17. Februar 2018 / 14:21 Uhr

FC Bayern schlägt couragierten VfL Wolfsburg - Schmidts Job weiterhin gefährdet

FC Bayern schlägt couragierten VfL Wolfsburg - Schmidts Job weiterhin gefährdet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Wölfe hatten bei den Elfmetern Gesprächsbedarf.
Die Wölfe hatten bei den Elfmetern Gesprächsbedarf. © dpa
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Der VfL Wolfsburg führte fast eine Stunde lang gegen den FC Bayern, doch dann schlug der Branchenprimus zu. Besonders bitter: Erst in der Nachspielzeit konnten die Bayern mit ihrem zweiten Elfmeter des Tages den Sieg in Wolfsburg erringen.

Der FC Bayern München hat mit der Fortsetzung seiner Siegesserie die Lage des Wolfsburger Trainers Martin Schmidt weiter verschärft. Der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga schlug den lange gut spielenden VfL Wolfsburg am Samstag trotz schwacher erster Halbzeit mit 2:1 (0:1) und bleibt im neuen Jahr ungeschlagen. Schmidt kassierte hingegen in seinem 100. Bundesligaspiel eine weitere Niederlage, wodurch sein Team noch tiefer in den Abstiegskampf rutscht und sein Job bei den Niedersachsen weiter gefährdet ist.

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Mit dem wieder genesenen Jupp Heynckes an der Seitenlinie kamen die Bayern drei Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul zu Toren von Sandro Wagner (64. Minute) und Robert Lewandowski (90.+1/Foulelfmeter). Für die Wolfsburger, die in der Anfangsphase von den eigenen Fans nicht unterstützt wurden, traf vor 30 000 Zuschauern Daniel Didavi (8.).

Das sind die Bilder zur Partie FC Bayern München gegen VfL Wolfsburg.

Torschütze Daniel Didavi (links) jubelt mit Renato Steffen. Zur Galerie
Torschütze Daniel Didavi (links) jubelt mit Renato Steffen. ©

​FC Bayern in Halbzeit eins ungefährlich

Der zuletzt beim Heimsieg gegen den FC Schalke 04 krankheitsbedingt fehlende Heynckes rotierte vor dem ersten internationalen Auftritt des Jahres und sorgte so für ungewohnte Probleme. Mit acht neuen Spielern zeigte der Tabellenführer eine lange Zeit harmlose Darbietung mit Steigerung nach der Pause.

Trotz der frühen Führung des VfL durch einen Kopfball von Didavi, der eine Flanke von Yunus Malli verwertete, entwickelten die Münchener zu wenig Druck und zeigten kaum Durchsetzungsvermögen. In der ersten Halbzeit gelang es den Gästen nicht, eine Chance aus dem Spiel heraus zu kreieren.

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Naturgemäß hatten die Bayern mehr Ballbesitz, aber gefährlich war das kaum. Nach knapp drei Monaten Pause spielte Thiago erstmals wieder in der Bayern-Startelf und zeigte sich eifrig, aber uneffektiv. Der spanische Nationalspieler konnte sich nicht entscheidend durchsetzen und wurde nach einer knappen Stunde ausgewechselt.

Die Wölfe in Noten: So waren die VfL-Profis gegen den FC Bayern München in Form

<b>Koen Casteels:</b> So viel Arbeit hatte der Torhüter schon lange nicht mehr, der Belgier glänzte nicht nur beim gehaltenen Elfmeter gegen Robben. Beim Gegentor war die Nummer 1 machtlos. - Note 2 Zur Galerie
Koen Casteels: So viel Arbeit hatte der Torhüter schon lange nicht mehr, der Belgier glänzte nicht nur beim gehaltenen Elfmeter gegen Robben. Beim Gegentor war die Nummer 1 machtlos. - Note 2 ©

​Casteels pariert Robben-Elfer

Die dichte und tief stehende Abwehr der Gastgeber stellte die Gäste aus München vor ungewohnte Probleme. Auch Arjen Robben und Franck Ribery kamen nur ganz selten über Außen in die gefährliche Zone. Robben scheiterte sogar beim freien Schuss aus elf Metern: Den Strafstoß des Niederländers nach Foul von Renato Steffen an Corentin Tolisso lenkte der VfL-Keeper Koen Casteels (55.) an den Pfosten.

Erst mit der Einwechselung von Thomas Müller wurde es besser. Der Nationalspieler leitete den Ausgleich ein, den Wagner nach Robben-Flanke per Kopf erzielte. Die Bayern spielten fortan deutlich zielstrebiger und kamen in der Nachspielzeit zum Siegtreffer. Der eingewechselte Lewandowski verwandelte den Strafstoß, nachdem Gian-Luca Itter Robben gefoult hatte.

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Wegen Stimmungsboykott: Fans verpassen Wölfe-Führung

19 Minuten und 45 Sekunden mussten die Spieler des 1945 gegründeten VfL auf die Anfeuerung von ihren treuesten Fans verzichten. Aus Protest gegen die schlechten Leistungen der Mannschaft hatte der harte Kern der Anhänger einen Stimmungsboykott beschlossen und verpasste so die Führung.

„Ohne Arbeit, ohne Fußball, ohne Leidenschaft = ohne uns“, stand auf einem Plakat. Verständnis zeigte die VfL-Führung. „Die Fans sind frustriert, sie haben seit zweieinhalb Monaten hier kein gescheites Spiel mehr gesehen“, kommentierte Aufsichtsrat-Mitglied Hans-Gerd Bode vor dem Anpfiff beim Pay-TV-Sender Sky. Am Samstag durften die VfL-Fans allerdings mit der Leistung zufrieden sein.

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