nummer 11 und 12, dazu kamen drei Vorlagen - in der vergangenen Saison stand er nach allen 45 Spielen bei 15 Skorerpunkten.

Ausgebildet wurde Yaremschuk bei Dynamo Kiew, sein Profi-Debüt feierte er aber ausgerechnet bei FK Olexandrija, dem aktuellen Europa-League-Gruppenrivalen von Gent und Wolfsburg. In der Ukraine hält der heute 23-Jährige immer noch den Rekord für das schnellste Erstliga-Tor - 2016 für Olexandrija nach acht Sekunden gegen Vorskla Poltava.

Gegen Wolfsburg traf er dafür besonders spät - aber so richtig zufrieden war er anschließend nicht. "Wolfsburg ist stark, aber wenn wir eine Top-Mannschaft werden wollen, müssen wir die drei Punkte zu Hause holen", so Yaremschuk. "Wir haben nicht unser bestes Spiel gespielt, hatten zu viel Respekt." Trainer Jess Thorup habe in der Pause gesagt, dass er "überzeugt sei, dass wir noch mindesten einen Punkt holen", so der Stürmer weiter. "Ich glaube, ich habe ihn ein bisschen glücklich gemacht".


Die VfL-Stimmen zum Europa-League-Spiel bei der KAA Gent

<b>Josuha Guilavogui zum 2:2 in der Nachspielzeit:</b> Vielleicht war es gefährliches Spiel. Ich habe die Szene nicht noch mal gesehen. Ich mache dem Schiri aber keinen Vorwurf. Das ist Fußball. Normalerweise hätten wir es vorher fertigmachen müssen. Das müssen wir lernen. Es ist unsere Schuld. <b>Über das Spiel:</b> Der Punkt ist gut. Jetzt müssen wir zu Hause gegen Gent drei Punkte holen. Ich denke, es war ein Schritt nach vorne. Zur Galerie
Josuha Guilavogui zum 2:2 in der Nachspielzeit: "Vielleicht war es gefährliches Spiel. Ich habe die Szene nicht noch mal gesehen. Ich mache dem Schiri aber keinen Vorwurf. Das ist Fußball. Normalerweise hätten wir es vorher fertigmachen müssen. Das müssen wir lernen. Es ist unsere Schuld." Über das Spiel:" Der Punkt ist gut. Jetzt müssen wir zu Hause gegen Gent drei Punkte holen. Ich denke, es war ein Schritt nach vorne." ©
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