21. August 2017 / 17:37 Uhr

VfL Wolfsburg: Ändert Trainer Andries Jonker jetzt das System?

VfL Wolfsburg: Ändert Trainer Andries Jonker jetzt das System?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
VfL Wolfsburg Andries Jonker
Ändert er das Spielsystem? VfL-Trainer Andries Jonker.
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Blutleer, konfus und enttäuschend präsentierte sich der VfL zum Auftakt der neuen Saison gegen Borussia Dortmund. Vorn fehlten die Ideen, hinten der Zugriff. Gegen Eintracht Frankfurt muss beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten am Samstag eine 180-Grad-Drehung her. Doch wie soll das so schnell gelingen? Möglich, dass Trainer Andries Jonker für die kommende Aufgabe etwas am Spielsystem verändert.

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Bisher ließ der Niederländer seine Mannschaft im 4-2-3-1 auflaufen. Das war schon in der abgelaufenen Saison der Fall. Und auch zur neuen Spielzeit hat sich daran nichts geändert. "Ich habe in der Vorsaison versucht, Struktur und Ruhe hineinzubringen. Ich wollte das System nicht andauernd wechseln. Und in dieser Saison habe ich es auch so gemacht, damit die Neuzugänge auch ruhig arbeiten können. Aber ich habe nie gesagt, dass ich daran gebunden bin", so der Trainer. Doch wirklich erfolgsversprechend war dieses System unter dem 54-Jährigen bisher nicht. Zwar stehen sieben Siegen drei Unentschieden und sechs Niederlagen gegenüber, allerdings gab es drei der sieben Erfolge in den beiden Relegationsspielen gegen Eintracht Braunschweig sowie im DFB-Pokal bei Eintracht Norderstedt.

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Auch wenn der BVB nicht der Maßstab der Wolfsburger ist, hat die Niederlage gezeigt, dass sich beim VfL etwas ändern muss. Jonker weiß: "Die Fans wollen nicht, dass du jede Woche 0:3 verlierst. Wie wir das machen, ist egal." Sollte der VfL-Coach am System etwas verändern, gibt es eigentlich nur zwei Optionen. Entweder er verzichtet auf den "Zehner". Dann könnte für Daniel Didavi, wie schon am Samstag, Maxi Arnold auf der "Acht" auflaufen. Dahinter dürfte der Coach weiter auf Ignacio Camacho und Riechedly Bazoer setzen. Diese Veränderung könnte der wackeligen Defensive mehr Stabilität verleihen.

Das waren die Aufaktspiele des VfL Wolfsburg in der Bundesliga seit dem Aufstieg

1997/98: Hansa Rostock - VfL Wolfsburg 0:1<br> Wolfsburgs erstes Spiel im Oberhaus schien torlos zu enden, aber in letzter Minute patzte Hansa-Keeper Bräutigam – und Präger sorgte für den ersten Bundesliga-Sieg des VfL.  Zur Galerie
1997/98: Hansa Rostock - VfL Wolfsburg 0:1
Wolfsburgs erstes Spiel im Oberhaus schien torlos zu enden, aber in letzter Minute patzte Hansa-Keeper Bräutigam – und Präger sorgte für den ersten Bundesliga-Sieg des VfL.  ©

Variante zwei: Jonker setzt auf die Offensive. Dann dürfte Ignacio Camacho als einziger Sechser auflaufen und Bazoer, der gegen Dortmund auffällig zweikampfschwach war, seine Stammplatz an Arnold verlieren. Das Eigengewächs könnte dann neben Daniel Didavi im offensiven Mittelfeld auflaufen. Dieses System ließ Jonker bereits im Testspiel gegen den VfV Hildesheim spielen - mit einem auffälligen Arnold, vor einer Woche aber noch an der Seite von Paul Seguin. Die Möglichkeiten sind jedenfalls da. Und Jonker sagt: "Ich will mich nicht auf ein System festlegen."