27. Dezember 2020 / 15:30 Uhr

Wolfsburgs beste Torschützin tritt aus dem Nationalteam zurück

Wolfsburgs beste Torschützin tritt aus dem Nationalteam zurück

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zsanett Jakabfi tritt aus dem Nationalteam zurück
Zsanett Jakabfi tritt aus dem Nationalteam zurück
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Nach 13 Jahren ist Schluss: Zsanett Jakabfi vom VfL Wolfsburg hat ihren Rücktritt aus der ungarischen Frauenfußball-Nationalmannschaft bekannt gegeben.

Zsanett Jakabfi vom Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat ihren Rücktritt aus der ungarischen Frauenfußball-Nationalmannschaft bekannt gegeben. 13 Jahre lang lief die 30-Jährige für ihr Heimatland auf, 2007 das erste Mal. Es folgten 62 Partien in denen die Offensivspielerin 31 Tore erzielte. Zuletzt kämpfte sie mit den Ungarinnen um die Qualifikation für die Europameisterschaft, schaffte es in Gruppe F aber nur auf den vierten Tabellenplatz mit einer Ausbeute von sieben Punkten in acht Spielen. "Ich bin stolz, Ungarn seit 13 Jahren als Fußballspielerin vertreten zu haben", so Jakabfi auf ihrem Instagram-Profil. Die Entscheidung "war keine leichte für mich, aber ich habe das Gefühl, dass die Zeit gekommen ist. Hiermit möchte ich mich nach vielen Jahren verabschieden." Einen besonderen Dank sprach die Wolfsburgerin anschließend "all meinen Trainern und Teamkolleginnen für die Erinnerungen des vergangenen Jahrzehnts" aus.

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Das VfL-Urgestein ist eine der erfolgreichsten ungarischen Fußballerinnen und derzeit wahrscheinlich in der Form ihres Lebens. Im Wolfsburger-Kader ist sie mit wettbewerbsübergreifend 15 Toren in 15 Spielen die Top-Torschützin - und hatte so Riesen-Anteil daran, dass der VfL trotz der Ausfälle von Alexandra Popp, Ewa Pajor, Pauline Bremer und zwischenzeitlich auch Fridolina Rolfö im Jahresendspurt gefährlich blieb. Es ist ihr Saison-Spitzenwert in Sachen Toren, ihr bisheriger Höchstwert aus der Spielzeit 2015/2016 lag bei 13 Treffern in 31 Partien. Doch auch beim VfL, wo sie seit 2009 unter Vertrag steht, läuft ihr Vertrag kommenden Sommer aus. Wie es weiter geht? Unklar. Sportlicher Leiter der VfL-Frauen Ralf Kellermann bestätigte: "Sie gehört zum VfL, wir wissen, dass sie eine super Teamplayerin ist." Eine Vertragsverlängerung müsse aber "für alle Seiten sinnvoll sein, darum werden wir uns Anfang des nächsten Jahres zusammensetzen und das besprechen."

Die Wolfsburgerinnen befinden sich derzeit noch in der Winterpause. Am 10. Januar folgt nach den üblichen Laktattests der Trainingsauftakt am Elsterweg, dafür müssen aber vorweg zwei negative Corona-Tests vorliegen. Das nächste Pflichtspiel folgt dann am Freitag, 5. Februar. Der Titelverteidiger eröffnet das Bundesliga-Fußballjahr 2021 unter Flutlicht bei Turbine Potsdam (19.15 Uhr, live auf Eurosport). Aufgrund einer Umstellung des Rahmenspielplans handelt es sich dabei bereits um eine Partie des 19. Spieltags. Mit dem ursprünglich geplanten 13. Spieltag geht es dann am Sonntag, 14. Februar (14 Uhr), weiter, Gegner im AOK-Stadion ist dann 1899 Hoffenheim. Mit dabei sind dann auch die beiden Winterneuzugänge Rebecka Blomqvist und Sofie Svava.