09. Juli 2017 / 21:19 Uhr

VfL Wolfsburg: Besondere Nummer für den Gustavo-Nachfolger

VfL Wolfsburg: Besondere Nummer für den Gustavo-Nachfolger

Andreas Pahlmann, Pascal Mäkelburg
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neu beim VfL: Ignacia Camacho (l.) bekommt die Nummer 4, Kaylen Hinds machte vorm Sportbuzzer-Spiel in Gifhorn schon eine kleine Lockerungs-Einheit (r.).
Neu beim VfL: Ignacia Camacho (l.) bekommt die Nummer 4, Kaylen Hinds machte vorm Sportbuzzer-Spiel in Gifhorn schon eine kleine Lockerungs-Einheit (r.). © vfl
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Am Rande des Sportbuzzer-Spiels in Gifhorn hat der VfL gleich zwei Neuverpflichtungen bestätigt: Stürmer-Talent Kaylen Hinds schaute gegen die Veltins-Auswahl schon zu; unmittelbar nach dem Abpfiff bestätigte Wolfsburgs Fußball-Bundesligist auch auch den Transfer vin Ignacio Camacho. Der Mittelfeld-Mann vom FC Malaga soll Gustavo-Nachfolger werden.

Camacho bekommt die 4, die jahrelang VfL-Legende Marcel Schäfer gehört hatte, der Meisterspieler (jetzt bei den Tampa Bay Rowdies) gab dafür seinen Segen. VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe: „Ignacio hat sehr viel Wissen über den VfL mitgebracht. Er wusste auch, dass die Nummer 4 einem Wolfsburger Idol gehörte. Marcel ist einverstanden damit, dass seine Nummer wieder vergeben wird.“ Auch wenn Camacho eine andere Position spielt und neu im Team ist, sieht ihn der VfL ähnlich wie Schäfer als Führungsfigur. Rebbe: „Er ist ein Teamplayer, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt. Darüber hinaus hat er sich in den letzten Jahren zum absoluten Führungsspieler von Malaga entwickelt. Neben seinen unbestrittenen Qualitäten auf dem Platz hatten wir vom ersten persönlichen Treffen an das Gefühl, dass Ignacio auch als Mensch sehr gut zum VfL und unseren Werten passt.“

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Eine Karriere in Bildern: Das ist Ignacio Camacho.

Mit der U17- und U21-Nationalmannschaft von Spanien wurde Camacho Europameister. Hier versucht er sich 2007 gegen Toni Kroos durchzusetzen. Zur Galerie
Mit der U17- und U21-Nationalmannschaft von Spanien wurde Camacho Europameister. Hier versucht er sich 2007 gegen Toni Kroos durchzusetzen. ©

VfL-Trainer Andries Jonker freut sich über den neuen Mittelfeld-Mann: „Er kann den Ball erobern und er weiß, wie man ihn zum Mitspieler bringt, das war mir sehr wichtig.“ Dass der 27-Jährige auch einer ist, der gerne einmal kräftig hinlangt, kommentiert Jonker mit einem Schmunzeln: „Dass er sehr hart spielt, wäre übertrieben – aber er weiß, wie man gewinnt...“ Wichtiger sei die Erfahrung, die der Spanier mitbringt: „Wenn du wie bei Luiz Gustavo Erfahrung abgibst, musst du gucken, wie man das wieder holen kann.“ Camacho ist heiß auf die neue Aufgabe: „Der VfL ist spätestens seit dem Champions-League-Heimsieg gegen Real Madrid sehr bekannt im Land. Die deutsche Mentalität, Fußball zu spielen, mochte ich eigentlich schon immer, weil hier großer Wert auf Taktik und Spielordnung, gepaart mit Offensivfußball, gelegt wird.“

Camacho ist ein Stammelf-Kandidat für die neue Saison, der Kampf um den Platz neben ihm könnte hart werden – Josuha Guilavogui, Maxi Arnold und Riechedly Bazoer sind Kandidaten, auch Paul Seguin (noch im Aufbautraining) lauert auf seine Chance. Ein Überangebot? Jonker: „Du brauchst mehr als elf Spieler. Die richtige Mischung im Kader ist wichtig,“

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Anders sieht es bei Arsenal-Talent Hinds (Dreijahres-Vertrag, eine Million Euro Ablöse) aus. Der 19-Jährige, der „Kay-Kay“ gerufen wird, ist ein Offensivtalent mit Perspektive – und hat sich für den VfL entschieden, weil er Jonker aus dessen Arsenal-Zeit kennt. Der VfL-Coach: „Jeder englische Scout weiß, wer Kay Kay ist. In jedem Jugendteam war er Leistungsträger.“ Jetzt soll ihm die Bundesliga den nächsten Karriereschritt ermöglichen. Hinds (sprich: „Heinz“) bescheiden: „Ich bin gekommen, um zu lernen.“

Von Andreas Pahlmann und Pascal Mäkelburg