10. Februar 2020 / 14:50 Uhr

VfL-Volleyballerinnen erkämpfen sich zwei Punkte, Herren müssen nach unten schauen

VfL-Volleyballerinnen erkämpfen sich zwei Punkte, Herren müssen nach unten schauen

Pascal Mäkelburg
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wieder keinen Sieg geholt: Die Volleyballer des VfL Wolfsburg (r.).
Wieder keinen Sieg geholt: Die Volleyballer des VfL Wolfsburg (r.). © Britta Schulze
Anzeige

Mit überraschenden, aber ganz wichtigen zwei Punkten sind die Volleyballerinnen des VfL Wolfsburg von ihrem Auswärtsspiel beim Top-Team Bremen 1860 zurückgekehrt! Der abstiegsbedrohte Oberligist siegte mit 3:2 (25:19, 19:25, 25:17, 18:25, 15:11) beim Tabellen-Zweiten und hat den Klassenerhalt weiter in der eigenen Hand.

Anzeige
Anzeige

Was für eine Energieleistung des Aufsteigers! In der Hansestadt war nicht zu erkennen, wer um den Aufstieg und wer gegen den Abstieg spielt. „Wir haben dem Tabellen-Zweiten, einem Top-Team der Liga, ein richtig gutes Spiel abverlangt“, analysierte VfL-Zuspielerin Vivien Wagner glücklich. In einer hochintensiven und über alle fünf Sätze sehr spannenden Oberliga-Partie behielten die Wolfsburgerinnen am Ende sogar die Überhand. „Super Block, tolle Feldabwehr, Kampf um jeden Punkt. Es war eines der sehenswertesten Spiele in dieser Saison von uns“, schwärmte Wagner.

Weil die TG 1860 Münden zeitgleich den Keller-Krimi beim TuS Zeven mit 3:0 gewann und drei Punkte holte, rutschten die Wolfsburgerinnen trotz des Sieges auf den Relegationsplatz ab. Drei Spiele vor Saisonende tat dies der guten Stimmung im VfL-Lager aber keinen Abbruch: „Das Spiel in Bremen hat gezeigt, dass wir in diese Liga gehören – und, dass wir nach dem Aufstieg nicht gleich wieder runter wollen. Wir haben den Klassenerhalt in der eigenen Hand und wollen diesen möglichst bald eintüten“, so Wagner.

VfL: Schlegelmilch, Rentsch, Domeyer, Sievert, Marfeld, Heißner, Matschke, Ackermann, Khalitova, Ludwig, Wagner.

Volleyball-Verbandsliga: VfL Wolfsburg ASC Göttingen II

Volleyball-Verbandsliga: VfL Wolfsburg ASC Göttingen II Zur Galerie
Volleyball-Verbandsliga: VfL Wolfsburg ASC Göttingen II © Britta Schulze
Anzeige

VfL-Herren mit zwei Niederlagen

Ausgerechnet der tolle Sieg zum Jahresbeginn beim Spitzenreiter TV Bornum hat die Volleyballer des VfL Wolfsburg etwas aus der Bahn geworfen. Seither konnte der Verbandsligist kein Spiel mehr gewinnen. Auch im letzten Heimspiel der Saison verlor die Mannschaft von Spielertrainer Mario Walther sowohl gegen den ASC Göttingen II als auch den USC Braunschweig III und muss in der Tabelle nach unten schauen.

VfL Wolfsburg – ASC Göttingen II 1:3 (12:25, 25:23, 17:25, 15:25)

Eigentlich wollten die Wolfsburger mit einem Sieg gegen das Kellerkind, das nun auf den drittletzten Platz sprang, den Klassenerhalt praktisch eintüten und sich im oberen Tabellenmittelfeld festsetzen. Daraus wurde nichts! Ohne die kurzfristig ausgefallenen Tino Weigel, Reza Ghadami und Christian Wegwerth hagelte es in drei von vier Sätzen deutliche Niederlagen. „Die Göttinger haben richtig gut aufgespielt, uns mit viel Druck zu Fehlern gezwungen. Die Niederlage war durchaus verdient“, musste Walther anerkennen.

VfL Wolfsburg – USC Braunschweig III 2:3 (28:30, 25:14, 25:9, 23:25, 13:15)

Gegen den Tabellen-Fünften kam es dann zu einer etwas kuriosen Partie. Nach einem packenden Auftaktsatz, den die VfLer in der Verlängerung verloren, folgten zwei klare Durchgänge zugunsten der Grün-Weißen. Diese waren so deutlich, dass eigentlich alle in der Halle von einem Wolfsburger Sieg ausgehen durften – alle, bis auf die Braunschweiger, die sich noch mal zurückkämpften und sogar noch den Tie-Break für sich entscheiden konnten. „Wir haben die Sätze, die wir verloren haben, alle mit zwei Punkten Unterschied verloren. Es war sehr knapp“, konstatierte Walther. Sein Team konnte somit immerhin einen Punkt in Wolfsburg behalten, aber die dritte Niederlage in Folge nicht abwenden. Nach dem Rückfall auf Platz vier sagte der VfL-Spielertrainer: „Jetzt müssen wir natürlich wieder nach unten schauen, brauchen in den letzten beiden Spielen noch ein, zwei Zähler um sicher drin zu bleiben.“

VfL: Säger, Walther, Drosdowski, Rusch, Wegwerth, Reinert, Wende, Reichert, Kribia, Ludwig.

Mehr heimischer Sport

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt