22. Juli 2019 / 10:58 Uhr

VfL Wolfsburg: Brekalo bleibt ein Wolf, Philipp bleibt trotzdem ein Thema

VfL Wolfsburg: Brekalo bleibt ein Wolf, Philipp bleibt trotzdem ein Thema

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Josip Brekalo bleibt beim VfL Wolfsburg. Dortmunds Maximilian Philipp (kleines Bild) bleibt dennoch ein Thema bei den Wölfen.
Josip Brekalo bleibt beim VfL Wolfsburg. Dortmunds Maximilian Philipp (kleines Bild) bleibt dennoch ein Thema bei den Wölfen. © imago images/Kraft/Hübner
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AC Mailand? Benfica Lissabon? Oder ein Bundesligist? In den vergangenen Wochen war viel über einen Abschied von Josip Brekalo vom VfL diskutiert worden. Der Kroate wollte weg, Wolfsburgs Bundesligist war bereit, ihn ziehen zu lassen. Jetzt die Kehrtwende: Brekalo will beim VfL Wolfsburg bleiben – weil er gern mit dem neuen Trainer arbeitet.

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„Ich bin der Meinung, dass ich mich mit diesem System gut entwickeln kann, um meine Position hier wieder zu finden“, sagte Brekalo im Trainingslager in Schladming. In der vergangenen Saison hatte Brekalo 27 Pflichtspiele für den VfL absolviert, am Ende kam er unter Trainer Bruno Labbadia kaum noch zum Einsatz.

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Brekalo hatte kurz vor dem Trainingslager das Gespräch mit Neu-Trainer Oliver Glasner gesucht. „Er hat gesagt, dass es ihm Spaß macht, wie wir hier arbeiten und er bleiben will“, sagte der Österreicher, „darüber sind wir happy“. Seit Sommer 2016 ist der Kroate beim VfL und spielte seither 46-mal für den Klub. Brekalo (Vertrag bis 2023): „Ich hatte ein paar Optionen, aber ich bin glücklich, dass ich sein Training und sein System kennenlernen durfte. Ich habe mich in den ersten Tagen hier einfach gut gefühlt.“ Vor allem die taktischen Ideen Glasners und das intensive Training mit dem Ball haben ihm gefallen.

Der Linksaußen wird sein Spiel allerdings etwas in die Zentrale verlagern müssen, soll als zweite Spitze agieren können. „Da sehe ich mich auch“, sagt er. Und Glasner findet: „Das ist perfekt für ihn.“ Vor allem Brekalos technische Fertigkeiten und seine Qualitäten im Dribbling und Abschluss hebt der VfL-Coach hervor.

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Josip Brekalo ©

Dortmunds Philipp weiterhin Thema beim VfL

Nach dem Ausfall von Stürmer Daniel Ginczek bietet sich mit Brekalo nun also eine weitere Alternative für Offensivkraft mit Zug zum Tor. Dafür wollte der VfL eigentlich Dortmunds Maximilian Philipp verpflichten, der vorn außen ebenso wie als Mittelstürmer spielen kann. Die Ablösevorstellungen beider Klubs sollen auseinander gelegen haben, nach dem Brekalo-Verbleib ist die dringende Notwendigkeit zum Handeln beim VfL nicht mehr da.

Doch das Interesse an Philipp besteht weiterhin. Die Wolfsburger Verhandlungsposition, die sich durch Ginczeks Ausfall verschlechtert hatte, ist durch Brekalos Entscheidung nun aber wieder etwas besser geworden – nach dem Motto: So dringend brauchen wir Philipp nun auch nicht. Auffällig: In den beiden BVB-Testspielen auf der USA-Reise spielte der 25-Jährige gar nicht mit. Ein Grund war die große Konkurrenz in der Offensive, doch die Dortmunder wollten für den Fall eines Verkaufs kein Verletzungsrisiko eingehen...

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Glasner von Qualität des Kaders überzeugt

Für eine Entscheidung haben VfL-Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer noch bis zum 2. September Zeit, dann schließt das Transferfenster. Panik ist da unangebracht – zumal Trainer Glasner vom aktuellen Kader überzeugt ist: „Wir sind glücklich, wie wir dastehen. Ich weiß nicht, was bis Anfang September noch passiert, aber wir sind gut aufgestellt.“