23. Januar 2020 / 14:36 Uhr

VfL-Trainer Glasner vorm Hertha-Spiel: Warum nicht mal fünf Tore schießen...

VfL-Trainer Glasner vorm Hertha-Spiel: Warum nicht mal fünf Tore schießen...

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Olver Glasner trifft mit dem VfL Wolfsburg auf Hertha BSC
Olver Glasner trifft mit dem VfL Wolfsburg auf Hertha BSC © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg lechzt nach Toren. 19 Treffer nach 18 Liga-Spielen sind eine magere Bilanz. Am Samstag gegen Hertha wünscht sich Trainer Oliver Glasner darum einen klaren Sieg.

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Zweiter Rückrunden-Spieltag der Fußball-Budesliga - und der VfL Wolfsburg steht schon unter Druck. Nach der 1:3-Niederlage in Köln muss am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC ein Sieg her, sonst drohen die Europa-Träume früh im Jahr zu platzen. "Wichtig aber", so VfL-Trainer Oliver Glasner, "ist es jetzt erst mal zu gewinnen. Das wollten wir schon in Köln, da haben wir bis zum Schluss alles versucht, und das werden wir jetzt auch wieder tun."

Sein Gegenüber auf der Berliner Bank wird Jürgen Klinsmann sein. Der Ex-Nationalspieler ist zum zweiten Mal als Gäste-Coach in der VW-Arena, beim ersten Mal gab es im April 2009 den legendären 5:1-Sieg des VfL gegen die Bayern mit Grafites Hackentor. "An das Tor erinnere ich mich, das lief auch in Österreich rauf und runter", so Glasner, "aber ich hätte nicht mehr gewusst, dass Klinsmann damals Trainer war." Gegen ein erneutes 5:1 hätte Glasners nichts, auch wenn er schmunzelnd zugibt: "Nachdem wir zuletzt nicht Spiel für Spiel vier oder fünf Dinger reingehauen haben, ist das auch diesmal nicht unbedingt zu erwarten, aber manche Dinge passieren ja genau dann, wenn man sie nicht erwartet..."

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Hinter der scherzhaften Bemerkung steckt beim Wolfsburger Trainer auch eine ernsthafte Sehnsucht - denn nicht nur ein Sieg, sondern auch eine Art Befreiungsschlag in Sachen Chancenverwertung würde seiner Mannschaft extrem guttun. Ein Sieg, vielleicht sogar mit fünf Toren, so Glasner, "würde das Ganze einfacher machen, denn dann hätten wir die Diskussion um die vergebenen Chancen und die wenigen Treffer nicht mehr..."

Dass es die Hertha dem VfL schwermachen wird, auch nur ein einziges Tor zu schießen, ist allerdings auch klar. In den drei letzten Spielen vor der Winterpause hatte Berlin kein einziges Gegentor bekommen, auch beim 0:4 zum Rückrundenstart gegen die Bayern stand rund eine Stunde lang hinten die Null. Glasner: "Es ist nicht leicht, sich gegen Hertha Chancen zu erspielen. Sie machen die Räume sehr eng. Wir haben Lösungsansätze trainiert - was es bewirkt hat, werden wir am Samstag sehen."

Nicht mit dabei ist Marin Pongracic. Der VfL-Neuzugang bekam am Dienstag einen Schlag im Training ab, der Fuß ist geschwollen. "Er hat dadurch zwei Trainingstage versäumt und hat ohnehin noch etwas Rückstand", so Glasner. "Er steht darum am Samstag nicht zur Verfügung, alle anderen sind wohlauf."