04. September 2018 / 17:01 Uhr

VfL Wolfsburg: Aufgeben kennt Rexhbecaj nicht

VfL Wolfsburg: Aufgeben kennt Rexhbecaj nicht

Engelbert Hensel
Elvis Rexhbecaj: 100.000 (+50.000)
Ist so nah dran an der VfL-Startelf wie noch nie in seiner jungen Karriere: Elvis Rexhbecaj.
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Experten sagen über ihn, er sei vielleicht nicht immer der Talentierteste gewesen. Aber eines habe bei Elvis Rexhbecaj immer gestimmt – Einstellung und Mentalität.

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„Ich spreche nicht gern über mich selbst“, sagt das Eigengewächs des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Aber: „Mentalitätsmonster haben schon mehrere gesagt – natürlich nehme ich so etwas gern auf.“ Woher das rührt? „Das kam von ganz allein, ich musste früher schon viel kämpfen, um in der Jugend in der Startelf zu stehen“, erinnert sich das VfL-Eigengewächs. „Ich habe da manchmal auf der Bank gesessen, musste mich heranarbeiten.“ Er hat sich herangearbeitet. Und wie. Am Samstag beim 3:1 in Leverkusen hatte der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler zum Kader gehört. Nach der schweren Knieverletzung von Kapitän Josuha Guilavogui ist er so nah dran an der ersten Elf wie noch nie in seiner noch jungen Karriere. An Riechedly Bazoer (wurde kurz vorm Transferende an den FC Porto verliehen) und Paul Seguin, beide wie Rexhbecaj Mittelfeldspieler, war er bereits in der Vorbereitung vorbeigezogen, weil er eben einer ist, der nie aufgibt. „Ich hadere schon mit mir, wenn ich meine Leistung nicht gebracht habe“, beschreibt er ein Stück weit seinen großen Ehrgeiz.

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Dass er so gut drauf ist, ist auch anderen Klubs aufgefallen, die den Deutsch-Kosovaren auf dem Zettel hatten. Aber Rexhbecaj wollte nicht weg. „Für mich war klar, dass ich mich hier in geraumer Zeit durchsetzen will. Ich denke schon, dass ich in der nächsten Zeit Einsatzzeit bekomme.“  Auch bedingt durch die Guilavogui-Verletzung. „Diese Verletzung hat natürlich niemand gewollt“, betont Wolfsburgs Nummer 37.  Aber: „Man muss seine Chance nutzen, wenn sie kommt.“

Vier Bundesliga-Spiele hat Rexhbecaj auf seinem Konto, eines über 90 Minuten beim ganz schwachen 0:3 in der vergangenen Saison bei 1899 Hoffenheim. Damals spielte er Linksverteidiger und wurde da von seinen Kollegen häufig alleingelassen, machte Fehler, wie man sie von ihm eigentlich nicht kennt. Aber der Youngster will nicht mehr zurückschauen. „Das hat bei mir keine Wunden hinterlassen“, versichert Rexhbecaj, der auf dem besten Weg ist, sich mit seinen Leistungen bei seinen Mitspielern Respekt zu erarbeiten. „Ich glaube, dass ich – im Vergleich zum vergangenen Jahr – einen großen Schritt gemacht habe“, sagt der Jungprofi und fügt schmunzelnd hinzu: „Anfangs war ich das Küken, jetzt sehen mich die Mitspieler anders. Ich werde öfters umgehauen...“

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Die Hall of Fame des VfL-Nachwuchses ©
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Ganz wichtig für ihn sei der Rückhalt der Familie. Sein Vater ist beim Verein als Platzwart angestellt, zusammen mit seinen Eltern, seinen beiden Schwestern und seinem Bruder lebt er noch zu Hause. Für ihn der ideale Rückzugsort. „Mein Vater ist sehr stolz“, erzählt der VfL-Profi. Nicht nur er. Rexhbecaj: „Die komplette Familie unterstützt mich jeden Tag, auch wenn ich mal enttäuscht bin. Dann kommen sie und bauen mich auf, sagen Sätze wie ,Junge, mach’ einfach weiter, gib niemals auf’.“

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