21. Januar 2020 / 16:00 Uhr

VfL-Torflaute: Brekalo fordert mehr Risiko

VfL-Torflaute: Brekalo fordert mehr Risiko

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fussball, Europa League, Gruppenphase 1. Spieltag, VfL Wolfsburg - FC Olexandrija, Saison 2019/20, 19.09.2019, Volkswagen Arena
Fordert mehr Mut und Risiko: VfL-Flügelflitzer Josip Brekalo (l.). © Roland Hermstein
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Nur 19 Tore nach 18 Spieltagen in der Fußball-Bundesliga - der VfL Wolfsburg hat weiterhin mit Problemen in der Offensive zu kämpfen. Vor dem ersten Heimspiel des neuen Jahres am Samstag gegen Hertha BSC fordert VfL-Flügelflitzer Josip Brekalo mehr Risikobereitschaft...

1:3 in Köln verloren, Rückrunden-Start verpatzt – am Dienstag zeigte Oliver Glasner seinen Profis auf, warum der Wolfsburger Fußball-Bundesligist die Rückreise mit leeren Händen hatte antreten müssen. „Wir sind gut gestartet, haben zwei, drei Riesen-Chancen und haben dann nachgelassen, waren nicht mehr konsequent. So kannst du auswärts keine Spiele gewinnen“, so Josip Brekalo. Der kleine VfL-Dribbler wünscht sich vor dem ersten Heimspiel des Jahres am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC mehr Mut, mehr Risiko und mehr Konsequenz in den Zweikämpfen.

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Vor allem bei Gegenpressing-Situationen. Denn: „Wenn du schnell den Ball eroberst, hast du viel Platz und kannst mit zwei, drei Pässen zu Torchancen kommen.“ Genau das fehle dem VfL zurzeit. Im Hinspiel gegen die Kölner etwa hatten die Wolfsburger nach einer frühen Balleroberung durch Wout Weghorst getroffen. „Wir haben in dieser Saison schon gezeigt, dass wir das können.“ Ein gutes Gegenpressing. „Aber das müssen wir viel öfter zeigen“, fordert der kroatische Nationalspieler. „Wir müssen mit viel mehr Risiko spielen, mit viel mehr Mut – und wir dürfen Spiele nicht so billig verlieren.“

Warum das Gegenpressing nicht immer wie gewünscht funktioniert, „weiß ich nicht. Wenn ich es wüsste, würde ich es sagen, damit wir die nächsten Spiele gewinnen“, so Wolfsburgs Nummer 7. Brekalo gibt sich aber trotz der Probleme zuversichtlich. „Wir kommen da wieder raus.“ Das gehe aber nur als Mannschaft. „Wir müssen alle zusammen arbeiten, dann werden wir wieder unsere Spiele gewinnen.“

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Josip Brekalo ©

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Wolfsburgs Marcel Tisserand (rechts) versucht akrobatisch auf das Kölner Tor zu schießen. Zur Galerie
Wolfsburgs Marcel Tisserand (rechts) versucht akrobatisch auf das Kölner Tor zu schießen. ©
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Er selbst war in Köln erstmals wieder erste Wahl, nachdem die Hinserie für ihn gut begonnen hatte, er aber zum Ende der Hinserie überwiegend auf der Bank saß. Kurzum: Seine Hinserie erinnerte an die der Vorsaison, weil es für den 21-Jährigen da ähnlich gelaufen war. „Ja, ich hatte das gefühl, dass es wieder so läuft für mich. Als Spieler bist du dann nicht zufrieden mit der Situation. Ich bin sicher, dass meine Zeit und die Zeit der Mannschaft noch kommen wird. Wir werden am Ende erfolgreich sein“, so Brekalo.

In Köln hatte er gleich zu Beginn eine dicke Chance ausgelassen, nach dem Wechsel jedoch das VfL-Tor von Renato Steffen mustergültig aufgelegt - seine vierte Torvorlage in der Liga. Eine, die ihm wichtig ist. Insgesamt hat Brekalo sechs Torvorbereitungen in den Pflichtspielen in seiner Bilanz stehen. „Wenn einer sagt, dass ihm Vorlagen nicht wichtig sind, lügt er“, so der Kroate grinsend. „Tor oder Torvorlage sind wichtig für mich. Aber das Wichtigste ist, dass wir als Mannschaft Spiele gewinnen“, so Brekalo.

In der vergangenen Woche hatte sich der Flügelspieler im Training die rechte Hand gebrochen, seitdem trägt Brekalo eine Carbon-Schiene. „Mich behindert das nicht, ich kann alles machen“, so der VfL-Profi, der die Schiene vier bis sechs Wochen nun tragen muss. „Ich habe keine Angst in den Spielen“, sagt Brekalo, der mit dem VfL wieder nach Europa will – und abermals betont, dass er sich mehr Mut, mehr Risiko in den Spielen sowie mehr Selbstvertrauen wünscht: „Wir müssen in die Spiele gehen und uns sagen: Es gibt nur einen Sieger auf dem Platz – und das muss der VfL sein.“