12. September 2020 / 23:19 Uhr

Liga-Stopp in Albanien: VfL plant dennoch EL-Reise, Sport1 überträgt live

Liga-Stopp in Albanien: VfL plant dennoch EL-Reise, Sport1 überträgt live

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am Donnerstag spielt der VfL in Tirana gegen den Klub aus Kukes
Am Donnerstag spielt der VfL in Tirana gegen den Klub aus Kukes
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In Albanien ist der Start der ersten Liga vorerst ausgesetzt. Der VfL Wolfsburg geht dennoch davon aus, dass er am Donnerstag in Tirana zu seinem ersten Quali-Spiel der Europa League gegen FK Kukesi antritt. Anstoß ist um 20 Uhr, Sport1 überträgt live.

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Dass Spiele verlegt und Saison-Starts verschoben werden, ist in Corona-Zeiten nicht ungewöhnlich. Auch die erste Liga Albaniens mit FK Kukesi, EL-Quali-Gegner des VfL Wolfsburg, ist an diesem Wochenende nicht wie geplant gestartet starten. Hintergrund ist aber offenbar nicht die Corona-Situation auf dem Balkan, sondern ein Streit zwischen dem Verband und Regierung, bei dem es unter anderem um Steuerregelungen geht.

Kukesi und die elf anderen Vereine haben darum einen Boykott beschlossen – und die Liga-Spiele erst einmal ausgesetzt. Was heißt das für die Qualifikation der Europa League, in der der VfL am Donnerstag bei FK Kukesi (das Spiel soll in der Hauptstadt Tirana ausgetragen werden) antreten muss? Wolfsburg-Manager Jörg Schmadtke: „Aktuell hat sich an dem Stand nichts verändert – auch wenn uns aktuell die Nachricht ereilt hat, dass dort die Saison bis auf Weiteres ausgesetzt ist.“ Heißt: Der VfL plant für kommenden Mittwoch die Reise nach Tirana, das Spiel soll am Donnerstag um 20 Uhr angepfiffen werden – und Sport1 überträgt live.

Der VfL, der am Samstag sein DFB-Pokal-Spiel gegen Fürstenwalde mit 4:1 gewann, muss drei Quali-Runden überstehen, um in der Europa-League-Gruppenphase dabei zu sein. Kommt Wolfsburg gegen Kukesi weiter, ist eine Woche später Desna Chernihiv aus der Ukraine in Wolfsburg zu Gast. Fürs Erreichen der Gruppenphase gelte es dann noch die Play-Off-Runde zu überstehen - doch allein das wäre Angreifer Wout Weghorst zu wenig.

In der vergangenen Saison hatte sich der VfL direkt für die Gruppenphase qualifiziert und diese hinter KAA Gent als Tabellenzweiter beendet. Im Sechzehntel-Finale schalteten die Wolfsburger dann durch ein 2:1 und ein 3:0 Malmö FF aus. Doch im Achtelfinale gegen Schachtar Donezk war Schluss, die Partien endeten 1:2 und 0:3.

Wenn's nach Weghorst geht, soll es auch in der neuen Saison wieder die K.o.-Phase sein, nur die Gruppenphase wäre dem Niederländer zu wenig. "Wir müssen noch abstimmen, was die Ziele sind. Jetzt sind wir ein Jahr weiter, da wird die Gruppenphase nicht reichen. Aber auch da müssen wir erst mal hinkommen, das wollen wir und das wäre für Wolfsburg auch sehr wichtig", betont der Angreifer.

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Los geht's in dem Wettbewerb gegen Kukesi, einem Klub im Corona-Risikogebiet. Doch um die Sicherheit macht sich Weghorst keine Sorgen: "Ich denke, dass die Reise sehr gut vorbereitet wird." Mit dem Gegner hat sich Weghorst jedenfalls noch nicht wirklich intensiv beschäftigt. "Ich habe nur mal kurz auf Google nach dem Verein gesucht, geschaut, wo die spielen, und gesehen, dass sie gegen Sofia mit 2:1 gewonnen haben", sagt der Stürmer schmunzelnd. Der Torjäger weiter: "Es ist klar, dass wir die bessere Mannschaft sind und das Spiel gewinnen müssen."