11. April 2019 / 08:53 Uhr

Mehmedi, Weghorst, Ginczek: Gibt's das Revival beim VfL Wolfsburg? 

Mehmedi, Weghorst, Ginczek: Gibt's das Revival beim VfL Wolfsburg? 

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Admir Mehmedi, Daniel Ginczek und Wout Weghorst könnten bei RB Leipzig wieder gemeinsam auf Torejagd gehen. 
Admir Mehmedi, Daniel Ginczek und Wout Weghorst könnten bei RB Leipzig wieder gemeinsam auf Torejagd gehen.  © Boris Baschin/dpa/Montage
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Zum Ende der Hinrunde gewann der VfL Wolfsburg fünf der letzten sechs Bundesligaspiele. Großen Anteil daran hatte das Trio um Admir Mehmedi, Wout Weghorst und Daniel Ginczek. Letztgenannter verletzte sich allerdings in der Winterpause, gemeinsame Auftritte von Beginn an gab es seitdem noch nicht. Jetzt ist Ginczek wieder fit - Zeit für ein Revival? 

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Als der VfL in der Hinrunde gegen RB Leipzig seine stattliche Erfolgsserie (fünf Siege aus den letzten sechs Bundesligaspielen vor der Winterpause) einläutete, hatten gerade auch drei Herrschaften in vorderster Front des seinerzeit bewährten Wolfsburger 4-4-2-Systems einen großen Anteil daran. Admir Mehmedi als kreatives Element hinter zwei Sturmspitzen, die von Wout Weghorst und Daniel Ginczek gebildet wurden. In der Rückrunde war diese Konstellation bislang durch die lange Verletzungspause Ginczeks gesprengt worden. Doch der 27-Jährige findet allmählich zurück zu alter Stärke. Zeit für ein Revival des Trios?

Ist Ginczek schon bereit?

Die Frage wird sein, ob Ginczek tatsächlich schon so weit ist, von Beginn an aufzulaufen, nachdem er gegen Borussia Dortmund sein Comeback (neun Minuten) gegeben hatte und nun gegen Hannover 96 am Samstag eine knappe halbe Stunde zum Einsatz gekommen war. „Ich bin erst mal sehr froh, dass er schon wieder seine Einsatzzeiten bekommen hat“, sagt Trainer Bruno Labbadia.

In der Mittwoch-Trainingseinheit wechselten sich Weghorst und Ginczek bei den einstudierten Abschlüssen, bedient von den Außenspielern, ab. Nach der Einheit blieb Ginczek noch lange auf dem Platz, schob mit Labbadia noch eine Sonderschicht vor dem Tor.

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Verletzung war ein "brutaler Schlag"

In besagten sechs Spielen in der Hinrunde hatte Ginczek bei fünf (drei Tore, zwei Assists) der zwölf Treffer seine Füße im Spiel. Er harmonierte gerade mit Mehmedi prächtig, auch das Zusammenspiel mit Weghorst funktionierte, wie der Niederländer schon im SPORTBUZZER-Doppelinterview erklärt hatte: „Wir kommen gut miteinander aus.“ VfL-Manager Jörg Schmadtke ergänzt: „Dass alle drei Spieler Qualität haben und dass das in der Hinrunde gepasst hat, darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten.“

Dann kam das Winter-Trainings-lager in Portugal, Labbadia hatte da eigentlich sogar das Gefühl, „dass wir Daniel noch mal auf ein anderes Level gehoben haben“. Doch dann kam auch das letzte Testspiel gegen HNK Rijeka, dann die 34. Minute, dann die schwere Bänderverletzung im Sprunggelenk. „Das war für uns ein brutaler Schlag, aber auch für ihn“, sagt Wolfsburgs Coach.

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"Er hat einfach dieses Besondere"

Der 53-Jährige ist „froh“, dass ihm Ginczek nun im Saisonendspurt wieder zur Verfügung steht. „Er ist jemand, der uns guttut.“ Noch müsse man aber abwägen, in welchem Umfang man den in seiner Karriere immer wieder mit schweren Verletzungen (u. a. zwei Kreuzbandrisse) ausgefallenen Stürmer „im richtigen Moment“ einsetzen kann.

Gegen Hannover 96 (3:1) sei es „ideal“ gewesen, als er den Treffer zum 2:1 von Renato Steffen mit einem Kontakt auf den Weg brachte: „Das war eine wirklich außergewöhnliche Vorlage“, schwärmt Labbadia, „Daniel kann nicht nur Tore schießen, sondern er hat einfach dieses Besondere, dass er Dinge erkennt, die nicht so viele Spieler erkennen.“ Vielleicht ja bald schon wieder von Beginn an...

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