18. Juli 2021 / 13:32 Uhr

Wolfsburgs Arnold ist Kapitän der deutschen Olympia-Auswahl

Wolfsburgs Arnold ist Kapitän der deutschen Olympia-Auswahl

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Maximilian Arnold ist Kapitän der deutschen Olympia-Fußballer.
Maximilian Arnold ist Kapitän der deutschen Olympia-Fußballer. © dfb
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Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg ist Kapitän der deutschen Olympia-Auswahl. Das gab der DFB am Sonntag bekannt. Am Donnerstag steht das erste Spiel des Turniers gegen Brasilien an.

Beim VfL Wolfsburg ist er ein ganz heißer Kandidat für das Kapitänsamt, bei der deutschen Olympia-Auswahl trägt Maximilian Arnold bereits die Binde. Das gab der DFB am Sonntag bekannt. Bereits im Vorfeld der Olympischen Spiele hat das Wolfsburger Eigengewächs im SPORTBUZZER-Interview gesagt: „Das wäre eine Ehre für mich.“

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Ähnlich hatte er sich geäußert, als er jüngst gefragt worden war, ob er sich vorstellen könne, in der neuen Saison beim VfL der Kapitän zu sein, den Trainer Mark van Bommel bestimmen wird. „Ich würde mir das zutrauen, es wäre auch eine Ehre für mich“, sagt das Wolfsburger Eigengewächs, das im VfL-Mittelfeld zum Boss aufgestiegen ist.

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Arnold ist der Taktgeber, gleichwohl übernimmt der unumstrittene Stammspieler auch neben dem Platz Verantwortung, ist auch in der Kabine wichtig. Das gilt auch für das deutsche Fußball-Team in Tokio, das mit der Zeitumstellung zu kämpfen hat. "Wenn wir Mittag essen, ist in Japan schon Zeit fürs Abendbrot. Es gibt noch Einzelne, die wirklich noch Probleme haben und nachts um vier wach sind oder zwei Stunden Serien schauen, weil sie nicht schlafen können“, erzählte Arnold. Für die Mannschaft sollte es am Sonntag vom Trainingslager in die japanische Hauptstadt Tokio gehen. Vom Land selbst haben die Spieler noch nicht viel mitbekommen, berichtete er: „Wir fahren vom Hotel zum Stadion oder Trainingsplatz und fahren wieder zurück."

Überschattet wurde die Turnier-Vorbereitung am Samstag vom Abbruch des Testspiels in Wakayama gegen Honduras. Jordan Torunarigha, Verteidiger von Hertha BSC, berichtete von rassistischen Beleidigungen durch den Gegner - die deutsche Mannschaft setzte daraufhin ein deutliches Zeichen und verließ fünf Minuten vorm Abpfiff geschlossen den Platz. „Das war sowohl von meiner Mannschaft als auch von Jordan ein sehr, sehr gutes Verhalten“, lobte DFB-Trainer Stefan Kuntz sein Team. „Es ist auch ein starkes Statement von Jordan, dass er gesagt: 'Okay, es reicht, damit ist das Ding abgeschlossen.'"

Dass sie geschlossen vom Rasen gehen, stand für seine Teamkollegen völlig außer Frage. „Wir haben ein richtiges Statement gesetzt, wir haben richtig entschieden und gehandelt. Es war auch Jordans Wille, der gesagt hat, dass wir es damit gut sein wollen lassen“, sagte Kapitän Arnold. "Ich glaube, das ist ein Statement, was wir immer bringen müssen, wenn sowas passiert - vom Platz zu gehen und auf gar keinen Fall das Spiel weiterzumachen“, betonte Olympia-Fußballer und Ex-VfLer Max Kruse bei Instagram. „Egal ob in der ersten oder der 90. Minute, das müssen wir einfach immer machen, weil Rassismus einfach keinen Platz im Fußball hat.“

Honduras war in den ersten 30 Minuten in Führung gegangen, der ehemalige Wolfsburger Felix Uduokhai (Augsburg) erzielte im letzten Drittel den Ausgleich. Das deutsche Team konnte nach zahlreichen Absagen nur mit 15 Feldspielern und drei Torhütern nach Japan reisen. Erlaubt ist ein Kader von 22 Spielern.


Am Sonntag flog die DFB-Auswahl nach Tokio und bezog ihr Team-Hotel in Yokohama. Dort startet der Silbermedaillen-Gewinner von Rio 2016 am Donnerstag (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) gegen Olympia-Sieger Brasilien ins Turnier. Die weiteren Gruppen-Gegner sind am Sonntag kommender Woche Saudi-Arabien und drei Tage später die Elfenbeinküste. Die jeweils ersten beiden Teams der vier Vierergruppen erreichen das Viertelfinale.