22. Mai 2021 / 18:31 Uhr

Wolfsburgs 2:3 im letzten Spiel: Einem war's "scheißegal", Glasner kündigt Gespräch über seine Zukunft an

Wolfsburgs 2:3 im letzten Spiel: Einem war's "scheißegal", Glasner kündigt Gespräch über seine Zukunft an

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schönes Tor, unwichtiges Ergebnis: Philipp erzielte das zwischenzeitliche 1:1 gegen Mainz, Arnold (l.) war die 2:3-Niederlage ziemlich egal. Trainer Oliver Glasner (rechts) will sich über seine Zukunft äußern.
Schönes Tor, unwichtiges Ergebnis: Philipp erzielte das zwischenzeitliche 1:1 gegen Mainz, Arnold (l.) war die 2:3-Niederlage ziemlich egal. Trainer Oliver Glasner (rechts) will sich über seine Zukunft äußern. © Roland Hermstein /dpa/Montage
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Der VfL Wolfsburg hat das letzte Saisonspiel mit 2:3 verloren, die Freude über den Champions-League-Einzug trübt das nicht. Die Zukunft von Trainer Oliver Glasner bleibt offen, der Österreicher deutete aber an, dass sich was tun könnte.

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Am ehrlichsten war wieder einmal Maximilian Arnold. "Im Endeffekt ist es scheißegal", sagte der Mittelfeldspieler des VfL Wolfsburg nach der 2:3-(0:1)-Niederlage im letzten Saisonspiel gegen Mainz 05. Die Niedersachsen beenden eine bärenstarke Saison auf Champions-League-Platz vier, auch ein Sieg gegen die 05er hätte an dieser Platzierung nichts mehr geändert - weil Dortmund gewann.

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Dass sie sich über die Niederlage beim Saisonfinale ein bisschen geärgert haben, war den VfLern schon anzumerken - aber das war schnell verflogen. Vor allem vor der Pause, so Arnold, habe man "gesehen, dass wir ein bisschen durch waren." Die Jubelwoche nach dem Einzug in die Königsklasse habe "schon etwas geschlaucht", vor allem habe er "wenig Schlaf gehabt."

Die Niederlage im letzten Spiel vorm Urlaub "trübt unsere Saison gar nicht", so Arnold weiter. "Wir haben eine überragende Saison gespielt mit dem Highlight in Leipzig." Dort hatte der VfL am vergangenen Sonntag mit einem 2:2 die Champions League klar gemacht. Die gesamte Spielzeit habe "so viel Spaß gemacht", die letzten Wochen im Quarantäne-Trainingslager hätten noch mal "die Teamgeist, den Spirit" gezeigt, "und der war ausschlaggebend", so der 26-Jährige, der gegen Mainz die Kapitänsbinde getragen hatte.



Ein wichtiger Faktor im Saisonendspurt war auch Maximilian Philipp, der in Leipzig beide VfL-Tore erzielt hatte und auch gegen Mainz wieder traf - es war erneut ein sehenswertes Tor. "Es war die einzige Möglichkeit, ihn über den Außenrist rutschen zu lasssen", so der Offensivmann, der schmunzelnd hinzufügte: "Ja, schönes Tor". Und Philipp unterstrich noch einmal, dass er gern in Wolfsburg bleiben würde. Er ist von Dinamo Moskau ausgeliehen, die Kaufoption über 11 Millionen zogen die Wolfsburger nicht, möchten die Transfersumme möglichst weit unter die 10-Millionen-Marke drücken. "Wir haben uns in die Champions League gespielt, ich habe meinen Teil dazu beigetragen, jetzt würde ich gern daran teilnehmen", sagte er. Und die scherzhaft gemeinte Sky-Rückfrage, ob er denn zur Not einen Teil zur Ablöse beisteuern würde, beantwortete Philipp vergleichsweise ernsthaft: "Wenn ich so viel hätte, gern!"

Anschließend war Philipp dabei, als einige Spieler zum Marathon-Tor gingen und mit den Fans feierten, die sich schon während der Partie gegen Mainz rund ums Stadion versammelt hatten, dabei nicht immer auf Corona-Abstände und das Tragen der Masken geachtet hatte. Als sich die Profis dann zeigen, lief allerdings fast alles so, wie es sein sollte - mit hinreichendem Abstand zwischen die Kickern und den Anhängern, die Mund- und Nasenschutz trugen.

Vorher hatte den Fans unter anderem "Wir woll'n den Glasner seh'n" skandiert - die Zukunft des Wolfsburger Trainers ist weiter offen, eine Trennung steht auch nach dem letzten Saisonspiel im Raum. Gegenüber der ARD sagte der Österreicher nach dem 2:3 gegen Mainz: "Ich habe Vertrag bis 2022, an dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert, deswegen kann ich nichts anderes verkünden. Wir werden das eine oder andere Gespräch führen, wenn es da ein Ergebnis gibt, werden wir das verkünden."